Steinbergen: Einige geschichtliche Angaben
(Quelle:
mündliche Überlieferungen = sog.
"Oral history" )
- Im
30-jährigen Krieg mußte Steinbergen
sehr leiden, denn es wurde häufig
geplündert, da es am Arensburger Paß liegt,
worüber die Heerstraße ins
Wesertal verlief.
- In der Nazizeit/im 2.
Weltkrieg war es wie überall in Deutschland,
es gab in Steinbergen:
- Nazis in
Uniform und ohne
- das blödsinnige "Heil Hitler" mit
schräg
hoch gestrecktem Arm,
als vorgeschriebener Gruß(als Ersatz für "Tach"), wenn man
eintrat oder jemandem begegnete(vor allem Parteibonzen)
- die Hitlerjugend mit
militärischen Geländespielen, Mutproben, Aufmärschen usw.
Es gab zwei Gruppen: 1. das
Jungvolk(=Kinder) und 2. die eigentliche
Hitlerjugend(=
Jugendliche). Mitzumachen war praktisch Pflicht, und zwar
beim Jungvolk ab 10 Jahren. In die eigentliche Hitlerjugend kam man dann
ab einem Alter von 14-15 Jahren. Es wurden von beiden braune Hemden,
schwarze kurze Hosen und Koppel usw. getragen, auch "Ehrendolche".
Da gab es Dienstgrade wie z.B. "Jungbannführer",
"Rottenführer" usw.
Und kleine
Ehrgeizlinge machten sich wichtig als
Hitlerjugend-Anführer
und -Befehleerteiler. Disziplin,
"Antreten in Reih und Glied" und Stramm-
stehen auf dem Steinberger Schulhof waren angesagt.
Bis 11 im Bett zu liegen, auf der Straße herumzulungern,
sich äußerlich gehen zu lassen, sich zu besaufen,
unhöflich zu sein,
die Klappe groß aufzureissen als Schüler, Passanten
in den Großstädten
anzupöbeln oder anzugreifen wie heute, das hätte da mal einer
wagen sollen!
Was sie mit dem gemacht hätten, das hätte sich aber gewaschen
gehabt.
Und das lächerliche heutige Pisa-Gemähre war damals total
überflüssig.
Natürlich kann man sich eine so starke Disziplinierung und den
Zwang
zum Mitmachen nicht
zurückwünschen, aber mehr
Höflichkeit, Rücksicht-
nahme und Anstand muß man auch heute von der Jugend fordern.
Die verweichlichten Menschen
der ab etwa 1960 Geborenen, die weder die
schwere gefahrvolle Kriegszeit und Vertreibung mitgemacht haben noch
die
elenden ersten Nachkriegsjahre, die im Gegenteil in Saus und Braus
aufgewachsen
sind, aber heute das große Wort führen,
bei jedem Zehntelprozent
Erhöhung
des Sozialversicherungsbeitrags ein großes
Geschrei machen, und den Rentnern,
die unter Mühen und Entbehrungen erarbeitete Rente
mißgönnen, haben
null Ahnung und nicht die moralische Legitimation um zu urteilen.
Das Wohlleben dieser jungen Generation fußt auf den Entbehrungen
und
der Arbeit der Alten, daher muß man dem oberflächlichem
Anspruchsgehabe
dieser Jungen entschieden entgegentreten.
- ein
Hitlerbild
an der Wand gab es in jedem
Klassenraum
- Reden der fanatischen Nazi-Schreihälse Hitler
und
Goebbels
aus dem kleinen schwarzen "Volksempfänger":

Ein "Volksempfänger" aus der
Kriegszeit
- Heimliches streng verbotenes
Hören von "Radio
London"
-
Schulklassen, die im Wald des Fuchsorts
Wurzelstöcke
von Farnbüscheln
des "Wurmfarn"
sammeln
mußten(für die
Herstellung von Heilmitteln gegen Madenwürmer)
- Schüler bekamen vom Lehrer je eine Seidenraupe
ausgehän-
digt, die sie in einer Schachtel zuhause mit Maulbeerblättern
füttern mußten, bis sich die Raupe in einem Seidenkokonn
eingesponnen hatte. Danach wurde die Raupe durch ein
heißes Wasserbad getötet. Das Seidenfadengespinst sollte dann
angeblich für die Herstellung von "Fallschirmseide"
verwendet
werden(auf dem Steinberger Schulhof standen damals an der
Mauer zur Beekebreite hin einige Maulbeerbäume!).
- es war verbreitet, daß Schuljungen lange
Strümpfe trugen, die
mit Strapsen("Strumpfbänder") am "Leibchen"(einer
Art weißes
Unterjäckchen) befestigt waren. Für Jungen gab es auch Matrosen-
anzüge,
die entweder gelbweiß(sommerlich) mit blaugestreiftem
großen Kragen waren oder als dunkelblaue Matrosenanzüge mit
einem großen weißgestreiftem Kragen
- Sammlungen für
das Winterhilfswerk, einer sozialen Einrichtung
für die "Wohlfahrt", was heutzutage "Sozialhilfe" heißt.
- die Frauen
strickten, angeregt durch die Agitatoren des Regimes,
"Pulswärmer für
unsere Soldaten im Osten"
- Heinz Rühmann im Film "Quax,
der Bruchpilot"
im zum
Kino umfunktionierten Tanzsaal des Hotel
und Gasthaus
zur Linde ; dazu gab es die
"Ufa-Wochenschau"
mit markigen
deutschen Siegesmeldungen von der Front zu sehen
- Abholen der
einzigen Steinberger jüdischen
Familie,
Löwenstein,
1942 zur Vernichtung
- Furchtsames
Getuschel der Dorfleute darüber
- Einquartierung
von Angestellten der Focke
Wulf-Flugzeugwerke
in Bad Eilsen mit ihren
Familien in den Steinberger Hotels und
Pensionshäusern
- Ein KZ-Aussenlager
in einer Scheune der Arensburg
und viele
getötete Häftlinge(Polen, Ukrainer, Russen u.a.) im
Steinbruch "SSS"
am Messingberg(= heute sog. "Freizeit-
und
Erlebnispark Steinzeichen")
- brutale
Halunken und Menschenschinder, wie den Aufseher
aus dem Steinberger Steinbruch, der sich abends in der Kneipe
in Engern damit brüstete, daß er heute wieder einen der
Gefangenen
"kaltgemacht" habe
- Parteigenossen(NSDAP-Nazis)
in brauner oder schwarzer Uniform
- Gestapo-Leute(die
gefürchtete Geheime Staatspolizei, die einen auf
Nimmerwiedersehen abholen konnte, wenn man etwas gegen die Nazis
oder den Krieg sagte). Einer davon - in der kühlen
Jahreszeit trug
er immer
einen knöchellangen grünlichgrauen
Gestapomantel(Glattledermantel) -
wohnte an der Rintelner
Straße 10, Ecke
der Straße "Am
Kehlbrink",
schräg gegenüber dem
Sonnenstudio.

Ein Gestapomantel
Er stolzierte oft mit einem großen britischen Marine-Fernglas
auf
der Brust
herum. Dieses versteckte er vor Kriegende oben in einer Tanne des
kleinen
Wäldchens, das damals rechts vom Berghotel stand (wo jetzt das
Sonnen-
studio ist). Das Fernglas wurde in der britischen Besatzungszeit von
einem
kleinen Jungen entdeckt und heimlich
sichergestellt. Er holte es vom Baum
herab, und seine Mutter mußte es in einer
Einkaufstasche versteckt nach
Hause tragen, damit die Engländer nichts sahen(im Berghotel waren
viele
Soldaten und auch in verschiedenen Häusern im
oberen Teil Steinbergens):

Britisches Marine-Beuteglas(ca. 25 cm lang)
Im Haus daneben, Rintelner Straße 9 / Ecke der Straße "Am
Kehlbrink",
wohnte übrigens bis in die 1950-er Jahre der
Dorfpolizist.
- den Ortsbauernführer
Miede, in
schwarzer Uniform(Schaftstiefel,
Armbinde
usw.)
- befohlenes Kartoffelkäfersuchen
für alle, die auf
den Beinen waren.
Der Versammlungsort dafür war in dem breiten Wegdurchlass
zwischen
dem Steinberger Schlachtergeschäft und dem ehmaligen Löwensteinschen
Haus an der Bückeburger
Str.(der Weg wurde nach dem Kriege
geschlossen).
- die Aufforderung zu solchen Aktionen - und
überhaupt alle für
die Steinberger Einwohner wichtigen Mitteilungen wurden vom
Gemeindediener bekanntgemacht. Der lief durch alle
Straßen
und alle paar Hundert Meter bimmelte er ca. eine halbe Minute
mit einer großen durchdringenden Glocke. Alle Leute öffneten
dann die Fenster oder kamen auf die Straße um
zuzuhören, was
der Ausrufer zu verkünden hatte.
Der schrie dann laut "Bekanntmachung"
und las mit lauter Stimme
von seinem Blatt die Meldungen vor.
- Die Bürgermeister des Dorfes während der
Nazizeit und bis zum
Ende des Krieges waren Hermann
Schütte(Dorfpoet) und später
Lehrer Lorenz. Beide waren natürlich Parteigenossen der
NSDAP.
Nach dem Kriege mußte sich der Dorfschullehrer Lorenz dem soge-
nannten Entnazifizierungsverfahren der Westalliierten
unterziehen,
also einer gewissen Umerziehung vom
Nationalsozialismus.
Die britischen Besatzungstruppen setzten 1945 Albert Meier,
einen
kommunistischen Arbeiter als Bürgermeister ein.
Später, als es
Komunalwahlen gab, wurde Bäckermeister
Beckmann Bürgermeister
und im Verlauf der weiteren Jahre wurde dann mehrmals der Bauer
Prasuhn(CDU) zum Bürgermeister gewählt.
- Nach dem Kriege war Lorenz der Leiter des
Verkehrsbüros auf
dem Steinberger Bahnhof für die "Kurgäste", die ja eigentlich
besser
als Sommergäste zu bezeichnen waren, denn Kuren wurden in
Steinbergen nie verabreicht. Er vermittelte Zimmer für ankommende
Gäste, zog von den Pensionen und Hotels die Kurtaxe
für die Gäste
ein und war allgemein für den Fremdenverkehr zuständig.
- Lorenz war gleichzeitig einer der drei
Volksschullehrer des Dorfes.
Die beiden anderen Lehrer waren: Herr
Spier. Spier war ebenfalls
NSDAP-Mitglied, er wohnte an der jetzigen Straße "Am Kehlbrink"
im Oberdorf(zu seiner Zeit konnte man nicht von einer Straße
sprechen,
es war ein Weg, der "Grasweg"
genannt wurde).
Der dritte Lehrer war Herr Heine - ein
schmächtiges Männlein -
der selbst nach dem Kriege noch Schüler, die nach seiner Meinung
störend oder ungezogen waren, mit dem
Rohrstock auf den Po
prügelte. Dazu mußten sich die Schüler zu seiner
größeren
Bequemlichkeit vor ihm bücken. Um 1950 herum wurde der alt-
gewordene Lehrer Heine durch den jüngeren Lehrer Neuser
ersetzt.
- Luftschutz-Warnmeldungen
aus dem Radio, wenn Bomben-
flugzeuge der Briten oder Amerikaner im Anflug waren.
- Abzählreim der
Kinder, in dem sie die Luftschutzwarnungen
aus dem Radio nachmachten:
Achtung! Achtung!*
Ende, Ende!
Über Aachen ziehn Verbände.
Über Duisburg schießt die Flak,
Und du bist ab.
* Alle Luftschutzwarnmeldungen begannen
mit den Worten "Achtung, Achtung!"
- Überflüge von britischen u.
amerikanischen Bomberverbänden
- Abends Verdunkelung der Fenster
mit schwarzen
Papierrolleaus,
damit die Flieger nichts sehen sollten
- in der Dunkelheit fingerten dann die
Strahlen der Suchscheinwerfer
der
Flugabwehr, aus der Gegend näher auf
Hannover zu, hoch
über
dem Messingberg am Himmel herum, wenn Bomber im Anflug auf
Hannover waren
- von deutschen Jägern abgeschossene
Bomber, z.B. beim Neelhof
- Büschel von silbrigen Stanniolfäden
auf den
Feldern (Abwurf
aus
feindlichen Flugzeugen zwecks Verwirrung deutschen Radars)
- Lebensmittelmarken
wegen der
Rationierung der Konsumartikel:

Lebensmittelmarken aus der
Zeit des 2.Weltkriegs
- Bezugsscheine
für Schuhe und Textilien
- ekelhaftes
Maisbrot
- wenig
Fett und Fleisch
- Magermilch,
die in Milchkannen aus dem
kleinen Milchgeschäft
einer Frau Redeker in der Beekebreite Nr.
15(erstes Haus
von
unten rechts) geholt wurde; im backsteinroten Hinterhaus war
die
Schlachterei Ossenkopp.
- alle möglichen Ersatzstoffe(z.B.
merkwürdigen rötlichen "Zahnstein"
anstelle von Zahnpasta)
- verbotene heimliche sog. "Schwarzschlachtungen" von
Schweinen
durch die Bauern
- verbotenerweise wurde auch Schnaps gebrannt, aus
Zuckerrüben-
schnitzeln
- Tabak, Zigaretten waren sehr rar, also zogen die
Steinberger
zweimeterhohe Tabakpflanzen in ihren Gärten, manche hatten
dort umfangreiche Tabakpflanzungen
-
Bucheckernsuchen im
Herbst(dafür erhielt man
Speiseöl); das wurde
auch in den ersten ersten Nachkriegsjahren noch gemacht, auch das
Waldhimbeeren-Suchen
- die
Wälder waren leergesucht nach Brennholz bis auf den letzten
trockenen Ast, in den ersten Nachkriegsjahren wurden sogar die
"Stubben" gefallener Bäume genutzt, manchmal wurden sie sogar
mit Sprengstoff zu Brennholz zerkleinert
-
"Kohlenklau"-Plakate:
Kohlenklau-Plakat
gegen
Energieverschwendung
Da ist er wieder!
Der Text
auf dem Plakat lautet:
Sein Magen knurrt, sein Sack ist leer,
und gierig schnüffelt er umher.
An Ofen, Herd, an Hahn und Topf,
an Fenster, Tür und Schalterknopf
holt er mit List, was Ihr versaut.
Die Rüstung ist damit beklaut,
die auch Dein bißchen nötig hat,
das er jetzt sucht in Land und Stadt.
Fasst ihn!
In den Zeitungen steht mehr über ihn!
- LKWs mit
Holzvergaser(= ein großer
tonnenförmiger Holzofen an der
Seite) als Antrieb, da Benzin stark rationiert war.
- Kurz vor Kriegsende wurden die großen Silos am
Rintelner Hafen
an der Eisberger Straße von
der Bevölkerung geplündert. Dort sah
man Leute mit Handwagen, Pferdewagen und sogar mit einspännigen
Kuhwagen vorfahren. Die Holzkisten
mit Konserven wurden zum Teil
aus den Silofenstern auf den Hof geworfen. Die Fleischkoserven waren
bald weg. Dann gab es nur noch Kisten mit z.B. Kohl- und besonders
Selleriekonserven und viele Leute mußten enttäuscht
abziehen.
Berühmt
waren die Plünderungen
der Silos in Berenbusch am Mittellandkanal
nordwestlich von Bückeburg, die noch reicheren Inhalt hatten als
die
Silos in Rinteln
- Die alten Männer Steinbergens, die nicht zur
Wehrmacht eingezogen waren,
mußten unter Leitung des Steinberger Försters Reinhard,
Anfang 1945
am
Westhang der Hirschkuppe
viele Fichten
fällen
und diese zu über 2 m
langen Stücken zersägen. Daraus wurden drei
massive Panzersperren gebaut,
eine im Fuchsort an der
alten B 238
Richtung Rinteln, eine zweite im Arensburger
Paß an der B 83 Richtung Bückeburg( ca. 300 m von der
Autobahnbrücke in
Richtung
Steinbergen der B 83) und eine an der Straße nach Obernkirchen
und ins Auetal.
-
Auf dem Waldhügel
schräg gegenüber dem Gasthaus "Grafensteinerhöh"
(damals nur mit etwas über hüfthohen Buchensträuchern
bewachsen!) und
oberhalb, bergwärts der Panzersperre im Fuchsort, mußten
die alten Steinberger
Männer Schützenlöcher graben(bei genauem
Hinsehen ist dort noch das eine
oder andere Schützenloch im heutigen Hochwald
erkennbar!).
Diese wegen ihres fortgeschrittenen Alters(60 und
älter!) nicht zur Wehrmacht
eingezogenen Männer waren im sogenannten Volkssturm
zusammengefaßt.
Sie trugen keine Uniform sondern nur Armbinden!
Diese Volkssturmmänner,
hatte man mit Karabinern und Panzerfäusten
ausgerüstet und kommandierte
sie in die von ihnen ausgehobenen Schützenlöcher. Wenn die
amerikanischen
Truppen sich über die alte B 238 von Rinteln her näherten,
sollten sie also
die Ortseinfahrt nach Steinbergen verteidigen. Einige
Wehrmachtssoldaten waren
auch dabei. Später,
als die Amerikaner sich näherten, war aber keiner der
"Kämpfer" mehr
da. Auch an der Panzersperre auf der B 238 unten im Talgrund
des Fuchsort mußte nicht verteidigt werden. Auch dort gab es
Schützenlöcher!
Die weggeworfenen
Panzerfäuste zum Abschuß der Panzer lagen unbenutzt
im Wald herum und wurden später
von Dorfkindern neugierig untersucht.
Bei der
anderen Panzersperre, die im Arensburger Pass, wurden
mehrere amerikanische Panzer durch fanatische junge SS-Soldaten mit
Panzerfäusten abgeschossen. Dieser Paß durch das
Wesergebirge sollte
mit aller Macht verteidigt werden. Dort wurde noch gekämpft,
während
Bad Eilsen schon längst durch die Amerikaner besetzt war.
Am Hang
der Hirschkuppe gab es
schwere Kämpfe
und viele
tote deutsche
- 25 sind bekannt
- und eine unbekannte Zahl tote
amerikanische Soldaten.
Der amerikanische Ortskommandant ordnete an, daß die alten
Männer
aus dem Dorf die Leichen aus dem Wald der
Hirschkuppe abtransportierten!
- Artilleriebeschuß
und
Bombardements durch die Amerikaner am 9. und 10.
April 1945. Mehrere Häuser in
Steinbergen wurden durch Granatbeschuß zerstört
oder brannten ab. Es gab sieben tote Zivilisten. Einer
Bokeloh-Tochter: Astrid,
an der Rintelner
Str. 13
in Steinbergen wurde als Kleinkind ein Bein durch Granat-
splitter
abgeschossen, als der Vater es zum
Pipimachen hielt, draußen an der West-
seite des Hauses. Das arme Kind mußte später eine
Holzbein-Prothese tragen.
- Zerstört wurden folgende Gebäude: Das alte Gasthaus
und Hotel "Zur Linde" mit
dem großen angebauten Tanz- und Kinosaal(zur
Hamelner Straße hin gelegen!)
wurde total zerstört. Ebenfalls
total zerstört wurden der große Bauernhof Steinmeier
(südöstlich hinter dem Gasthaus "Zur Linde" gelegen) sowie das
alte Bauernhaus von
Ferdinand Gottschalk in der Bachstraße
4 sowie Miedes Haus in der Lindenstraße
neben dem damals noch nicht vorhandenen Kino
"Metropol". Stark zerstört wurde
Nonnenbergs Haus, das 3. Haus rechts von
unten in der Straße
"Beekebreite".
Frau Nonnenberg starb dabei, obwohl sie
sich wie die meisten Steinberger im Keller aufhielt.
Diese Zerstörungen durch die Amerikaner waren
blödsinnig und verfehlten
ihren Zweck, denn die hartnäckigen jungen Verteidiger saßen
nicht im Dorf
sondern am Arensburger Paß. Aber die
US-Kanoniere dachten wohl, man
immer feste druff in die Gegend, egal wen es trifft, sind ja alles
deutsche Feinde!
So trafen die Zerstörungen nur die Steinberger
Zivilbevölkerung!
An dem schönen Tag, als "Die Linde"
abbrannte, war die Luft selbst im Bereich der
Pensionshäuser im Oberdorf(heute die
Straßen "Sonnenbrink", "An der Hirschkuppe",
"Am Kehlbrink" umfassend) erfüllt von herniederschwebenden
verbrannten Papierfetzen;
offenbar hatten in "Der Linde" Unmengen von Akten gelagert.
Das Möllersche Ackerland(Bauer Möller an der heutigen
Straße "Lindenbreite"
links, gegenüber dem Bauernhof von Bartlings), heute bebaut durch
die Häuserreihen
in der Straße "Sonnenbrink", war eines
Vormittags in diesen Tagen übersät mit lauter
kleinen ca. 50 cm-Trichtern, die wahrscheinlich von der
Bordmunition von amerikanischen
Jagdflugzeugen herrührten.
- Um einen Eindruck von der Zerstörungskraft der
amerikanischen Granaten zu geben,
folgt hier ein Bild, in dem mit weisser Farbe ein Granattrichter
eingezeichnet ist,
den man damals an der heutigen Straße
"An der Hirschkuppe" besichtigen konnte,
von der B 238 kommend auf der rechten Seite unten
zwischen den damals noch
nicht vorhanden zwei Wohnhäusern(das
damalige Ackerland gehörte dem Steinberger
Zimmermeister Herr Holstein):

Der eingezeichnete Granattrichter hatte einen Durchmesser von 5
- 6 m und war ca. 3 m tief!
- es gab viel
Angst damals
- in manchen
Dörfern, wie z.B. in Welsede, wurden von den amerikanischen
Soldaten Frauen vergewaltigt.
Dasselbe geschah auch später noch durch
britische Soldaten und befreite
Fremdarbeiter z.B. in
Mittelbrink, Pollhagen ...
Diese Angaben stammen aus sicherer Quelle, z.T. von unmittelbar
Betroffenen.
Aus
Steinbergen ist dem Verfasser kein Fall bekannt; es kann aber
sein, daß es
auch
hier vorgekommen ist, denn die betreffenden Frauen verheimlichten meist
diese
Vorfälle.
Aus zuverlässiger Quelle
hat der Verfasser mündlich erfahren, daß in Ahlshausen,
einem Dorf in der Nähe von Einbeck in Südniedersachsen im
Sommer 1945
viele Vergewaltigungen durch
britische Besatzungssoldaten
vorgekommen sind.
Einen besonders brutalen
vielfachen britischen Vergewaltiger töteten einige
Männer aus dem betreffenden Dorf
heimlich, als er wieder auf Jagd auf junge
Frauen ging, und liessen seine Leiche auf Nimmerwiedersehen
verschwinden;
die britische Besatzungsmacht konnte das Verschwinden des Soldaten nie
aufklären.
Bei Entdeckung waren die Männer bereit,
sich zu erschiessen, denn versteckte
Waffen hatten sie noch.
Von einem Vergewaltigungsversuch
im Schaumburger Wald 1945 (klicken!)
durch einen britischen Offizier wurde mir von einer
heute 86-jährigen Frau aus
Pollhagen berichtet. Wahrscheinlich sind
auch in Steinbergen und in anderen Dörfern
im Rintelner Raum Vergewaltigungen durch
amerikanische und britische Soldaten
vorgekommen. Die betroffenen jungen Mädchen und Frauen sprachen
aus Scham
nicht darüber!
- Der Gasthof zur Linde
und Steinmeiers Bauerhof,
brannten wegen
Treffer von Brandbomben
ab. Nonnenbergs Haus
in der Beekebreite,
Miedes Haus in der Lindenstraße(links neben dem Kino
"Metropol")
und Ferdinand
Gottschalks Bauernhaus in der
heutigen Steinberger Bachstr.,
wurden durch Volltreffer
zerstört. In der
"Linde"
verbrannten große
Mengen von dort gelagerten Akten, die in die Luft gewirbelt als
schwarzer
Niederschlag bis in die oberen Viertel von
Steinbergen verstreut wurden.
- Der Steinberger Kirchturm
erhielt einen Volltreffer, der den dort sitzenden
deutschen Gefechtsbeobachter
tötete.
- An einem hellen Apriltag, dem 11. 4. 1945,
sah man dann amerikanische
Soldaten
an der
heutigen Rintelner Straße in Steinbergen in
geduckter
Haltung mit der Maschinenpistole im Anschlag um die
Häuser schleichen.
- Schwere
Kämpfe im Arensburger Paß und auf der Hirschkuppe
(Mann-gegen-Mann-Kämpfe). Noch Jahre
später sah man auf der
Hirschkuppe Schützengräben und fand Stahlhelme, die ein
Einschußloch
hatten.
- Am 2.9.2008 teilte mir ein Bekannter, der während
seiner Schulzeit in Steinbergen
lebte, in einer E-Mail über seine Kriegserlebnisse
in Steinbergen im April 1945
folgendes mit:
"Wir wohnten damals (von 1945-54) im "Haus
Frohsinn" (Heinrich Heumann,
Nr. 55), nachdem wir wegen der Beschlagnahme von Krömers Hotel
durch
Einheiten des britischen (Royal Army Signals Corps) RASC-Kommando, die
1945 Steinbergen besetzten, unsere im Hotel seit 1943 (bei Gustav
Kleinschmidt sen.) angemieteten Hotelräume aufgeben mußten.
Mein Vater
war übrigens während des Kriegs mit den Focke-Wulf-Werken aus
Bremen
nach Bad Eilsen gekommen, und hatte uns nach Verlust ("ausgebombt")
unserer Wohnung in Bremen nach Steinbergen nachkommen lassen. Während
der Kämpfe am Arensburger-Pass April 1945 haben meine
Familie mit den
anderen Bewohnern aus Krömers Hotel und einigen Steinbergenern
mehrere
Tage im sog. Loren-Tunnel des Schaumburger
(Schmitt'schen) Steinbruchs
*
verbracht, bis fliegende
Artilleriebeobachter der Amis, die von
Bad
Eilsen entlang der B238 ** anrückten, uns entdeckten. Eine
amerikanische
Kampfgruppe stöberte uns anschließend auf und ließ uns
als Gefangene
nach Ahnsen (in ein provisorisches Hauptquartier) zu Verhören
abführen:
Fußmarsch unter Bewachung, Hände auf dem Kopf. Erst nach
einem Tag
durften wir zurück nach Steinbergen.
Aufgrund der Englischkenntnisse meines Vaters war er danach von 1946-54
in Bückeburg und Bad Eilsen, und von 1954-63 in Rheindahlen bei
Mönchen-Gladbach im Joint HQ der British Army
of the Rhine (BAOR) und
Royal Air Force Germany (RAFG) bis zu seinem Ruhestand
beschäftigt."
Anmerkungungen: * gemeint ist der Steinbruch im Messingberg,
der
Direktor der Steinbruchgesellschaft SSS("Schaumburger
Steinbrüche Steinbergen") hieß Schmidt
**es muß B83 heißen!
- Die "Amis"
vergewaltigten nicht nur (klicken!), sie
stahlen auch, was ihnen
wertvoll erschien(es waren eben nicht immer
nur deutsche und russische
Soldaten, die Schandtaten begingen!):
Meine Entgegnung auf die zuvor oben zitierte E-Mail:
"Daß ihr im Steinbruch-Tunnel gesessen habt und dann von den
Amerikanern
nach Ahnsen abgeführt wurdet, klingt abenteuerlich. Das war sicher
ein
ambivalentes Erlebnis für dich."
Daraufhin schrieb mein Informant am 4.9.2008 wieder
in einer E-Mail:
" Kann man wohl sagen, insbesondere, da die
Amis (manche mit 3-4 Armbanduhren
an jedem Arm und - bei
voller Kampfausrüstung und Bewaffnung - noch
mehreren
Cameras über Schulter und
Nacken) uns offenbar für
privilegierte Angehörige
kämpfender Nazis hielten,
die entsprechend zu behandeln waren. "
- Ab 1944 Einquartierung
von Ausgebombten und später, nach Kriegsende,
von
Flüchtlingen für lange Jahre nach dem Krieg in
Steinberger Häusern.
- Kinderspiele
mit Kriegsmaterial:
Nach den Kämpfen lagen noch mehrere Wochen im
Wald bei der Arensburg
gleich hinter Krömers Hotel Haufen von Granaten und andere
Munition herum.
Die Granaten wurden von Kindern geöffnet, um daraus ca. 30 cm
lange
Pulverstangen zu entnehmen. Das waren die begehrten
"Furzer". Man
zündete
sie an, legte sie auf die Erde, hielt kurz den Fuß auf das
glimmende Ende,
ließ los und sie furzten raketengleich unter
Zurücklassung eines interessanten
Geruchs durch die Luft davon. Ein kleiner Junge, ein gewisser Heinz D.
aus
dem Steinberger Oberdorf, machte den Fehler, eine Handvoll zerbrochener
Pulverstangen in eine
Flasche zu stecken, ein brennendes Streichholz dazu
zu tun und die Flasche zu verschliessen. Das bekam ihm schlecht, denn
die
Flasche explodierte in
seiner Nähe und Glassplitter flogen ihm ins Gesicht.
Er trug daher einige
"Schmisse" an Kinn und Backe davon. Die Augen waren
verschont. Er wurde später
Frisör("Putzer") und lebte nicht lange, der
arme Kerl. -
Hinter der großen grauen langgestreckten Wagenremise von Wolbrechts Hotel
an der
großen Steinberger Straßenkreuzung, wo auf der rechten
Seite der B 238
der Waldweg zur Hirschkuppe beginnt, stand lange Zeit ein großer
oben offener
gepanzerter
Mannschaftswagen der deutschen Wehrmacht, in dem die Kinder
spielten und schließlich auch
interessante Armaturenteile, rote Warnlämpchen
usw. abschraubten.
- Nach den Kämpfen beschlagnahmten die Amerikaner
viele Häuser in
Steinbergen und natürlich auch die Hotels zur
Einquartierung ihrer Truppen.
Die
hinausgeworfenen Deutschen mußten sehen, wo sie blieben. Nach
einigen
Wochen zogen die Amerikaner ab und englische Soldaten
übernahmen die Häuser.
Auch die
Steinberger Schule und Turnhalle wurden für Monate
beschlagnahmt.
Die Kinder wurden im sogenannten Konfirmandensaal, ein Anbau
des
Steinberger Pfarrhauses, unterrichtet und zwar alle
Jahrgänge zusammen in
dem einzigen Saal.
- Da überall leere Benzinkanister im Wald und an
Straßen herumlagen, bauten
sich die Dorfkinder Flösse aus
zusammengebunden Benzinkanistern und
schipperten mit denen auf dem Teich beim
großen Autobahnviadukt herum:

Teich unter der
Autobahnbrücke
17.4.2011
Während des Krieges und
einige Zeit danach lebten in Steinbergen, im Haus Barein
zwei kinderfreundliche junge Frauen
aus
Bremen, blond, schlank und attraktiv.
Sie waren in Bad Eilsen
bei den aus Bremen wegen des anglo-amerikanischen
Bombenkrieges ausgelagerten Flugzeugwerken Focke-Wulf beschäftigt.
Kurz
nach
dem großen Krieg - an einem hellen Hochsommertag, es
mag 1946 gewesen
sein -
stürzte sich eine von der beiden jungen Frauen vom hohen Autobahnviadukt
in den Tod. Es geschah vielleicht wegen einer unglücklichen
Liebesbeziehung.
Alle waren erschüttert und Dorfkinder
liefen noch Tage später voll Grauen zum
Unglücksort, um dort
nach Blut zu sehen.
Meine Berichtsperson, damals ein etwa 10-jähriger Schüler,
war an dem
schönen Sommertag zum
Baden in der gegenüber der Autobahnbrücke
befindlichen Steinberger
Badeanstalt(Freibad) und wurde Zeuge des Freitods:
Er teilte mir per Email am
4.9.2008 folgendes mit:
"Mein
alter Herr [damals ebenfalls bei Focke-Wulf beschäftigt]
wird sie [die beiden Frauen]
gekannt haben,
an den Freitod der einen von ihnen erinnere ich mich noch ziemlich
lebhaft,
weil ich ihn von
der Badeanstalt aus quasi miterlebte,
d.h. ich habe die Frau auf der
breiten
steinernen Brüstung hoch auf dem Autobahnviadukt stehen sehen,
mich sehr
gewundert,
Spielkameraden aufmerksam machen wollen,wonach
sie beim erneuten
Blick verschwunden war. Beim
Nachhauseweg durch den Arensburger Park kriegten
wir noch den Abtransport mit,
und die zerborstenen Erlensträucher waren den ganzen
Sommer lang grausliche
Erinnerung. Ich glaube mich auch zu erinnern, daß wenig
später
oben auf der Brüstung
ein Kreuz mit Datum in den
rötlichen Deckstein eingemeißelt wurde."
Das Autobahnviadukt lag nach
der kurz vor
Kriegsende erfolgten
Sprengung im Bereich
des Teiches noch in Trümmern
und oben
fuhren deshalb damals
keine Autos. Daher
war auch die Absprungstelle
oben auf der Brücke
für die unglückliche Frau leicht
zugänglich:

Todesstelle(rechts): Von der
Autobahnbrücke in
den Tod 17.4.2011
- Das Berghotel, das
1964 abgerissene große "Wolbrechts
Hotel" an der großen
Steinberger Straßenkreuzung von B 238 und B 83, Krömers Hotel ebendort,
die Villa des Volksschullehrers Spier(= das ehemalige "Haus Erholung"), das
repräsentative "Bremer Berghaus"
wurden auf Jahre hinaus zuerst von den
Amerikanern und dann von den Engländern beschlagnahmt.
- Nach dem Krieg wohnte in Steinbergen auch ein Mitglied eines berüchtigten
Hamburger sog. Reserve-Polizeibataillons, das
hier
bei seiner in Hamburg
ausgebombten Familie Unterschlupf gefunden hatte. Diese furchtbare
Polizei-
Einheit
hatte in Polen die massenhafte Erschießung von jüdischer
Bevölkerung
in den Dörfern vorgenommen(s. das Buch des Historikers
Christopher
R.
Browning:
Ganz normale Männer -
Das Reserve-Polizeibataillon 101 und die "Endlösung"
in Polen,
Verlag Rowohlt, Hamburg, 1993/97). Der schmächtige Mann,
ein gewisser Herr D., der
jetzt sicher schon jahrelang verstorben ist, machte
in Steinbergen einen ausnehmend
stillen und bescheidenen Eindruck.
Ein halbes Dutzend im Fuchsort verscharrte
Russen
Diese waren im Februar 1945 bei kaltem aber
schneefreiem Wetter aus Richtung
Rinteln kommend mit ihrer Wachmannschaft nach Osten, also
auch durch Stein-
bergen, unterwegs. Am Nachmittag machten sie, vielleicht 60
- 70 russische
Gefangene im Wald beim Fuchsort Halt und lagerten dort total
erschöpft und fast
verhungert gleich vorn an
der Straße
unter den hohen Fichten. Unter Bewachung
kam einer in das Steinberger
Wohnviertel bei der
Hirschkuppe, um ein paar Steck-
rüben als Nahrung zu erbetteln. Er bekam dann einen Kartoffelkorb
voll Steckrüben.
In der folgenden Nacht war
etwa ein halbes Dutzend der russischen Kriegs-
gefangenen vor
Erschöpfung oder Hungers gestorben. Sie wurden am Morgen
unter den Waldbäumen
verscharrt.

Unter diesen
Bäumen an der alten Straße B 238 im Fuchsort wurden
die
in der Nacht gestorbenen russischen Kriegsgefangenen
verscharrt! 31.1.08
Man kommt an dieser Stelle vorbei, wenn man den neuen Spazierweg
vom Steinberger Ortsausgangsschild zwischen der B 238 und den Rinne-
Häusern in Richtung der
Grafensteinerhöh geht(nach ca. 30 m im Wald links).
Ca. 1960 mußten die Leichen ausgegraben werden und kamen
wahrscheinlich
auf den "Russenfriedhof am Horn"
oberhalb von Rehren A.O.

Im Fuchsort:
heutiger
Blick von Lagerstatt und Todesort
der russischen Kriegsgefangenen in die Schlucht
31.1.08
Die Wachmannschaften waren schuldlos an diesem Elend der
armen russischen Männer, denen völkerrechtswidriges Unrecht
geschah. Schuld war die politische
Führung Deutschlands.
Soll man sagen "die Nazischweine"?
Und natürlich die
deutschen
Wähler, die auf
Rattenfänger wie Hitler und Konsorten
hereingefallen waren. Die Menschen fallen immer wieder auf
Politiker herein, die entweder gut reden können oder sympathisch
aussehen oder die von den Medien hochgejubelt werden
und die Menschen achten zu wenig
darauf, was die Politiker sagen
und vor allem, auf das, was sie tun.
Das ist auch der Grund dafür,
daß manche heutige Politiker/innen so beliebt sind bzw. waren.
Das Irrationale überwiegt/überwog
oft das
Rationale und das
Aufklärerische.
Das ist nicht nur bei uns Deutschen so, sondern auch in anderen
Ländern, man kann es z.B. gerade wieder in Frankreich beobachten,
wo die Franzosen einen Lebemann und irgendwie Schaumschläger
gewählt haben, von dem sie sich jetzt zunehmend abwenden.
Der Vorgänger unserer jetzigen Bundeskanzlerin ist ein
ähnlicher
Fall, der äußerlich eine gute Figur machte, aber nur die
Wirtschafts-
bosse gut bediente und kein Herz für die breite Masse, die kleinen
Leute,
hatte, von denen er selbst abstammte, dieser Blender und Opportunist,
auf den eine leichtgläubige Mehrheit von Wählern mehrmals
hereinviel.
Es ist natürlich zurückzuweisen, daß bestimmte
Ausländer immer noch
die heutigen Deutschen, die damals noch Kinder oder noch garnicht
geboren waren, für die Schandtaten der Nazis verantwortlich
machen.
Wir Heutigen haben
keine Schuld an dem, was geschah.
Aus hannoverschen Schulen wird z.B. berichtet, daß türkische
Kinder
Deutsche mit dem Wort "Nazi" beschimpfen(neben "Schweinefleisch-
fresser" und "Scheißdeutscher" ein beliebtes Schimpfwort). Fragt
man
sie, woher sie diese Schimpfwörter haben, so antworten sie z.B
"Von meinem Opa"(Türke). So sollte sich einmal ein Deutscher in der
Türkei benehmen! Dem erginge es dort aber sehr, sehr schlecht.
Wie steht es übrigens mit anderen
Völker und Kriegsschuld?
Hat z.B. das so
sehr geschundene Vietnam von den Amerikanern,
die das Land mit einem völkerrechtswidrigen Krieg überzogen,
irgendeine
Wiedergutmachung erhalten? Nein!
31.Januar 2008
(ergänzt 29.2.08, 22./25./28.3.08,
25.5.08, 16.8.09, 28/29.3.10,
17.4.11, 17.10.2011)
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