Steinbergen

 Eine unsaubere Lösung: Kein Tunnel sondern wieder einmal halbe Sache!

                     Ein Tunnel für die B 238 durch den Berg "Luhdener Klippen" zur A2 hin
                
wurde bisher verpaßt dank der Schlafmützigkeit bzw. des Desinteresses
                     der lokalen Politiker und der zuständigen Behörden(Hamelner Straßenbauamt,
                     Kreisverwaltung, Landrat, Bezirksregierung und Verkehrsministerium).

                 Heute will der Steinberger Orts-Bürgermeister die B 238 nach dicht
                 oberhalb des Dorfes verlegen lassen, also nicht mehr auf einem Tunnel
                 bestehen, der 25,6 Millionen Euro kosten würde. Damals hat er nicht
                 aufgepaßt, hat sich nicht für einen Tunnel eingesetzt, als die staatlichen
                 Mittel für die Finanzierung eines Tunnels noch üppig vorhanden waren.

                 Stattdessen ließ man das  -   in Zukunft dann also ziemlich nutzlos
                 überdimensioniert erscheinende breite Straßenstück  
von der Grafen-
                 steinerhöh bis zum Ortseingang Steinbergen bauen, mit seiner landschafts-
                 zerstörenden gewaltigen Schneise. Dann wäre also die alte halb zugeschüttete
                 B 238 wieder besser für den Ortsverkehr.

                 Heute will der Steinberger Bürgermeister und SPD-Landtagsabgeordnete
                 also wieder klein beigeben und in Flickschuster
-Art halbe Sache machen
                 lassen, indem er die unsaubere Lösung mittels einer offenen Trogstrecke
                 am Dorfrand unterstützt!

                 Auf einen 1. Fehler: damals die Umgehungsstraße in das Dorf Steinbergen
                 einmünden zu lassen, will man nun noch einen 2. Planungsfehler folgen lassen:
                 indem man ganz dicht am Ort wieder die Landschaft massiv zerstören und
                 Steinbergen weiterhin mit starken Emissionen(Verkehrslärm, Abgase)
                 belasten will .

                 Ohne einen Tunnel werden Autolärm und Abgase nämlich von oben auf
                 Steinbergen herabwehen. Die Berglandschaft um Steinbergen wird weiter
                 durch ein technokratisches Machwerk zerstört 
-  zusätzlich zu dem
                 monströsen Steinbruch auf der anderen Seite Steinbergens 
-   und der
                 Zugang zu den Bergwäldern wird auch westlich von Steinbergen erschwert.

                 In Österreich, der Schweiz und Italien würde ein so kurzer Tunnel ohne
                 große Diskussionen im Handumdrehen gebaut. Nur im reichen Deutschland
                 sind 25 Mill. angeblich nicht übrig
. Da wird das Geld lieber von seiner SPD
                 z. B. für Afghanistan freigiebig ausgegeben( 3 Mrd. Euro jährlich
*
).
                
Und leichtsinnigen unwürdigen Banken wirft der Staat einfach einmal
                 700 Milliarden Euro hinterher.

              Die Abgeordneten des Niedersächsischen Landtags haben
              im März 2010 sogar beschlossen, das denkmalgeschützte !!!
              vorhandene Landtagsgebäude in Hannover abreissen zu
              lassen
und durch einen neuen Glaspalast für 45 Millionen
              Euro zu ersetzen!
Auch der SPD-Landtagsabgeordnete
              aus Steinbergen hat sich für diese großzügige öffentliche
              Geldausgabe ausgesprochen!

                 Und dann wollen uns doppelzüngige Politiker erzählen,
              25 Millionen für einen Tunnel seien zu teuer.

              Für die Abgeordneten des nds. Landtags ist immer genug Geld da:
                 sie wollen sich in 2010 in zwei Schüben 405 Euro zusätzlich in die Taschen stecken.

                 Offenbar haben von uns in die Parlamente gewählte Abgeordnete
              das Gefühl, sie seien bessere Menschen, die hoch über uns stehen
              und auch völlig abgehobene Ansprüche stellen können!

                 Auch wenn es um Prestigeobjekte geht, wirft die öffentliche Hand das Geld
                 oft großzügig zum Fenster hinaus
z.B. will der Bund für den Wiederaufbau
                 des Berliner Schlosses viele Hundert Millionen Euro locker machen, und in
                 Hamburg ist man z. B. für die protzige Elbphilharmonie mit wenigstens
                 323 Mill. Euro aus staatlichen Mitteln bei der Hand).

                 Will man es ganz billig haben, könnte man ja auch die B 238 über die Ebene
                 zwischen Engern und Steinbergen("Unter dem Brinke") zur B 83 leiten.
                 Aber das will der Ortsbürgermeister natürlich nicht, daß der Verkehr dicht
                 bei ihm vorbeiführt.

                 Ein Tunnel ist die einzige vernünftige Lösung, die auch noch Bestand auf
                 Dauer haben wird für die Kinder und Kindeskinder
.
Wenn denn wirklich die
                 Politiker demnächst keine 25,6 Millionen Euro für einen Tunnel bereitstellen
                 wollen   -  mit der billigen Ausrede der knappen öffentlichen Kassen  -  dann
                 wartet man eben noch ein Jahrzehnt und baut dann den Tunnel.
                 Eine visionäre zukunftsweisende Politik, welche die Interessen  a l l e r  B ü r g e r
                 berücksichtigt, wäre hier wohl angebrachter.
Oder denken der Steinberger Bürger-
                 meister(
Kinder hat er ja nicht) und die sonstigen politischen Meinungsverwalter nur
                 kurzfristig und im Zeitraum bis zur nächsten Wahl? So ist es wohl! Denkt er vor allem
                 an einen kurzfristigen persönlichen Erfolg und und ist daher gegen eine Lösung,
                 die auch noch vor der Nachwelt Bestand hat? 
                 ____________________
                 * lt. Berechnung des "Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung" vom Mai 2010                        

                                                                                                                  12/16.2./29.6.10                


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