Die Hirschkuppe

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             Die Hirschkuppe und der Steinberger Pass von Osten her gesehen, von der Steinberger
                                "Liegewiese" am Westhang des Messingbergs,
August 2006

                              Der Gipfel der Hirschkuppe befindet sich in der linken Mitte und der große Wasserbehälter
                                 der Bückeburger Stadtwerke liegt ganz rechts unsichtbar im Wald.
                                 Der Osthang  -   auf dem Foto rechts zum Pass hin  -  und der Nordhang auf der Rückseite
                                 Berges, waren im April 1945 Schauplatz der erbitterten Kämpfe/Nahkämpfe mit den
                                 amerikanischen Soldaten(s.u.)!
                                 In der Mitte am linken Rand des Photos ist auch noch der Nordhang des "Butzenbergs" zu erkennen,
                                eines der zwei Vorberge der Hirschkuppe. Links hinten sieht man die Luhdener Klippen hervorlugen.                     

Hinweis:
 
Durch Mausklick auf die blauen bzw. rosa Wörter(Links) gelangt man zu
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                                     Inhaltsverzeichnis
                   1.  Die Lage des Bergs
                2.  Topographie des Bergs
                   3.  Einige ältere Photos
                   4.  Die Vorberge
                          4.1
Der Schweineberg
                                4.2 
Der Butzenberg
                   5.
Aufgelassene alte Steinbrüche
                          5.1 
Auf dem Butzenberg
                               
5.2  An der Pechrinne
                                5.3  Auf dem Schweineberg
                                5.4  Am Steinberger Paß(B 83)
                        6. Geschichte
                                       6.1   Alte Grenzsteine
                               6.2  Beobachtungen u. Erlebnisse von Zeitzeugen
                                       6.2.1  
Der verheerende Orkan 1940/41
                                       6.2.2   Holz für Panzersperren
                                       6.2.3   Die verlustreichen Kämpfe um die Hirschkuppe 1945
                                       6.2.4   Nahkämpfe auf der Hirschkuppe
                                       6.2.5   Skilehrer Sepp Hoerlein gräbt sich vor den Amerikanern ein
                                       6.2.6   Amerikaner beschlagnahmen die Pensionshäuser
                                       6.2.7   Motorradrennen der Engländer an der Hirschkuppe
                                       6.2.8   Manöver usw. der Engländer
                                       6.2.9   Schießübungen der Besatzungssoldaten im Wald
                                       6.2.10 Stubbenroder und Himbeerpflücker in der armen Nachkriegszeit 1945-47
                                       6.2.11 Die Felsenhöhle an der Hirschkuppe
                                       6.2.12 Die verschwundenen Sitzbänke
                                       6.2.13 Die Wasserführung der Pechrinne
                               6.3
   Alte Wege
                   7.
Orkan "Kyrill" 2007 und die gefallenen Zwillingsbuchen am Waldrand
                8.
Flora und Fauna
                               8.1  Bäume
                               8.2  Pflanzen
                               8.3  Tiere
                               8.4  Säugetiere
                               8.5  Vögel
                    9.
Der Waldbesitzer            
            
                        

Die Lage des Berges

Die Hirschkuppe liegt in der Wesergebirgskette zwischen den Bergen Luhdener Klippen
und Messingberg.
Sie ist der Berg westlich des Steinberger Passes, des Arensburger Parks
und der Arensburg. Neben dem Messingberg ist die Hirschkuppe der zweite Hausberg
Steinbergens. Auf alten Landkarten wird der Berg auch Arensberg genannt.
           


Die Topographie des Berges


Von den Luhdener Klippen ist die Hirschkuppe getrennt durch
den hochgelegenen Hirschkuppen-Paß, über den nur ein Holzabfuhrweg
und Wanderwege führen.
Ein Weg über diesen Paß umrundet die
Luhdener Klippen bzw. mündet mit einer kurzen Abzweigung nördlich
in die BAB-Anschlußstelle der A2 (Hannover - Dortmund).

Vom Messingberg ist die Hirschkuppe getrennt durch den niedrigen
Steinberger Paß, den bequemsten Paß des Wesergebirges

mit der B 83 und der Landstraße ins Auetal und nach Obernkirchen.
Mitten in diesem Steinberger Paß liegen der Arensburger Park und
auf einem kleinen Bergkofel die Arensburg.

Das Waldgebiet des Arensburger Parks kann man der Hirschkuppe
zurechnen. Die Rehe, die man dort manchmal antrifft, wechseln von
der Hirschkuppe herüber.

Seinen höchsten Punkt erreicht die Hirschkuppe im Westen mit 250 m,
dicht am hochgelegenen Paß zwischen den Luhdener Klippen und der
Hirschkuppe (
"Hirschkuppenpaß"):


                  Hirschkuppenblick von der höchsten Stelle auf Steinbergen          ca. 1950

              Dieser Hirschkuppenblick auf Steinbergen ist heute zugewachsen!

Der Berg flacht sich von der höchsten Stelle auf dem Kammweg sachte nach
Osten hin, also zur Autobahn und zum Steinberger Paß hin, ab bis zum großen
Wasserbehälter der Bückeburger Stadtwerke im Osten.

Östlich hinter dem Wasserbehälter, zur Paßstrasse der B 83 hin, ist der Berg
steil. Am steilsten ist der Berg aber an der Südwestseite im Bereich der
Felsbänder
!

Im Westen gibt es einen kurzen mäßig steilen Anstieg zur Spitze des Berges
vom Hirschkuppenpaß aus.


Zwei schräge Felsbänder umrunden den Gipfel auf der Südwestseite.
Die Felswände(Jura-Gestein) darauf sind nur ca. 3 bzw. 7 m hoch.



Für weitere ältere Photos von der Hirchkuppe, bitte hier klicken!


Zwei Vorberge
Der Hirschkuppe vorgelagert sind zwei Vorberge:

1. der Schweineberg:
Der südwestliche Vorberg ist 200 m hoch und heißt Schweineberg.  Er ist bei den Wildschweinen
besonders beliebt, denn den schmalen Pfad über seinen Kamm durchwühlen sie mehrmals
im Jahr.

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        Blick vom westlichen Ende des Schweinebergs auf Engern im Wesertal     18.7.2012

Zwischen dem Schweineberg und der Hirschkuppe liegt das enge Tal der Pechrinne
(von Beekrinne, also Bachrinne) in dem ein Forstweg am Nordhang des Schweinebergs
hinaufführt. Nur bei heftigen Wolkenbrüchen und zur Zeit der Schneeschmelze führt die
Pechrinne Wasser. Früher, als das Tal nach einem verheerenden Sturm Anfang der
1940-er Jahre weitgehend baumlos war, fand sich mehr Wasser.

Zwei kleine Tümpel im mittleren Teil der Pechrinne weisen zur Freude der Tiere manchmal
Wasser auf.


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            Die Hirschkuppe von Süden gesehen, von den Feldern am Fuchsort, August 2006

            Links davor der Schweineberg, dann der Taleinschnitt der Pechrinne
                                    und rechts der Butzenberg


2. der Butzenberg:
Der zweite Vorberg beginnt bei der großen Steinberger Strassenkreuzung und unmittelbar
westlich des Steinberger Bahnhofs, bei der ehemaligen "Villa Schütte"(heute Büro des
Mannes, dessen Namen hier nicht genannt werden darf
! s. u.) und Auto-Krömers
ehemaliger "Charly-Bar" an der B238.

Er ist 160 m hoch, wird  Butzenberg genannt, weil die Dorfkinder dort früher in den
Nadelwald-Schonungen gerne Baum- und Erdbutzen bauten. Der Butzenberg zieht sich
nordöstlich der Pechrinne(s.u.) hin und unterhalb des Gipfelhangs der Hirschkuppe.



Vier ehemalige Steinbrüche an der Hirschkuppe

Im östlichen Teil des Butzenberges findet man rechts des Kammweges, wenn man vom
Steinberger Bahnhof aus die B238(Rintelner Straße) überquert und danach den Waldweg
rechts ca. 150 m hinaufgeht ein kleines Steinbruchloch (ca. 10 x 15 m) aus alten Zeiten,
von dem man im wesentlichen nur noch eine Kuhle im Wald sehen kann:

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               Alte Steinbruchkuhle auf dem Kamm des Butzenbergs bei Steinbergen (18.2.7)


Geht man diesen Waldweg weiter, so sieht man nach etwa 400 m auch links
vom Weg oberhalb des Tals der Pechrinne ein kleines Loch(ca. 6 x 12 m)
eines solchen vormaligen Steinbruchs der Landbevölkerung:


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              Kleiner ehemaliger Steinbruch, von unten gesehen, oberhalb der Pechrinne(16.2.7)


Einen dritten solchen kleinen, sehr flachen ehemaligen Steinbruch findet
 man auch auf dem Gipfel des Schweinebergs, rechts vom Weg(von Steinbergen
 aus gesehen):


   
                        Kleiner ehemaliger Steinbruch auf  dem Schweineberg
                                         (Ansicht von Osten/Steinbergen aus, August 2006)

    Alle geschilderten kleinen Steinbruchkuhlen waren in den 1940-er bis
  1950-er Jahren, als sie noch nicht durch Bäume beschattet waren,
  bekannt für die Walderdbeeren, die dort wuchsen
.

Von Bad Eilsen kommend war im Steinberger Paß auf Höhe der Arensburg 
rechts von der B83 früher der Zuweg zu einem wesentlich größerem Steinbruch
.
Heute ist dieser Eingangsweg durch die Verbreiterung der B83 zugeschüttet.
Der kurze Eingangsweg zum Steinbruch verlief früher mit geringer Steigung von der Straße aus.
Später häufte man hier einen ca. 12 m hohen Erdwall aus der Straßenverbreiterung
der B83 im Eingangsbereich auf, sodaß der alte Steinbruch von der B 83 her gesehen
nicht mehr zu erkennen ist:



    
   Alter Steinbruch an der B 83 im Arensburger Paß vom Hang der
   Hirschkuppe aus gesehen (unten rechts im Bild kann man schwach
   das große Verkehrsschild für die Autobahn erkennen)
          (18.2.2007)


       
         Derselbe Steinbruch von unten aus der  Richtung der  B 83 gesehen (18.2.2007)
                               

Steigt man über den durch den Straßenbau verursachten Erdwall vom damals
neu angelegten Weg zur nördlichen Bergseite, wo vorne jahrelang ein Prostituierten-
wagen stand, so gelangt man auch heute in diesen alten Steinbruch vom Anfang des
20. Jahrhunderts.
Rechts in der Felswand ist hinter einer Eisentür noch die ehemalige Sprengstoff-
kammer in der Felswand zu sehen, die früher mit einer Eisentür mit Vorhänge-
schloß versehen war:



      
     Ehemalige Sprengstoffkammer im alten Steinbruch an der B 83 im
    Arensburger Paß
                                                                             (18.2.1007)

Früher brüteten manchmal Enten von den Arensburger Teichen in
diesem damals am Anfang von schönen hohen Fichten flankierten
künstlichen Kessel des Steinbruchs an der B 83
:

Einen winterlichen Eindruck vom Eingang zum alten Steinbruch vermittelt diese schöne
Federzeichnung des Steinberger Künstlers, Kurt Rieger, aus dem Jahre 1942:

     
      Kurt Rieger: Winter im alten Hirschkuppen-Steinbruch 1942, Copyright 2013-17

Geschichtliche Besonderheiten

Zwischen der Hirschkuppe und den Luhdener Klippen verläuft der alte "Abtspfad"
vom Wesertal nach Obernkirchen; ein Forstweg, halb zugewachsen, folgt heute seinem
Verlauf über den "Hirschkuppenpaß". In der Nähe des Abtspfad steht versteckt
im Stangenholz ein großer oben halbkreisförmig abgerundeter Grenzstein
(lokales geschütztes Bodendenkmal!): auf der Ostseite(der Steinbergen zugewandten Seite)
ist eingemeißelt von oben nach unten:
II , H . L , I79I , auf der anderen, der westlichen Seite befinden sich zwei
Einschußlöcher, offenbar von Gewehrkugeln. H . L . steht für "Haus Lippe".
Die Kleinpotentaten, wie hier die Grafen zu Schaumburg-Lippe, bezeichneten
dero Schloß und Familienclan gerne als "Haus", ihre geknechteten ausgesaugten
Untertanen(gerne auch heute noch vom Schloßherrn als "Mob" bezeichnet!)
hingegen verfügten nur über schäbige Hütten.

Über diesen Paß verlief die Grenze zwischen der alten hessischen
"Grafschaft Schaumburg" (westlich) und dem Steinberger Zipfel des
hier ins Wesertal reichenden Ländchens "Schaumburg-Lippe":


                                  


Ein gleicher Grenzstein, mit denselben eingemeißelten Daten befindet
sich im Umfeld des Hermann Opitz-Wegs(s. das folgende Photo).
Dieser trägt jedoch die Nr. III. Also wird es auch einen mit der Nr. I
geben.

                                


Der dritte Grenzstein dieser Art steht am Weinberg. Man hatte mit den Grenzsteinen also
die Ausbuchtung des Gebietes von Schaumburg-Lippe in das Wesertal bei Steinbergen
markieren wollen:

                            
                                                                                    3.10.2014                     

Ein weiterer historischer Grenzstein steht zwischen Schweineberg und dem Vorberg
"Steinberg" der Luhdener Klippen in der Nähe des Waldrandes des "Rintelner Feld".
Auf der Westseite zeigt er auf einem Wappenschild: links oben das Schaumburger
Nesselblatt und rechts daneben einen auf den Hinterbeinen stehenden nach links
blickenden Löwen:


                                           


Beobachtungen und Erlebnisse von Zeitzeugen

Im folgenden wurden alle Beobachtungen und Erlebnisse von Zeitzeugen gesammelt,
die der Verfasser noch erhalten konnte:


          Auf den Hängen des Schweinebergs sind auch nach ca. 65 Jahren immer
          noch die Windwürfe der entwurzelten Bäume erkennbar, die bei einem
          verheerenden Sturm Anfang der 1940-er umfielen.
Im Winter 1944/45 erfolgte die Fällung des vormaligen Fichtenwalds am
südwestlichen Hang der Hirschkuppe
unter Leitung des örtlichen Försters Reinhard;
die im Dorf verbliebenen alten Männer mußten das erledigen und die Stämme
mit Pferdefuhrwerken abtransportieren zum Bau von Panzersperren z.B. auf der
Straße durch den Wald im Fuchsort nach Rinteln(heute die fast verschwundene
alte B238 neben der neuen Umgehungsstraße Rintelns).
Auf dem östlichen Teil der Hirschkuppe und am Steinberger Paß entbrannten
zwischen dem 8. und 11. April 1945 heftige Kämpfe zwischen fanatischen
jungen Soldaten und Einheiten der 5. US-Panzerdivision, sowie der
102. US-Infanteriedivision. Vorher wurden der Arensburger Paß und auch Steinbergen
einen Tag lang durch amerikanische Artillerie von jenseits der Weser aus beschossen.
Mehrere Häuser in Steinbergen wurden zerstört oder brannten ab. Es gab Tote und
Verletzte unter der Zivilbevölkerung. Ein Volltreffer traf auch den Kirchturm, in
dem ein deutscher Beobachtungsposten saß! Am Mittag des 8. April waren
die Amerikaner schon in Bad Eilsen. An der Hirschkuppe jedoch wurde
noch drei Tage lang geschossen.

Auf der Strecke blieben drei abgeschossene amerikanische Panzer an der
heutigen B 83 zwischen Kreuzung und der Autobahnbrücke, und wenigstens
19 gefallene deutsche Soldaten, sowie eine unbekannte Zahl gefallener
amerikanischer Soldaten
.
Die alten Männer aus Steinbergen wurden anschließend von den Amerikanern
zum Abtransport der Leichen von der Hirschkuppe kommandiert.

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Oben der Osthang der Hirschkuppe, wo es Anfang April 1945 die verlustreichen
Kämpfe zwischen fanatisierten jungen deutschen Offiziersanwärtern der Offiziers-
schule in Braunschweig und den Amerikanern gab.  (24.3.2010)


                                  Der Südosthang der Hirschkuppe, trostlos winterlich                       25.1.2015
Der Hang liegt links der B83, zwischen der großen Steinberger Kreuzung und der
Autobahnauffahrt der A2 !

Diese jungen Soldaten, ungefähr 30 an der Zahl, waren in Krömers Hotel an der
großen Steinberger Kreuzung untergebracht. Nur drei von ihnen überlebten, die
von einer barmherzigen und mutigen Frau aus dem Hotel versteckt, beköstigt und mit
Zivilsachen versehen wurden, bis sie über die Weserberge in Richtung Schaumburg
sich davonmachen konnten.

Im Waldstück hinter der großen Kreuzung, dicht neben Krömers Hotel, rechts
an der B 83 lag noch Wochen nach den Kämpfen am Steinberger Pass ein
großer Haufen von dicken Granaten, den deutsche Militärs dort gelagert hatten.
Die Kartuschen waren geöffnet, Dorfkinder zogen aus ihnen die 30 cm langen
grauen Pulverstangen
heraus. Diese wurden von ihnen angezündet, man trat
locker mit dem Fuß auf das glimmende Ende, ließ ihn dann los, und die
Pulverstangen flogen zischend durch die Luft davon, wie kleine Raketen.
Die Kinder nannten sie "Furzer"!
Auf der Hirschkuppe westlich des Wasserbehälters hatte es am Ende
verlustreiche Nahkämpfe gegeben, weil die Amerikaner anders nicht
die Verteidigung des Steinberger Passes bei der Arensburg beenden konnten.
Noch Jahre später fand man im Stangenholz dort oben auf dem sich sanft
nach Norden neigendem Hang deutsche Stahlhelme mit Einschußloch.
Oben am Südosthang sind auch heute noch bei genauem Hinsehen
Schützenlöcher zu erkennen. Von dort aus konnten die jungen
deutschen Soldaten den Steinberger Pass und die Straßen durch ihn
hindurch genau beobachten, besonders die heutige B 83 nach Bückeburg.
Sie waren in ihren Schützenlöchern gut versteckt, weil damals der Hang
nur von jungem Buchengestrüpp bewachsen war.

Den Amerikanern blieb nichts anderes übrig, als auf die Hirschkuppe zu steigen,
und sich dort mit den Deutschen in Nahkämpfen zu bekriegen!

Durch die Schilderungen hier auf dieser Internetseite wurden die Kämpfe
der Rintelner Bevölkerung ins Bewusstsein gerufen. Also untersuchten
im Jahre 2011 Jugendliche aus Rinteln das Schlachtfeld auf der Hirschkuppe
mit einem Metalldetektor. Sie wollten militärische Überreste von 1945 finden.
Stattdessen fanden sie ein Kupferbeil von vor 4.000 Jahren vor unserer Zeit-
rechnung:
"Das Kupferbeil von Steinbergen" .

Diese Angelegenheit ist auch noch auf einer anderen Internetseite beschrieben!


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        Die Hirschkuppe mit Autobahn und Arensburg (ca. 1950).  Der Blick
      geht auf den Südosthang und die Gegend des Wasserbehälters. Rechts
      oben hinter den hellen Stellen waren Anfang April 1945 die mörderischen
      Nahkämpfe zwischen deutschen und amerikanischen Sodaten.

Am westlichen Steilhang des Vorbergs Butzenberg dicht am Waldrandweg
gleich rechts vorm Beginn des Pechrinnentals war nach dem Krieg ein
schräges Erdloch
. Es war ein mit Baumstämmen abgedeckter Schutz-
unterstand
(
vor Granatbeschuß!) des österreichischen Skilehrers und
Ölmalers Se
pp
Hoerlein
, der im damaligen Haus der Familie Harmening,
Haus Waldesruh, an der heutigen Straße "An der Hirschkuppe" wohnte,
dem vorletzten Haus links vorm Waldrand an der Straße "An der Hirschkuppe".
Als er daran herumwerkelte wäre er im April 1945 fast von zwei amerikanischen Soldaten
erschossen worden, die inzwischen Steinbergen erobert und den schwerhörigen
Hoerlein vergeblich gerufen hatten("Stand and deliver!").
Das Erdloch ist immer noch als schwache Vertiefung unten am Hang
dicht oberhalb des Waldrandweges erkennbar.  ---
Der arme Herr Hoerlein starb wenig später an Fischvergiftung, da er
die von seiner Frau aus Bremen geschickten Bücklinge zu lange
unter dem Bett in seinem Süd-Zimmer im Obergeschoss des Harmeningschen
Hauses aufbewahrt hatte. Im Gedächtnis mancher Dorfbewohnern
ist er noch vorhanden als Skilehrer der Steinberger Jugend
am Hang der Liegewiese am Messingberg, sowie durch seine Ölbilder
mit Alpenmotiven
(einsame Bergbauernhöfe, schroffe Felsenberge und
Alpenblumenbilder) im Tausch gegen Naturalien in den Hungerjahren
der Kriegs- und unmittelbaren Nachkriegszeit.
Oberhalb des damaligen Hauses Spier(heute das Eckhaus der Straßen
"Am Kehlbrink" und "An der Hirschkuppe" )
legten die Amerikaner ,
welche fast alle damaligen Pensionshäuser am Waldrand beschlagnahmt
hatten, im April 1945 in der Kiefernschonung am Südhang des Butzenberg
einen Scheißgraben
an, der durch Zeltbahnen als Sichtschutz abgeteilt war.
An einer länglichen Vertiefung war er jedenfalls Anfang 2007 im Unterholz
noch zu erkennen. Die Amerikaner wurden bald danach, im Mai 1945,
dann von britischen Truppen als Besatzer abgelöst.
Im Winter 1945/46 oder Frühjahr 1946 veranstalteten die britischen
Besatzungstruppen,
die nach Abzug der Amerikaner eingerückt waren,
bei schneelosem trockenem Wetter vom Waldrand am Talausgang der
Pechrinne aus den steilen Berghang hinauf und weiter unterhalb des
Südwesthangs der Hirschkuppe entlang zum Hirschkuppenpaß
hinauf zur Freude der Dorfkinder ein Motorradrennen entlang weißer
Markierungsbänder.
Damals standen am nördlichen Hang der Pechrinne noch hohe Buchen.
Am Talausgang hatte sich auch einmal ein britischer LKW im Wald in der
Pechrinne im weichen feuchten Boden so festgefahren, daß er nur mit
Mühe wieder herausgezogen werden konnte. Am Fuß des Südwesthangs
kampierten früher(bis ca. 1975), als das kleine Plateau oberhalb des
Pechrinnentals noch nicht zugewachsen war, gerne in der wärmeren
Jahreszeit Zelttouristen und britische Manövertruppen.

An der Wegekreuzung auf dem Hirschkuppenpaß stand bis ca. 1975
ein großer Wegweiser aus Eisenrohr mit Richtungsschildern oben,
er war von Gewehrkugeln durchlöchert, wahrscheinlich von Zielübungen
britischer Besatzungssoldaten aus Steinbergen. Irgendwann in den 1980ern
lag er dann umgeworfen im Gras auf dem Waldboden.

In den ersten Nachkriegjahren gab es Stubbenroder(Brennholz!)* im Wald, links vom
Weg über/hinter dem Hirschkuppenpass. Dort, wo sich der Weg zur Autobahn hin senkt,
wurden damals auch einmal Stubben mit Sprengstoff gesprengt; damals gab es einige Jahre
lang auch große reichtragende Himbeersträucher dort am Weg, die von Dorfbewohnern
abgeerntet wurden. Im Herbst wurden auch immer Bucheckern gesammelt, aus denen
Speiseöl gemacht wurde.
* Stubben sind die stehengebliebenen Stümpfe und dicken Wurzeln von gefällten Bäumen!

Kurz südöstlich unterhalb der Gipfelplatte der Hirschkuppe befand sich in der
heute fast vergangenen Fichtenschonung noch in den 1950ern eine kleine flache
Felshöhle
, einstmals öfter kindlicher Spielort. Sie ist inzwischen eingestürzt.

Auf der Spitze des Gipfels stand eine alte Holzbank ohne Lehne aus Steinbergens
Zeit als Luftkurort, ohne Lehne auf zwei Steinpfeilern. Irgendwann ca. in den 1990ern
wurde sie von den üblichen "Vandalen" zerstört.

Am Weg vom Hirschkuppen-Pass zum Schweineberg gab es zwei nach 1960
verschwundene Sitzbänke
, von denen die steinernen Sockel halbversteckt
in Gras und Laub teilweise noch vorhanden sind.

Heute führt die Pechrinne nur noch im oberen Teil, wo sich auch zwei
kleine Aufstauungen befinden, über längere Zeiträume ein wenig Wasser!

Die lokale Bezeichnung "Pechrinne" leitet sich nicht von "Pech" her sondern
vom Wort "Bachrinne", also in Plattdeutsch "Beekrinne" gesprochen.
Weiter unten im Dorf floß ja auch von der großen Steinberger Kreuzung
her die "Beeke", die im Unterdorf dann die heutige "Bachstraße"
durchfloß. Die Beeke wurde in den 1920er Jahren gans verrohrt!


          Im Tal der Pechrinne(Blick talaufwärts, Richtung Luhdener Klippen)          5.2.2012

Die Pechrinne hatte noch in den 1950ern meist bei der  Schneeschmelze
und nach sommerlichen Gewittergüssen soviel Wasser, daß sie neben
(südlich von) dem Grundstück des "Willi Wichtig" (den Namen auf dieser Seite
zu nennen ließ das Ehepaar "Willi Gans Wichtig", 2006 aus nichtigem Anlaß
mittels einer äußerst kurzfristigen anwaltlichen Drohung untersagen
! Offenbar
war es eine Gans- Wichtige Angelegenheit!) bzw. weiter unten neben(südlich von)
dem Grundstück von damals Harmening, auf dem damaligen Gottschalkschen
Grundstück dicht an der Grenze zu "Willi Wichtigs" und zu Harmening
hinunterströmte und unten an der heutigen Straße "An der Hirschkuppe" auf dem
Gottschalkschen Grundstück durch ein Gitter in die Kanalisation floß bzw. bei
besonders starker Wasserführung auch die Straße hinunterfloß.
 
Der quer zum Grundstück von Herrn und Frau "Willi Gans Wichtig" am Waldrand
befindliche 50 cm tiefe Auffanggraben ist seit Jahren zugeloddert durch Nachlässigkeit
bzw. Unkenntnis der Erbauer der zwei großen unterirdischen Wasserleitungen
der Bückeburgischen Stadtwerke(parallel dicht am Waldrand) bzw. des
"Willi Wichtig", des Besitzers des angrenzenden Waldrandgrundstücks,
einstmals der blühende Garten des honorigen Kraftfahres und Pensionshaus-
besitzer Heinrich Depping(= Neffe des Ehepaars Gottschalk), das sich bis 2015
als ein häßlicher vegetationsloser Pferdepferch darbot!

Kam es dann und wann doch einmal  zu größerer Wasserführung
der Pechrinne, so strömte das Wasser in breitem Strom über den früheren
nackten Pferdepferch(heute als Hundewiese genutzt) von "Willi Wichtig".
Sollte sich die allgemeine Wetterlage oder die Waldvegetation ändern,
so wird die Pechrinne wieder mehr Wasser führen und den Waldrand
überströmen. Im Jahre 2012 wurde am Hang rechts eine sog. Sickergrube
angelegt, mit allerdings zweifelhaftem Nutzen, denn das Wasser kommt
nicht vom Hang herunter sondern fliesst in der Pechrinne.

Anfang der 1940er Jahre hatte es  -  wie gesagt  -  schon einmal
einen verheerenden Sturm gegeben, der an der Hirschkuppe und dem
vorgelagerten Schweineberg gans viele Bäume umwarf.
Das Orkantief "Kyrill", das in der dritten Januarwoche 2007
über Europa hinwegfegte, war da im Bereich des Wesergebirges weit gnädiger.
In Steinbergen warf der Sturm aber immerhin leider die beiden mächtigen
schönen Zwillingsbuchen am Waldrand oberhalb der Straße
"An der Hirschkuppe"
um, von denen ein Baum am 18.2.7
bedauernswerterweise auf das Haus des ehemaligen Dorfarztes fiel:

                                                                                     
                   
Das ehemalige Wohn- und Pensionshaus des Dorfschullehrers Spier nach dem 18.1.2007 ...                             


           

          ...  und die gefallenen Zwillingsbuchen neben dem Haus (25.1.7)
                                                                                                                                                                                                           


Diese Buchen hätten keinen Schaden anrichten können, hätte der alte Gottschalk
seinerzeit mehr Mut gehabt. Ihm gehörte nämlich einst das ganze Areal links von der
Straße "An der Hirschkuppe" oberhalb von ("Sand-")Möllers Haus "Waldfrieden",
dem heutigen Kinderheim an der Hirschkuppe.
Die Buchen standen also dicht
an seiner Grundstücksgrenze und er wollte sie gerne weghaben, das mag in den
1920er Jahren gewesen sein, aber er traute sich nicht, sie zu fällen, weil er
Angst vor dem Dorfförster hatte.

                            
                                      Die Zwillingsbuchen, als sie noch standen
                                         (Foto von Jan. 1982)

Am Westhang des Schweinebergs, links und rechts vom Hermann Opitz-Weg, sind so
gut wie keine Bäume umgefallen, denn der Orkan kam von Westen, und es ist schwerer
jemanden den Berg hinaufzuwerfen als ihn den Berg hinunterzuschmeißen. Letzteres
geschah auf der Nordostseite des Schweinebergs, also im Tal der Pechrinne, dort
wurden sehr viele Bäume entwurzelt
, so daß der breite Holzabfuhr- und Spazierweg
dort bis Sommer 2007 unpassierbar wurde. Auch der schmale Pfad über den Kamm
des Schweinebergs war durch eine Barriere gefallener Bäume versperrt. Aber es
besteht ja jederzeit die Ausweichmöglichkeit, daß man den Hermann Opitz-Weg vom
Steinberger Waldrand zum Rintelner Feld
folgt und 200 m vor dem Bremer Wander-
heim
schräg hinauf zum Vorbergsplatz geht, von wo man dann die Luhdener Klippen
und den Rintelner Klippenturm
erreichen kann.

                                                                                                             

Alte Wege

Durch das Tal der „Pechrinne“ muß früher ein alter Weg von Steinbergen
herauf
geführt haben, denn unterhalb des Passes der Hirschkuppe ist noch
ein Hohlweg erkennbar, der das Bächlein überquert und folgerichtig
sind am Talausgang auch zwei alte Wegspuren erkennbar,
auf der rechten Seite talauswärts, nahe von Gottschalks ehemaliger Wiese.

An der Südostseite des Schweinebergs, in der Nähe des Steinberger
Waldrands in Höhe der Straße "Am Berghang" sind fünf alte den
Schweineberg von der Grafensteinerhöh her bogenförmig erklimmende
alte Wege
zu erkennen.

Daß es mehrere parallele Hohlwege sind, hängt wahrscheinlich damit zusammen,
daß neue Fahrwege entstanden, wenn die alten durch Verkehr und Auswaschung
nicht mehr gut befahrbar waren.

Vom besagten Waldrand führt der "Hermann Opitz-Weg" durch den Wald am
Südhang des Schweinebergs zum Waldrand am Rintelner Feld, wie die alte
Flurbezeichnung der Ackerflächen östlich des Bremer Wanderheims lautet.

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Das "Rintelner Feld" zwischen Steinbergen und Rinteln(oberhalb Rintelns), 1.5.2007

Der Hermann Opitz-Weg beginnt bei "Villa Schütte" oberhalb
des Steinberger Bahnhofs und führte bis zum Waldkater.

 Das alte Schild mit der Aufschrift "Waldkater - Steinbergen /
 Herm. Opitz Weg
"  wurde 1966/67 als die mächtigen Buchen am Steinberger
Waldrand fielen, von den Holzknechten achtlos weggeworfen.


                                   Partie am Hermann Opitz-Weg

Hermann Opitz(1858-1922) - für eine Lebensbeschreibung bitte hier klicken! 
war ein Rintelner Apotheker und Saftfabrikant(Gründer der Obstkellerei "Pomona")
und einer der ersten Matadore und Vorsitzender des Verschönerungsvereins Rinteln
von 1878 e.V. (VVR)
.

Der Hermann Opitz-Weg war besonders am Steinberger Waldrand mit
vielen schönen Sitzbänken versehen. Heute findet man nur noch wenige
und z. T. beschädigte. Auch der Steinberger "Verkehrs- und Verschönerungs
verein e. V."
hat mit Schönheit nichts mehr im Sinn.

Der VVR hat am Rintelner Feld zwar 2006 eine neue Sitzbank errichten lassen,
aber gleichzeitig in der Nähe eine historische Sitzbank unverständlicherweise
entfernt
und zeigt damit wenig Achtung vor der Vergangenheit. An einer Stelle,
wo viele Rintelner spazierengehen, wäre eine zweite Bank immerhin auch nötig.

Unterhalb des Schweinebergs, jenseits der Bundesstraße 238, liegt das Waldgebiet
Fuchsort, eine sich in Richtung Engern hinziehende tiefe wilde Schlucht:

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                                                  Im Fuchsort                                   24.3.2013



                                   Flora und Fauna


Der Baumbestand

Überwiegend wächst Laubwald  auf der Hirschkuppe.
Nur am Hang an der Nordwestseite und der Südwestseite findet man Fichten,
die auch noch in einzelnen Exemplaren an der Südostseite des Gipfels wachsen.

Der Vorberg Schweineberg weist Mischwald auf mit vielen Buchen und Lärchen,
es gibt auch vereinzelt Fichten.
Im Tal der Pechrinne gibt es auch einige Eschen, Douglasien und wenige Wildkirschen.                       

Auf dem Vorberg Butzenberg wächst ebenfalls Mischwald :
an der Nordseite Lärchen und Buchen, am Südhang auch Kiefern und
Fichten und am westlichen Hang Eichen.


Die Blütenpflanzen

Auf den Klippenbändern an der Südwestseite der Hirschkuppe blühen
im Frühjahr hellgelbe Schlüsselblumen

Beiderseits des Kammwegs nach Osten findet man im Frühjahr violetten und
weißen
Lerchensporn, weiße und gelbe Buschwindröschen und Bärlauch.

Längs des Kammwegs auf dem westlichen Vorberg, dem Schweineberg,
findet man das seltene Perlgras, Waldmeister, Hasenklee(Sauerklee oder Oxalis),
das schattenliebende
Wald-Bingelkraut und seit alters hin und wieder Tollkirschenstauden,
die ab August ihre schönen tiefschwarzglänzenden aber giftigen Kirschen zeigen.
Im Frühling wächst hier an einigen Stellen Bärlauch.

Am Steinberger Waldrand findet man im Sommer noch an zwei Stellen
das Europäische Springkraut(Impatiens Noli  me tangere)
mit seinen schönen gelben Blüten. Leider ist es fast völlig verdrängt
worden durch das Kleinblütige Kaukasische Springkraut,
eine Pflanze, die im 19. Jhd. aus einem deutschen botanischen Garten
in die Natur entwichen ist und lebenskräftiger ist als die schönere einheimische Art.
Das Kaukasische Springkraut war 1960 hier noch nicht zu finden,
aber mittlerweile sind die Wälder voll von ihm! Eine wahre Pest der Wälder!

Die ersten Frühblüher am Waldrand oder sonnigen Wegstellen

sind schon im Februar der Huflattich und im März/April das
Scharbockskraut. Ab Mitte April findet man am Waldrand
des Schweinebergs dann auch die weißblühende Große Sternmiere.

Nachdem er für Jahre verschwunden war, fand man im Mai 2007
auch wieder den Roten Fingerhut am Steinberger Waldrand des Schweinebergs.

Am Waldrand findet man auch das Waldgeißblatt, eine weißblühende duftende
Liane und im Frühling versteckt auch Salomonsiegel  sowie den eher seltenen
Dolden-Milchstern.
Auch das Große Hexenkraut und das Johanniskraut
wachsen hier. Des weiteren wächst hier auch ab Juni das gelbblühende Pfennigkraut.

Vom Hochsommer bis in den Herbst blühen im Bereich des Schweinebergs
Kunigundenkraut und Goldrute und versteckt/vereinzelt am Waldrand
die Große Fetthenne und der gelbe Rainfarn.

Der im Juni weißblühende Holunderstrauch hat kommt auch vor.


Das vor Jahren im Bereich der Hirschkuppe und ihrer Vorberge
weitverbreitete Wald-Weidenröschen tritt hier derzeit nicht mehr auf!



                                         
Die Tiere

1. Säugetiere:

An Tieren kommen vor:

Am Südhang des Schweinebergs, im Pechrinnental sowie am Südwesthang
und Nordhang der Hirschkuppe sowie am Schweineberg traten Rehe auf.

Wildschweine erscheinen im Bereich der Hirschkuppe auf dem Schweineberg
und sogar am Waldrand des Butzenbergs.

Füchse kommen bis an den Waldrand des Schweinebergs oberhalb Steinbergens.

Am Südhang des Schweinebergs sowie auf dem Butzenberg gibt es manchmal
ein paar Hasen
.

Füchse, Hasen und sogar Rehe wurden schon im Garten am Waldrand
der Straße Am Berghang gesehen, auch ein durchwandernder Waschbär.

Am Waldrand bei der Straße "Am Berghang" leben auch
Eichhörnchen, Siebenschläfer sowie vereinzelt die Haselmaus.
Auch der Marder trat auf.


2. Vögel:

Mäusebussarde  haben im Bereich der Hirschkuppe ein Revier.

Verbreitet sind Eichelhäher.

Der Waldkauz  kommt vor. Auch Buntspecht und Schwarzspecht .

Der Grünspecht wurde seit ca. 1980 nicht mehr beobachtet. Da Wiesen
mit Ameisenhaufen immer seltener in Steinbergen und Umgebung wurden,
findet er hier keine Nahrung mehr. Auch Elstern halten sich seit langem fern.
Auch der Kuckuck und der Pirol . Den charakteristischen Ruf des Pirols
(s. der vorangehende Link!), mit seinem exotischen Dschungelklang konnte
man in den 1950-er Jahren im Frühsommer hier noch regelmäßig hören,
sein Revier waren besonders der Arensburger Park sowie die angrenzen-
den Wälder am Osthang der Hirschkupppe und auf dem Butzenberg. 

Singvögel (überwiegend am Waldrand) :

Ganzjährig:     Rotkehlchen, Zaunkönig, Buchfink, Kleiber , Kohlmeise ,
                     Blaumeise und natürlich die allgegenwärtigen Amseln
                     (Schwarzdrosseln)
.

Wintergäste:   manchmal  Dompfaffen(Gimpel), seltener Kernbeißer,
                     im Herbst taucht manchmal auch der Girlitz  für kürzere Zeit auf,
                     offenbar auf dem Durchzug.
                     Im Februar 2007 wurden erstmals längerbleibend kleinere
                     Gruppen von osteuropäischen Beutelmeisen gesichtet
                     (weißer Kopf, schwarze Wangen).

Sommergäste:   Ringeltauben *,  Singdrossel , Zilpzalp, Fitis, Mönchsgrasmücke
                       Am westlichen Hang des Butzenbergs war Ende der
                       1970-er für einige Jahre ein Standort des Feldschwirls.
                       Ein Feldschwirl-Pärchen tauchte überraschenderweise ab
                       Februar 2013 wieder Am Berghang auf, und begann
                       dort ab Ende April zu brüten!                     

                        *  In 2007 fanden sich Ringeltauben - Pärchen(Teilzieher) dank
                      des milden Winters schon im Januar wieder am Steinberger
                      Waldrand des Schweinebergs, des Butzenbergs sowie hinten
                      am Hermann Opitz-Weg in der Nähe des Rintelner Feldes ein.
                      Im Mai 2007 brütet erstmalig auch ein Pärchen der Türkentaube
                      in einem waldnahen Garten.
                    
                    

Waldbesitzer und Ökonomie

Der Wald ist im Besitz des Landgrafen Alexander zu Schaumburg-Lippe
und wird verwaltet von seiner Geschäftsstelle, der sogenannten "Hofkammer"
in Bückeburg
. Auch der 
benachbarte Messingberg bei Steinbergen befindet sich
in seinem Besitz! Diesen Berg ließ der reiche Bückeburger Schloßbesitzer durch
den furchtbaren Steinbruch schon zur Hälfte zerstören!

In 2006 kostet der Raummeter Brennholz von selbst zu fällenden jüngeren
Buchen 12 Euro (an der Südseite des Schweinebergs). Im März 2007
hatte sich der Preis auf 15 Euro erhöht!
  Im Juli 2009 kostete der Raummeter
sogar schon 20 Euro, welcher Preis auch noch im April 2011 bestand.
Aber im Januar 2012 wurden schon über 24 Euro je Raummeter für
selbstzufällende Bäume an der Pechrinne verlangt. 2013 rund 25 Euro,
im Februar/April 2014 kostet ein Raummeter Holz vorne an der Pechrinne
(untere Südseite der Hirschkuppe) je nach Standort und/oder Artenzusammen-
setzung 25 Euro bzw. 28 Euro bzw. sogar 29 Euro(natürlich muß man selbst
die Bäume fällen)! Also stetig steigende Preistendenz für Brennholz!
                                                                                                                                                                                                                                                                     
                                                                                                 2.-3. 8. 2006 
                                                                                                (ergänzt 2. August 2008,
                                                                                                 19.7.2012,
zuletzt ergänzt:
                                                                                                 24.3.13, 17.5.13 und 23.2.14
                                                                                                 22.4.14, 28.-30.9.14, 3.10.14
                                                                                                 5.2.15, 15.2. und 3.-6.9.2017)
                                                                                                
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