Zurück zur Übersichtsseite: Bitte hier klicken!

    
Links sind auf dieser Seite in Blau; zum Aufrufen mit der Maus darauf klicken! 

                                     Steinbergen am Wesergebirge
  das Dorf mit dem Käfig obendrauf, "halb Sprungschanze, halb Förderturm",
     wie es in einem Gutachten des Niedersächsischen Heimatbundes zu dem Machwerk heißt:


       
                                      Das Dorf mit dem "Förderturm-Käfig" obendrauf


Vom Niedergang eines Dorfes und ehemaligen Luftkurorts
.
Heute erscheint Steinbergen als ein heruntergekommenes Dorf.
                
Es gibt nicht einmal mehr einen ordentlichen Briefkasten!*
                         * Im Oktober 2014 hängt nach langer Zeit wieder einer und zwar
                                           an der kleinen Drogerie oben in der Bückeburger Str.(B 83)!
                                                  Leerungszeit 9 Uhr(außer sonntags)!
.

.
Der Supermarkt, ein Bäckerladen, die Apotheke, Schlachterei,
Arzt, Frisör haben aufgegeben. Es gibt nur noch einen sog. Kiosk
mit ein paar Zeitungen/Zeitschriften, Getränken usw., einen
kleinen drogerieähnlichen Laden, eine Bäckereiverkaufsstelle,
zwei eher armselige Kneipen, eine vernachlässigt erscheinende
Gärtnerei und zwei Altersheime.

Aber es gibt auch ein Kino und vier Zahnärzte, davon drei
in einer Gemeinschaftspraxis mit einem riesigen, künstlichen
weißen Backenzahn draußen, in einem Haus an der Hamelner
Straße(B 83) unter einem großen weißgekalkten Dach
mit Mobilfunkantennen darauf.
 
Zwei bemerkenswerte Gipfel der Geschmacklosigkeit!
Die wackeren drei Gemeinschafts-Zahnärzte/in wollen
mit ihrer übertriebenen Backenzahnwerbung an der
B 83 wohl Durchreisende aus Berlin als Kunden anlocken.

Ein Glanzpunkt des Dorfes ist auch ein schön großer kahlgeschorener
aber regelmäßig von Hunden vollgeschissener*  -  denn Steinberger
sind zwar tierlieb aber dreckfaul   -  Güterwagen-Abstellbahnhof
in der Dorfmitte
.                             *das hat sich seit Frühling 2014 gebessert!

.
                               Bitte klicken Sie an:

Inhalt:    Allgemeine Daten von Steinbergen

              Warum diese Seite über Steinbergen?

              Was hatte Steinbergen früher?
                             Die Kleinbahnlinie

                                   Die sechs Hotels:
                                           Wolbrechts Hotel mit Restaurationsgarten
                                           Krömers Hotel
                                           Berghotel
                                           Hotel/Pension Bergfrieden mit Hirschdrogerie
                                           Hotel zur Linde
                                           Hotel Schloß Arensburg

                                   Gasthof Kappe
                                   Gasthof Prinzenhof

                                   Sowie am Rande von Steinbergen: "Hotel Auetal" und
                                   den Gasthof "Grafensteinerhöh"

                                   Die 35 Pensionen

                                   Die zwei Cafés:  
Café Baumgart  und  Café  Beckmann
                                   
                                  
Die Charly-Bar

                                   Kleinbahnhof, Post, Bauernhöfe, Wirtschaftsbetriebe und Läden
                                  
                                   einen Dorfarzt

                                   Die Arensburg (Hotel/Restaurant)
                                   Den Park der Arensburg

                                   Die Badeanstalt                               

                 Einige alte Photos aus der Zeit als Luftkurort

                 Photoserie von 1982

                 Weitere alte Photos aus Steinbergen

              Warum ist Steinbergen heute den Bach hinuntergegangen?
                             Die schlimmen Verkehrsverhältnisse
                             Der zerstörte Messingberg mit seinem Mordloch                          
                             Der verrammelte Berg
                                    "Oulen Brandschen ör Appelboom"
                                    Die "Pionierplatte"
                             Der sog. Freizeitpark Steinzeichen im düsteren Mordloch
                             Der Berg-Eigentümer Alexander zu Schaumburg-Lippe
                             Der verödende Bergkamm
                             Das Aussichtsturm-Monstrum auf dem Messingberg

                                   "Halb Förderturm, halb Sprungschanze"
                                   Der Aussichtsturm gilt als Plagiat

                                   Die Unterstützer: Schaumb. Landschaft, Kirche, Buchholzer, Steinberger

                                   Auch Rintelner Politiker

                                   Ein "Jahrtausendblick"von der Rintelner Weserbrücke
                   

              Negative aber wohl unausweichliche Veränderungen Steinbergens 
                             Die verschwundene Gastronomie
                                   Die verschwundene Badeanstalt
                                   Verschlechterung von Arensburg und ihrem Park
                                   Die beseitigte Bruchsteinkirche
                                   Der verbaute Bahnhof
                                   Die verschwundene Post
                                   Verlust des bäuerlichen Dorfcharakters
                       

              Vermeidbare negative Veränderungen
                             Beseitigung der Villa des Dorfpoeten Hermann Schütte
                                   An der Hamelner Straße
                                   Die Mobilfunkantennen
                                   Der alte Güterschuppen
                                   Die beseitigten Bäume
                                   Die beseitigten Wegraine
                                   Die Abholzaktion der Linde
                                   Das von der Bückeburger "Hofkammer" beseitigte Naturdenkmal
                                   Alles vollgebaut
                                   Haus Sonneck
                                   Die Schandtat in der Beekebreite
                                   Berghotel und Bareinsches Haus
                                   Das ehemals jüdische Löwensteinsche Haus
                                          und die Vermeidung von Gedenktafeln für Naziverbrechen
                                   Das Bremer Berghaus
                                   Villa Schütte
                                   Der zugebaute Waldrandweg
                                   Nordmeiers Birnbaumspalier
                                   Haus Helga, Haus Waldwinkel, Haus Erholung
                                   Das Feuerwehrhaus
                                  
Der Verkehrsverein                   
                             Der verschwundene Verbindungsweg von/zu der Beekebreite  
                    
              Schlußfolgerung

              Positives in Steinbergen:
                             Die Lage
                                   Verkehrsgünstigkeit
                                   Weitere Berge (jedoch auf der Abschußliste!)

                                   Noch einige nicht zugebaute Flächen (Liegewiese usw.)
                                   Die Dorflinde
                                   Einige unverfälschte Häuser

                                   Das Kino "Metropol"
                                   Einige Läden, das Hallenbädchen usw.

                                   Restaurants bis Frühling 2013: "Schnitzel-Ranch",
                                   davor: "Celina", noch früher: "Theodor Körner",
                                   ganz früher: Restaurant "Korfu", seit Frühling 2013
                                   jetzt Zahnarztpraxis!

                                   und eine kleine  Pizzeria
  


Anhang:   Fotoserie 1982: Steinberger Geschäfte und Betriebe

                Fotoserie Häuser in Steinbergen
                
                Weitere Photos von Steinbergen

                Photos der Museumsbahn

                Fotos der Museumsbahn am Steinberger Bahnhof

                Fotos des Triebwagenzugs auf dem Bahnhof
                Steinbergen am 23. August 2009

                Die Dampfeisenbahn am 4. Oktober 2009
                auf dem Bahnhof Steinbergen

                Einige Geschichtliche Angaben                                             
 


      Steinbergen am Wesergebirge
-    das Dorf mit dem Käfig obendrauf, "halb Sprungschanze, halb Förderturm"    -

         
Steinbergen war früher einmal ein reizvoller kleiner "Luftkurort"
am Wesergebirge,
wovon aber leider kaum etwas übrig geblieben ist.

      Es gibt Leute in Steinbergen, die sich noch werweißwieviel einbilden auf
      das heutige Steinbergen und es großmundig als schönes Dorf hinstellen.
      Diese Menschen haben entweder keine Ahnung, wie schön Steinbergen
      vor 50 Jahren war, und können deshalb nicht mitreden!
      Oder sie wissen es wohl, wollen es aber nicht wahrhaben.
      Diesen Beschönigungstendenzen* für eine ganz offensichtliche
      schlechtere Gegenwart Steinbergens gegenüber früher
      und der Selbsttäuschung und Verdrängung der Wahrheit
      gilt es hier einmal entgegenzutreten.

      Ein anderer Grund für diese Seite ist, einige historische Fakten über
      Steinbergen zu sammeln.

*   
Der Steinberger Ortsbürgermeister hat im Sommer 2006 öffentlich geäußert,
       Steinbergen sei noch nie so schön gewesen wie jetzt. Damit kann er vielleicht
       einen Teilaspekt in der Dorfmitte meinen, aber im umfassenden Sinn auf das
       ganze Dorf bezogen ist das völliger Quatsch und Augenwischerei.

   

    
                 Steinbergen hatte früher:
       
         
                                                        Berghotel (Jan.1982)
                
         Für weitere Bilder des Berghotels, bitte hier klicken!
                     Bitte etwas Geduld, Ihr Browser lädt das Bild.
                            Gasthaus Kappe 1947, Foto eines Ölbildes von Kurt Rieger (Copyright)
                 
                     (Wie das Bild im Vordergrund zeigt, gab es damals anstatt eines Wohngebietes
                      dort noch Kleingärten)
 
          Zählt man noch das "Hotel Auetal" dazu, das es an der Steinbergen zugewandten Seite
        des Nachbardorfes Buchholz gab (heute zum Mietshaus umgebaut, auf der rechten Seite
        in Richtung "Süße Mutter", das Haus gleich nach der ehemaligen "Schlingmühle" an der Aue):


                   "Hotel und Pension Auetal" an der Straße  nach Buchholz    Ende der 1950-er

Und zählt man dazu den an der Straße nach Rinteln gelegenen Gasthof "Grafensteinerhöh",
so besaß  Steinbergen sogar bis ca. 1960 zehn Hotels und Gasthöfe.

        In den 1950-er Jahren waren die Übernachtungspreise niedrig:
                                                                                                    
                                                                                                      1957        
                     im:    Berghotel (11 Betten)                                 =     4,00 DM
                             Bothes Hotel "Bergfrieden" (32 Betten)        =     4,50 DM
                             Krömers Hotel (Lorenz) (45 Betten)            =     5,00 DM
                             Hotel zur Linde                                          =     4,50 DM  (VP 9,00 DM)
                            
Miedes Gasthof "Prinzenhof" (25 Betten)     =     3,50 DM
                             Grafensteinerhöh (30 Betten)                       =    4,00 DM                           
                             Hotel Auetal (16 Betten)                             =     4,50 DM

         Steinbergen war bei Sommergästen beliebt. In der Hochsaison war kaum noch
         ein Bett frei! 

               Steinbergen galt früher als "Luftkurort"
     
Die Bezeichnung rührte daher, daß die Meinung herrschte, gegen bestimmte Krankheiten
       würde eine Luftveränderung helfen.

      Auf einer Internetseite des Rintelner "Museum Eulenburg"
     und in einer seiner Broschüren wird der obere(=nordwestliche)
     Teil Steinbergens "Kurviertel" genannt. Das ist natürlich purer Quatsch,
     denn Kuren, wie z. B. im benachbarten Bad Eilsen, wurden in Steinbergen
     nie verabreicht. Bevor der Rintelner Museumsleiter seine Phantasieblüte
    "Kurviertel"
publizierte, war dieser pompöse Begriff für Steinbergen völlig
     ungebräuchlich, ja sogar unbekannt! Er wurde nur einmal von einem
     Ansichtskartenverlag verwendet, also auch von unaufgeklärten Leuten.

        
           Heute
:
  ist Steinbergen den Bach hinuntergegangen:

            
            
             -     ein Dorf durchpflügt von zwei Bundesstrassen (B 238 und B 83).
                 Man kann kaum die Strasse überqueren (ca. 20 Mill. Fahrzeuge/Jahr).
        

                     Ein Tunnel für die B 238 durch den Berg "Luhdener Klippen" zur A2 hin
                
wurde bisher verpaßt dank der Schlafmützigkeit bzw. des Desinteresses
                     der lokalen Politiker und der zuständigen Behörden (Hamelner Straßenbauamt,
                     Kreisverwaltung, Landrat, Bezirksregierung und Verkehrsministerium).

                     
                 Der Verkehrsknotenpunkt ist die große Kreuzung der B 83 mit der B 238
                 und der Landstraße nach Obernkirchen und ins Auetal:                
             
                
                            Die große Kreuzung B 83 und B 238 in Steinbergen     8.3.2008
  

                 In diese Kreuzung hineinragend (auf dem Photo bis hinter und auch nach
                 links von dem gelben Verkehrsschild!) gab es früher ein größeres
                 historisches Hotel: "Wolbrechts Hotel", das 1964 vom Hamelner Straßen-
                 bauamt dem Verkehr geopfert wurde.    
       
             -   Die alte B 238 durch den Wald westlich des Dorfes wurde beseitigt zugunsten einer
                 rabiat durch die Landschaft geschlagenen
großdimensionierten Umgehungstraße
                 Rintelns, die dazu geführt hat, daß neben den gerissenen Hinterwäldlern aus den
                 Landkreisen Lippe und Höxter, die Katholen aus Paderborn und Lippstadt
                 und sogar aus dem Hochsauerlandkreis auf ihrem Weg zur A2 nach Osten
                 durch Steinbergen rasen.

                 Hinzu kommen z. B. die wilden jungen Fahrer aus dem Lippischen, die aus ihren
                 einsamen Streusiedlungen im Bereich des Kalletals usw. kommend, nicht
                 schnell genug an belebteren Orten, wie Hannover usw., sein können,
                 und deshalb über die B 238 durch Möllenbeck, Hessendorf und Steinbergen
                 zur Autobahn rasen. Sie bilden eine besondere Gefahr:  Zuletzt in der 2. Dezember-
                 woche 2007 hat wieder einer von ihnen zwischen Möllenbeck und Hessendorf einen
                 PKW unfallträchtig in den Graben gedrängt;  und vor wenigen Jahren hat einer dieser
                 wilden Fahrer durch Überholen auf der Überholverbotsstrecke der B 238 um Rinteln
                 den Kleinlastwagen eines Rintelner Dachdeckerbetriebes in einen schweren Unfall
                 verwickelt, bei dem ein armer junger Dachdecker sterben mußte. In beiden Fällen
                 übrigens Unfallflucht, denn man kann ja über die Umgehungsstraße schnell wegrasen
                 zur Autobahn oder nach Hameln, Bückeburg/Minden, Obernkirchen bzw.  ins Auetal.
                 Die Unfallverursacher waren daher schnell weg und blieben unbekannt. Man sollte
                 die Kerle vor Möllenbeck abfangen und umleiten.

                 Natürlich rasen auch die Hamelner auf ihrem Weg nach Westen  hindurch und
                 sogar die Mindener, nehmen den Umweg über die B 238 durch Steinbergen,
                 wenn sie ins Lipperland nach Lemgo und Detmold wollen; man hat es ihnen
                 eben zu flüssig und bequem
gemacht, durch diesen verkehrsgeschädigten
                 Rintelner "Ortsteil" Steinbergen hindurchzurasen.

             -  Hamelner Str./Bückeburger Str. (B 83), die Hauptstraße, und Rintelner Str.
                 (B 238 ) sind also die beiden schlimmen Durchrasestraßen
zur Autobahn A2.
                 Noch bis ca. 1960 wirkten beide Straßen dörflich mit bäuerlichem Einschlag
                 (es befanden sich z.B. hölzerne Standvorrichtungen für Milchkannen an den Straßen,
                 an der Rintelner Str., B 238, waren es die für die Hofstellen Meier und Gottschalk
                 und an der Hamelner Str., B 83, die für die beiden Bauernhöfe Böhnen-Wessel
                 und Klingenbach-Wessel)

             -   Es gibt nur zwei Ampeln im Dorf auf den ganzen langen Strecken, nämlich nur
                 jeweils eine an der B 83 und der B 238. 

             -   Die Durchgangsstraßen abseits der beiden Ampeln zu überqueren, ist lebensgefährlich.
                 Und die Rintelner Polizei kümmert sich einen Dreck um die vielen Raser im Dorf.

                         
                
____________________________________________________________________________
                 
                 

              Der Steinberger Messingberg:           Brutale Zerstörung
                                                                an einem Ort brutaler Morde!

                                                                         Das paßt doch!

             -   der Messingberg, 270 m hoch, der Hauptberg Steinbergens, ist von der
                  Rückseite fast total halbiert durch ein riesiges scheußliches Steinbruchloch
                  und dazu ist der Berg Ende 2004 sogar noch grossenteils zusammengebrochen,
                  weil die Steinbruchfritzen ihren Hals nicht voll kriegen können und
                  munter den Berg immer weiter absprengen.

                 
                  Im westlichen Teil des Messingbergs ließ der frühere Steinbruchgeschäftsführer
                  einen sogenannten Freizeit- und Erlebnispark "Steinzeichen" anlegen,
                  im wahnhaften Bestreben, die Menschen von den zahlreichen Zerstörungen
                  der Weserberge durch die Steinbruchindustrie abzulenken.
                  Man möchte meinen, es sei sinnwidrig, in einem düsteren ehemaligen Mordloch
                  der Nazis einen Freizeitpark (Link zur Seite "Mord im Steinbruch"!) für das
                  Vergnügen der Heutigen einzurichten, aber mit der aus der Zerstörung der Berge
                  resultierenden Finanzmacht der Steinbruchfritzen kann man sich fast alles erlauben:
                  Zerstörung der Berge und teuere Public Relations- und Marketingmaßnahmen,
                  um den sog. Freizeit- und Erlebnispark "Steinzeichen" schön zu reden.

                  Der Eigentümer des Messingbergs, Alexander zu Schaumburg-Lippe, steht seit
                  Anbeginn der Sache gleichgültig gegenüber, genauso wie sein verstorbener Vater
                  und sein Nazi-Großvater Wolrad zu Schaumburg-Lippe. Bei ihnen zählte/zählt
                  nur "Money, money". Ihnen allen waren/sind nur die Tantiemen aus dem Abbau
                  des Messingbergs wichtig (weitere Einzelheiten zu diesen Herrschaften auf der
                  Messingberg-Seite!)


                  Im Sommer - bei Ostwind  - sah man übrigens weithin (besonders von der B 83
                  aus Richtung Rückeburg kommend), daß das Steinzeichengelände von großen
                  gelben Staubfahnen aus dem angrenzenden Steinbruchbetrieb durchzogen wurde.
                  Feinstaub ist bekanntlich Gesundheitsschädlich!

                                                             

            
             -  "Oulen Brandschen ör Appelboom" (s. Link) auf dem Gipfel ist schon lange weg
                  durch den Zahn der Zeit. Alle anderen Verluste und Zerstörungen besorgten die
                  den Hals nicht voll kriegenden Steinbruchfritzen. Das Schlimmste ist, niemand
                  kann den Berg mehr betreten!
  Denn er ist durch mannshohe Drahtzäune
                  verriegelt und verrammelt
. Ein herber Verlust für die Sonntagsspaziergänge
                  der Steinberger (s. den Anblick von Steinbergen und Wesertal, den man früher
                  von dort oben hatte!). (An der Südwestseite kann man höchstens noch zur sog.
                 "Pionierplatte" gelangen, von der aber nur ein Teil betreten werden kann.

                 
                  All das verdankt man auch den unachtsamen oder gleichgültigen Politikern im
                  Lkr. Schaumburg, dem Landrat, und natürlich den diversen Regierungen
                  in Hannover, die der Steinbruchlobby hörig sind. Und auch dem Schloßherren
                  Alexander zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg, Eigentümer des Messingbergs,
                  der den Berg an die Steinbruchfritzen verpachtet hat und aus dem Erlös jeder
                  Tonne Stein,
die abgesprengt wird, seinen Anteil erhält. Geäußert hat sich
                  der feine Herr nie dazu, geschweige denn, daß er der Bergzerstörung Halt geboten
                  hätte, was er als Grundeigentümer tun könnte. Nicht einmal nach dem im Dezember 2004
                  erfolgten teilweisen Zusammenbruch des Berges erfolgte eine Reaktion von dieser Seite,
                  woran man erkennen kann, was hiesige Landschaft und Bevölkerung dem Herrn zu
                  Schaumburg-Lippe wert sind: Sehr wenig! Leider hat man diese Sorte von Leuten
                  seinerzeit nicht enteignet, deren unterdrückerische und ausbeuterische Bauernschinder-
                  Vorfahren die Landschaft dem Volk widerrechtlich weggenommen haben.

Am 13. Juni 2009 berichtete die Lokalpresse, die Steinbruchgesellschaft wolle
die Zerstörung des Messingbergs einstellen, der politische und gesellschaftliche
Druck sei zu groß. Nur der sog. "Werkstattfelsen" nahe der Autobahn A2 solle
noch auf vier bis fünf weitere Jahre abgetragen werden, dann würde der Stein-
bruch stillgelegt. Der Grundeigentümer, Alexander zu Schaumburg-Lippe,
müsse noch zustimmen! Wer sich über diesen Herrn informieren will, kann auf
diesen Link klicken.


               
                 Dem Berg wird durch den Steinbruch immer mehr das Wasser abgegraben,
                 die Gipfelbäume vertrocknen schon und eines Tages wird der Messingberg
                 wahrscheinlich ganz verödet sein und verächtlich auf die Steinberger herabblicken,
                 die sich nicht wehrten gegen diese totale Verhunzung ihres Hausberges.                  
            
             -  den Messingberg = Steinbergens Hausberg verunziert noch dazu
              ein hässlicher Stahlturm,
der Aussichtsturm  -  lächerlicherweise vom Betreiber
                 auch noch als "Jahrtausendblick" deklariert  -  des sog. Freizeit- und Erlebnisparks
                
"Steinzeichen".

                 Dieses blödsinnige Aussichtsturm-Monstrum wurde im Gutachten des Niedersächsischen
                 Heimatbundes abgelehnt und als "halb Förderturm, halb Sprungschanze" bezeichnet,
                 was genau dem optischen Eindruck entspricht.

                 (Da gehe ich doch lieber auf die Luhdener Klippen zum Klippenturm , der steht höher
                 als das Messingberg-Monstrum, und man hat auf dem Klippenturm eine bessere Aussicht,
                 eine echte Rundumsicht, und die Besteigung ist noch dazu kostenlos! )     
        
                 Übrigens scheint das Messingberg-Monstrum kein Originalentwurf  zu sein -  wie man
                 blauäugig annahm  -  sondern ein Plagiat des angeblichen Star-Architekten aus Berlin,
                 Zamp K., nennen wir ihn einfach den großen Förderturm-Zampano aus Berlin.
                 Das Original entstand unter ganz anderen Gesichtspunkten in Marokko nach einem
                 Entwurf des Münchener Künstlers Hansjörg Voth  - wie aus zuverlässiger Quelle
                 berichtet wurde, und durch Anklicken hier zu besichtigen ist!
                
                 Und der Geschäftsführer Graf Adelmann von der "Schaumburger Landschaft"
                 im Verbund mit den Konsorten von der SSS (der Betreibergesellschaft Ende der 90-er)
                 nahmen damals für sich in Anspruch, sie seien diejenigen, die uns "Hinterwäldnern"                 
                 - wie sie sagten -  im Landkreis Schaumburg mit dem Ding endlich einmal moderne
                 künstlerische Kultur nahebringen würden. Mit einem abgeschmackten Plagiat,
                 was für ein Fehlgriff in die Wundertüte der "Schaumburger Landschaft" usw. !

                
                 Zu den Unterstützern der ersten Stunde für die Freizeitanlage im Steinbruch
                 gehörte auch ein Rintelner Kirchenmann der Lutherischen, der sich nicht entblödete,
                 hopp-hopp-hopp, fix auf den fahrenden Steinzeit-Zug mit aufzuspringen, um
                 eine Kirche auf dem Mordloch- und Bergzerstörungsgelände

                 des sog. Freizeit- und Erlebnisparks einzurichten. Wozu gerade dort Kirche,
                 muß man sich doch fragen, wir haben doch in Steinbergen und Rinteln Kirchen?
                 Wurde er etwa eingekauft vom Steinbruch? Wie dem auch sei, offenbar handelt
                 es sich bei dem Mann um einen, der wenig auf die Erhaltung der Heimatlandschaft
                 hier gibt und dessen Gehirn noch von dem inzwischen gefährlich gewordenen
                 Bibelgrundsatz "Macht euch die Erde untertan" vernebelt ist.

                 Die armen verblendeten Buchholzer (Gemeinderat) spendeten 30.000 DM
                 aus der Gemeindekasse, dachten wohl auch, mit dem sog. Freizeitpark würde
                 das goldenen Zeitalter über sie hereinbrechen.
               
                 Auch die meisten Steinberger waren völlig verblendet und begrüßten die Anlage.
                 Dachten ebenfalls, nun würde das goldenen Zeitalter über Steinbergen hereinbrechen,
                 worin sie gründlich enttäuscht wurden. 

                 Nun haben sie über ihren Köpfen auf ihrem verschandelten Berg noch
                 dazu ein häßliches Stahlgebilde.
               
                 Am besten, sie senken den Blick.

                 Im  Juni  2006  haben  sie  in  der  Dorfmitte  ein  altes  Backhaus  wiederaufgebaut,
                 als kleine kosmetische Korrektur. Eine Erinnerung daran, daß Steinbergen statt eines
                 urbanisierten 0815-Ortsteils und Anhängsels der Stadt Rinteln einmal auch ein
                 Bauerndorf war, stammt es doch von Steinmeiers Hof, dessen Fläche zugebaut wurde.
 
                 Dort  kann nun der willfährige Teil der Steinberger sich  um die entsprechenden
                 lokalen Matadore und Schönredner versammeln und darüber nachdenken, wie weit
                 es durch Verkehr und das Debakel mit dem Messingberg mit Steinbergen gekommen ist,
                 während der Berg über ihnen zusammenbricht.      

  
               ------------------------------------------------------------------------------------------------

                
                     Sowohl die meisten Rintelner Politiker als auch der Rintelner Bürgermeister befürworteten
                  damals (1996) den "Jahrtausendblick"-Schandturm und förderten das Unternehmen
                  sogar mit einer Geldspritze!
                
                 Und die Rintelner: Stehen sie auf der Weserbrücke, so sehen sie den oben schütter
                 gewordenen Messingberg,
entweiht durch ein die Ansicht der Weserbergkette
                 verschandelndes unübersehbares Gebilde, das  -  von der Weserbrücke aus betrachtet   - 
                 aussieht wie ein Zechen-Förderturm.
                 Mit einem photographischen Begriff, wäre es als störender Punkt zu bezeichnen,
                 der den Blick in unangenhmer Weise ablenkt von den harmonischen Schwüngen
                 der Gebirgskämme(solche störenden Punkte, z.B. Papierfetzen, Getränkepackungen usw.,
                 beseitigt der Fotograf vor einer Aufnahme).

                

                 ________________________________________________________________________


Die nachstehenden sind die größeren Veränderungen zum Schlechten
in Steinbergen, auf die man im allgemeinen wohl wenig Einfluß hatte:


             -   das malerische Wolbrechts Hotel ist weg (schuldig: die habituellen Radikalausrotter vom
                  Hamelner Straßenbauamt). Unterhalb war ein interessantes Quellenbecken ("Luseborn")
                  und das reizende backsteinerne Friseurhäuschen des alten Friseur Claussen, alles weg!

              -   Café und Bäckerei Baumgart (heute mit abgeschmackter Fassadengestaltung),
                  schräg gegenüber vom Bahnhof, ist seit langem aufgegeben,

              -   Beckmanns Bäckerei und Café weiter unten an der Hamelner Str. (B 83)
                  gibts natürlich auch schon lange nicht mehr, an seiner Stelle erhebt sich ein Kolossalbau,
                  der höchstens einer sterotypen großstädtischen Vorstadt Ehre machen würde.

             -   die früheren großen Hotels, alle längst aufgegeben, die früheren über 30 Fremdenheime,
                  Pensionen
, natürlich ebenfalls alle verschwunden

             -  die idyllische Badeanstalt (bis ca. 1960) hinter dem Arensburger Park gibts nicht mehr,
                 sie verschlampte zu  mittlerweile völlig verlotterten  Fischteichen

             -  Schloß Arensburg auf seinem Hügel inmitten des Steinberger Paß, früher Hotel,
                 wurde Bürobau eines Finanzierungs- und Anlagenmatadors, der sich in den Lokalzeitungen
                 immer gerne als kasachischer oder Was-weiß-ich-Konsul titulieren ließ.
                 Die Arensburg einschließlich des 14 ha großen unter Naturschutz stehenden Parks wird
                 über einen Immobilienhändler zum Verkauf angeboten, zum Kaufpreis von  3.930.000 Euro,
                 zzgl. 3,48 % Vermittlungsgebühr. Seit Mai 2010 ist die Arensburg im Besitz eines Österreichers
                 (ob als Pächter oder Eigentümer ist unbekannt), der mit reichlich spinnerten Schildern Leute
                 vom Eintritt in den Wald der Arensburg abschrecken will. Natürlich ist nach § 23 des Nds.
                 Waldgesetzes die Benutzung der Waldwege durch den Park für Fußgänger und Fahrradfahrer
                 gestattet! (Nur für den Burgberg kann der Zutritt verwehrt werden).

             -  der schöne Arensburger Park ist völlig verwahrlost:

                Klicken Sie bitte hier, um alte und neue Bilder aus dem
            Arensburger Park zu sehen!

                    
 
             -  die mittelalterliche frühere Bruchsteinkirche ließ schon 1890 der ehrgeizige umtriebige
                 fürstlich schaumburg-lippische Hofbaumeister Richard mit Placet seiner Hochwohlgeboren
                 abreissen (sie war nur reparaturbedürftig, wie die historischen Quellen beweisen!)
                 zugunsten einer hageren hohen Backsteinkirche, die düster und landschaftsfremd wirkt im
                 Verein der alten Dorfkirchen der Umgebung und wie ein spitziger langer Bleistift aussieht.
                 Die Herrschaften wollten offenbar den südlichsten Grenzpunkt ihres Duodezländchens
                 "Schaumburg-Lippe" gegenüber dem preussischen Wesertal mit einem imposant wirken
                 sollendem Bauwerk markieren

              -  der Kleinbahnhof ist verbaut, halb abgerissen das frühere Bahnhofsgebäude
                 und mit einem hier unangebrachten Wohnhäuschen bebaut; die ehemals
                 drei Kioske (Verkehrsbüro, Drogerie- und Photokiosk, Ernst Frickes Getränke-, Rauchwaren-,
                 und Süssigkeiten-Kiosk) wurden selbstverständlich schon vor vielen Jahren (in den 1960-ern)
                 abgerissen.


             -  eine Post gibt es auch nicht mehr sondern nur noch eine Agentur im Kaufmannsladen.
                 Zuletzt war die Post bis ca. zum Jahre 2000 im rechten Teil des Wohn- und Werkstatt-
                 gebäudes in der Beekebreite 3. Davor war sie bis ca. Ende der 1970-er im Souterrain
                 von Bothes "Hotel Bergfrieden" (heute ein Altersheim an der B 83/Bückeburger Str., gegen-
                 über der Sparkassenfiliale). Ursprünglich jedoch, bis ca. 1960, befand sie sich im Haus
                 Bergstraße Nr. 1, Eckhaus an der B 83/Hamelner Str., gegenüber dem abgerissenen
                 "Café Beckmann", wo es zu dem Teil des Dorfes hinaufging, der früher nur
                 "Auf der Siedlung" genannt wurde.                          

             -   es gibt nur noch einen funktionierenden Bauernhof, von ehemals neun größeren
                 Bauernhöfen
(in alphabetischer Reihenfolge: Bartling, Böhnen-Wessel, Holstein,
                 Klingenbach-Wessel, Miede auf dem Prinzenhof,  Möller, Prasuhn, Stein auf Nr. 1,
                 Steinmeier)  und ca. fünf kleineren Höfen, teilweise nur sog. "Kuhbauern" wie z.B. Meier,
                 Rintelner Str. 7, Gottschalk, Steinbergen Nr. 131 (Nebenerwerbsstelle), Rinne, Bachstr.,
                 Möller, Lindenbreite, usw. Alle diese bestanden in den 1950-ern noch. Damals konnte
                 man z.B. an der Rintelner Str. noch die hölzernen kleinen Bänke mit den Milchkannen
                 von Meier und Gottschalk am Straßenrand stehen sehen und an der Hamelner Str.
                 die von Klingenbach-Wessel und Böhnen-Wessel,

             -  an der Rintelner Straße (B 238) standen vom westlichen Ortseingang bis zur ehemaligen
                Villa Schütte auf beiden Seiten der Straße früher auch Apfelbäume, von denen nur noch
                einer vorhanden ist.

             -  Die alte Dorfschmiede des Herrn Meierkordt an der Bückeburger Straße war noch bis
                1964 vorhanden. Das Pferdebeschlagen dort hörte jedoch schon irgendwann nach 1950 auf.
                Danach nutzte der Autohändler Vocht die Anlage noch für einige Jahre als Kfz-Werkstatt.

             -  Es gab einen Stellmacherbetrieb, gegenüber von "Kaufmann Möller"
                an der Ecke Bückeburger Str./Lindenstr. Das war ein Handwerks-
                betrieb, der z. B landwirtschaftliche Fuhrwerke anfertigte.

             -  Es soll hier zwar das nicht als unbedingt erstrebenswert hingestellt werden, aber es zeigt
                doch, welch vielfältiges wirtschaftliches Leben Steinbergen bis in die ersten Nachkriegsjahre
                erfüllte: Es gab sieben Kaufmannsläden, nämlich:   

                                          -  Fischbeck, Bückeburger Str. (Lebensmittelgeschäft, der 1. Laden war
                                                                                       damals schräg gegenüber dem heutigen Laden
                                                                                       das Geschäft wurde zum 12. Oktober 2013
                                                                                       aufgegeben wegen Kundenmangel auf Grund
                                                                                       der großen Rintelner Supermärkte und Ketten-
                                                                                       läden Aldi und Lidl; Fischbecks Geschäft
                                                                                       bestand seit 1938!)

                                          -  Kaufmann Möller (großes Gemischtwarengeschäft u. Kohlenhandel,
                                                                        Hamelner Str./Ecke Lindenstr. Hinter den noch
                                                                        vorhandenen Schaufenstern wurde später ein Restaurant
                                                                        mit dem unpassenden Namen "Schnitzel-Ranch"
                                                                        betrieben, denn eine "Ranch" gab es in Steinbergen
                                                                        und überhaupt in ganz Deutschland nie, das kam
                                                                        erst, als die unterwürfigen gedankenlosen Deutschen
                                                                        meinten, sie müßten so wie die Amerikaner sein)

                                          -  Wieggrebe (Lebensmittelgeschäft, gegenüber dem Kino)

                                          -  der Konsum (Lebensmittelgeschäft, an der Hamelner Str, linke Seite
                                                                von oben, gegenüber dem früheren Bauernhof
                                                                von Klingenbach-Wessel)

                                     -  Frau Wiebrechts Lebensmittelgeschäft im Unterdorf  in der heutigen
                                             Marktstraße; das Haus gehört heute zu einer Autolackiererei. Ein
                                             altertümlicher Laden, kühl und düster und mit dem typischen
                                             "Kolonialwaren-"Ladengeruch. Es war gleichzeitig Butter-Verteil-
                                             stelle der Rehrener Molkerei und Verkaufsstelle für die schmack-
                                             haften Brote des Bäckers Zerbst aus Ahe.
                                            

                                          -  Bokeloh (Lebensmittelgeschäft, ursprünglich ein winziger Laden im
                                                          rechten Teil des Hauses Rintelner Str. 13. Zur Ladentür mußte
                                                          man eine kleine Treppe  -   flankiert von zwei Birken  -  hinauf.
                                                          Später wurde das Geschäft von der Tochter, Frau Schau,
                                                          übernommen und ein neuer Ladenraum links an das Haus angebaut
                                                          und noch später wurde das Geschäft in ein neues Ladengebäude
                                                          neben das "Berghotel" verlegt, heute ein Sonnenstudio) 

                                         -   das kleine Milchgeschäft der Frau Redeker unten in der Beekebreite Nr. 15;
                                             eine blöndliche in die Jahre gekommene Frau, leicht von hinter ihrer Brille
                                             schielend. Hinter dem Fenster und dem ungemüdlichen kühlen Raum links
                                             von der Eingangstür schenkte sie jahrelang aus großen Zinkkannen der
                                             Rehrener Molkerei redlich die Milch in die Kannen ihrer Kunden aus;
                                             nun leider lange tot.
                                             Das Hinterhaus aus roten Backsteinen, war das Schlachthaus des Schlachters
                                             Ossenkopp von der "Siedlung" (heute "Bergstraße" genannt), dessen Bruder
                                             später dann  -  weil er "Parteigenosse" der Nazis war  -   das große Löwensteinsche Haus
                                             mit angebauter Schlachterei an der Bückeburger Straße für " 'nen Appel und
                                             'nen Ei" erhielt, wie man so sagt, als die im Dorf beliebte jüdische Viehhändler-
                                             und Schlachtersfamilie Löwenstein im Dezember 1942 von der "Gestapo"
                                             (= Geheime Staatspolizei) abgeholt worden und von Bielefeld aus in voll-
                                             gepferchten Eisenbahnwaggons wie Vieh nach Osten(Lettland) in den Tod geschickt
                                             worden war.

                       


            -  an weiteren Läden gab es:    -   die Hirschdrogerie an der Bückeburger Straße
                                                            (heute befindet sich in dem Gebäude ein Altenheim)
                         
                                                         -   ein Schuhgeschäft (
mit Schusterwerkstatt, an der Bückeburger Str.)

                                                         -   zwei Bäckereien (Beckmann und Baumgart) mit angeschlossenen Cafés

                                                         -   einen Schlachterladen an der Bückeburger Str. 14, der bis 1942 der
                                                                                             jüdischen Familie Löwenstein gehörte.
                                                                                             Nachdem diese zur Ermordung nach Riga
                                                                                             abgeholt war, geriet der Laden in den Besitz
                                                                                             des Schlachters Ossenkopp. Die Ossenkopps
                                                                                             hatten vorher oben "auf der Siedlung" gewohnt,
                                                                                             der Straße, die nach dem Kriege "Bergstraße"
                                                                                             benannt wurde.
                                                                                             Es gab noch einen Bruder Ossenkopp,
                                                                                             einen freundlichen Mann,
                                                                                             der sich in der Kriegs- und Nachkriegszeit
                                                                                             als Hauschlachter im Dorf betätigte, was bis
                                                                                             zu seiner Übernahme des Besitzes der jüdischen
                                                                                             Schlachterfamilie Löwenstein auch der andere
                                                                                             Ossenkopp getan hatte.                                                                                         

                                                                                             Dieser hatte vorher eine bescheidene Schlachterei
                                                                                             im Hinterhaus des Hauses Beeekebreite Nr. 15
                                                                                             betrieben und den Schlachterladen im Vorderhaus.
                                                                                            
                                                                                             Später befand sich dort das kleine Milchgeschäft
                                                                                             der Frau Redeker.
In dem kauften sich die Dorf-
                                                                                             bewohner in ihren damals gebräuchlichen 30 cm
                                                                                             großen Henkel-Milchkännchen die Milch und Butter.
                                                                                             Die kleine blöndliche Frau Redeker schöpfte dann
                                                                                             mit einem blanken Metall-1-Liter-Maß die Milch
                                                                                             aus den großen Milchkannen von der Molkerei!
                                                                                             Bei gutem Wetter wurde die Milch durch das
                                                                                             Ladenfenster verkauft.                                                                      

                                                         -   auf dem Bahnhofsgelände:  -  ein Kiosk für Fotoartikel, Schreibwaren,
                                                                                                         Zeitungen und Zeitschriften

                                                                                                     -   ein zweiter Kiosk für Getränke, Süßwaren,                                                                                                                                          Tabakwaren und Ansichtskarten, Frickes Kiosk
  
      -   Es waren auch vorhanden:   Die Heißmangel "Drinkuth" in der unteren Lindenstraße
                                                    und auf der sog. "Siedlung", wie die Häuser an der heutigen
                                                    Bergstraße bis in die 1950-er Jahre genannt wurden, ein
                                                    Kleinstbetrieb, dessen Besitzer eine Verschließmaschine
                                                    für Blechdosen betrieb für die Leute, die ein Schwein
                                                    geschlachtet hatten, was bei vielen Hausbesitzern üblich war.
                                                    An der heutigen Marktstraße gab es die Schneiderwerkstatt
                                                    Heumann. Eine Tischlerwerkstatt, Kölling, an der Hamelner
                                                    Straße sowie zwei Maurermeister und den Zimmereibetrieb,
                                                    "Zimmerplatz" des Herrn Holstein an der Rintelner Str.,
                                                    oberhalb des Bahnhofs, gab es auch im Dorf, außerdem den
                                                    Friseurbetrieb des alten Herrn Claussen in einem winzigen Häuschen
                                                    unterhalb von "Wolbrechts Hotel", an der Bückeburger Straße,
                                                    kurz unterhalb der großen Straßenkreuzung. Später bauten
                                                    Claussens einen neuen Laden auf derselben Straßenseite der
                                                    Bückeburger Str. weiter unten am Bahnhof.


       -  für die gesundheitlichen Versorgung:  -  der "Dentist" Rinne (seine Praxis befand sich ursprünglich
                                                                                                 im Haus zwischen Schule und "Hotel
                                                                                                 zur Linde" [= heute "Steinberger Hof],
                                                                                                 später in der Bückeburger Str. 11)


                                                                -  der Arzt Dr. Solbrig (seine Praxis befand sich im Haus Rintelner
                                                                                                 Str. 17, ein netter, gesprächiger Arzt, von dem
                                                                                                 keine totbringenden Falschdiagnosen bekannt
                                                                                                 sind. Zu Krankenbesuchen seiner Patienten
                                                                                                 fuhr er immer mit seinem kleinen 2-sitzigen
                                                                                                 Cabrio, einem hellem "Fiat Topolino"
                                                                                                 mit "amerikanisierter Front";
                                                                                                 Dr. Solbrig praktizierte in Steinbergen
                                                                                                 nach dem 2. Weltkrieg bis ca. Anfang der
                                                                                                 der 1960-er Jahre, dann verzog er nach
                                                                                                 Bad Eilsen)                                      

                                                                        

Aber es gab auch vermeidbare Sünden, die den dörflichen Charakter negativ
verändern haben!

                                                Vermeidbare Sünden:

                              Beseitigung der hübschen ehemaligen Villa eines Dorfpoeten (
Hermann Schütte)
                              durch die Sparkasse 1993 zugunsten eines sterilen platten Neubaus der
                              Sparkassenstelle. Vielleicht war das die Strafe dafür, daß er Nazi war.


                               Die betreffende Straßenseite der Bückeburger Str. ist mit ihren großen
                               gräulichen Miets- und Geschäftshausklötzen sowieso schon an Häßlichkeit
                               nicht zu überbieten. Diese sind, um dem Ganzen die Spitze zu geben, noch
                               dazu  teilweise verziert mit Mobilfunkantennen und religiösen Inschriften.
                              
Hier paart sich daher in heuchlerischer Weise religiöse Zurschaustellung mit
                               krassem Erwerbsstreben.                          

                               Die vielen Mobilfunkantennen in dieser Steinberger Hauptstraße
                               hätten besser auf den eh schon mit dem häßlichen Stahlkäfig-
                               Aussichtsturm verunzierten Messingberg gepaßt,
aber sie kamen
                               mitten in den Ort, weil  -  wie von alten Leuten über einige Hausbesitzer
                               zu hören war:  "Sei den Hals nich full kreigen künnt!".


                               Also werden die armen Steinberger
                          dreifach gesundheitsschädlich berieselt:

                                             1. durch die Auspuffgase und den Lärm der
                                                 20 Millionen jährlich durchfahrenden Autos

                                             2. durch den Feinstaub des Steinbruchs

                                             3. durch den Elektrosmog mehrerer Mobilfunkantennen

                               Ergebnis:  Steinbergen ist gesundheitsschädlich!   
                       

                           
                               Der architekturhistorisch interessante alte Güterschuppen des Bahnhofs
                               ist gnadenlos beseitigt worden :

                           bitte etwas Geduld, Ihr Browser lädt das Foto.
                                            Der alte Güterschuppen auf dem Steinberger Bahnhof  (Sept. 1982)

                                
                                     Alter Güterschuppen auf dem Steinberger Bahnhof  (Sept. 1982)


                               Beseitigung einer hübschen alten Baumreihe am Hallenbädchen
                               zugunsten von einigen zusätzlichen Parkplätzen in 2005. Da fielen
                               unverständlicherweise einige der letzten alten  Bäume Steinbergens
                               im
öffentlichen. Raum. Schande dafür auf die Köpfe derVerantwortlichen
                               aus lokaler Politik und Verwaltung:

                             Bitte warten
                        Inzwischen von der Gemeinde beseitigte Baumreihe am Steinberger Hallenbad 
                                                                                                                                                                          (Photo von Sept. 1982)


                             
Bei der Neugestaltung der Dorfmitte wurde der schmale Verbindungsweg
                              von der Beekebreite zur Hamelner Straße (B 83) und ins östliche Unterdorf

                             
(Bachstraße usw.) beseitigt, den es seit Ewigkeiten dort gab.
                              Diesen seit Alters bestehenden schmalen Weg hätte man an den Rand des
                              erweiterten Kindergartengeländes verlegen können. Aber nein, diverse
                              Ortsratsmitglieder wollten sich bei der jungen Elternschaft Steinbergens,
                              mit ihren übertriebenen Ansprüchen, anbiedern und waren geflissentlich
                             bereit, sich den Wünschen des Kindergartens nach Beseitigung des Weges
                              zu beugen.
                              Denn die älteren Erwachsenen sind ja nicht wichtig, denen kann man
                              ohne weiteres den alten Verbindungsweg wegnehmen. Ihnen sei der
                              Umweg über die Lindenbreite zuzumuten,
wurde von Seiten jüngerer
                              politischer Schnösel verkündet.                                              


                               Ständig erfolgen neue Pflasterungen. Es ist kaum noch einer der
                         früheren grasigen Wegraine vorhanden. Sie lieben das Natürliche
                         nicht, sondern das pedantisch Aufgeräumte und schaffen ein immer
                         mehr degeneriertes, d.h. urbanisiertes langweiliges 0815-Dorf.
                         Verpulvern auch wohl gerne bei jeder sich bietenden Gelegenheit
                         Steuergelder. Die lokalen Politiker unterliegen dabei einem Drang
                         nach ständigem Aktionismus und Gschaftlhuberei.
                                                             

                               Der Erwerber einer ehemaligen Tankstelle beim früheren Hotel zur Linde
                               ließ Mitte der 90-er die hochgewachsene alte gesunde Linde(hier klicken!)
                             
(der einstige Namensgeber des Hotels) im Gärtchen hinter seinem
                               Wohnschuppen (heute Zahnarztpraxis) abholzen, wobei ihm
                               dörfliche Feuerwehrmänner tatkräftig halfen,
                               ihm die Abholzaktion also erst ermöglichten.
                               Zu solchen barbarischen Akten sind die Menschen hier fähig!
                               Der brutale Umweltfrevler, dem die Bude damals gehörte, zog nicht
                               lange nach dieser Schandtat fort. Also zuerst pfui und dann hui!
                               Das Hotel nahm offenbar keinen Einfluß zur Verhinderung der
                               Baumfällung, es hieß allerdings auch vorher schon nicht mehr,
                               wie es die Achtung vor der Tradition geboten hätte "Hotel zur Linde"
                               sondern vordergründig altertümelnd "Steinberger Hof".                        


                               Bückeburger "Hofkammer-"Holzknechte beseitigten schon
                               in den 1960-er Jahren im nahen Waldgebiet "Fuchsort" einen mehrere
                               hundert Jahre alten riesigen gesunden Eßkastanienbaum, der in den
                               amtlichen topographischen Karten des Nds. Landesamts
                               als Naturdenkmal eingetragen war und die herbstliche Freude der
                               Dorfkinder war. Verantwortlich dafür war die "Hofkammer"
                              
in Bückeburg, die Waldbesitzerin, die rücksichtslos ökonomische
                              Verwertungsmöglichkeiten selten ausläßt. Die sog. Hofkammer ist
                              die Verwaltungstelle der Besitztümer des Alexander zu Schaumburg-Lippe.

           
                               Das Areal rechts und links der Straße "Am Berghang",
                               das vorher ein idyllisches landwirtschaftliches Gelände war, mit weiten
                               Ausblicken am Wald, und das der Gottschalk-Sippe gehörte, wurde
                               mit überwiegend spießigen Einfamilienhäusern vollgebaut.


                               Das ehemalige "Haus Sonneck" (früher Pension) an der Beekebreite . . .

                                
                                                               In der Bildmitte "Haus Sonneck" (Jan. 1982)

                              . . .   bekam durch einen geschäftlich umtriebigen geldgierigen Rintelner
                               Zahnarzt ein klotziges Mietshaus völlig unproportional in den Garten verpaßt.
                               Ein wunderschön blühender harmloser alter Fliederbaum am Eingang von
                               "Haus Sonneck" wurde gnadenlos beseitigt durch einen dazu offenbar
                               berechtigten Barbaren(der alte Böger drehte sich sicher im Grabe um).

 
                              An der Straße "Beekebreite" wurde an der Böschung südöstlich
                               des Bahnübergangs ein jedes Jahr im beginnenden Frühling
                               leuchtendweiß blühender und sonst keinen Menschen störender
                               schöngewachsener gesunder Schlehenbaum abgeschlagen, an der Seite
                               einer kläglichen Gärtnerei, die sich hinter einem wilden Hag langweiliger
                               Lebensbäume versteckt. Eine der wohl schlimmsten und unverständlichsten
                               Sünden im Dorf in den letzten Jahren, weil gänzlich ohne Sinn und Verstand.
                               Entweder das geschah durch einen örtlichen Kleinspießer und naturfernen Pedanten
                               oder  - da die Wegböschung öffentlicher Raum ist  - durch die
                              
Verantwortlichen des Rintelner sog. "Tiefbau- und Umweltamtes"
                              
oder jedenfalls mit deren Duldung.
                             

 
                              Das Berghotel an der B 83 ist aufgegeben, das Grundstück verlottert, die
                               schönen großen Kastanien davor sind natürlich schon vor Jahrzehnten
                               abgeschlagen worden. Später wurde in einem wulstigen Erdwall hinter
                               dem Hotel eine unterirdische Kegelbahn angelegt.
                               Bis ca. Ende 2004 gab es Zimmervermietung und ein Restaurant mit
                               - nach des Verfassers Erfahrung  - schlechtem Essen.
                               Es war bevorzugte Stätte der örtlichen SPD für Weihnachtsfeiern usw.
                               in der Anbauveranda. Wenigstens schön, daß im ehemaligen Saal des Hotels
                               noch immer eine Tanzschule ist und auf der rechten Seite neuerdings das Kioskgeschäft,
                               das zuvor nebenan im ehemaligen Spar-Laden der Frau Schau gewesen war.
                                          

                               Das verunzierte ehemalige Bareinsche Haus an der Rintelner Straße (B 238)!
                               Die neuen Besitzer haben gnadenlos die schöne historische Backsteinfassade
                               kotzgelb verputzen lassen.  Den schönen altertümlich dezenten lanzenartigen Eisenzaun
                               liessen sie abreissen, und stattdessen eine klobige schmutziggelbe Massivmauer errichten
                               So entstand ein charakterloser Palazzo Prozzi auf obendrein zugepflasterter Gartenfläche.

                              
                            
Das ehemalige Bareinsche Haus an der Rintelner Str. vor der Verhunzung (Photo Sept. 1982)

                                       
                               An der Rintelner Str. wurde ca. 1966 eine scheußlich große Peugeot-Autowerkstatt
                               von einem sich damals irrigerweise zu großen Unternehmungen berufen fühlenden
                               Kfz-Freak hingeklotzt, nun seit langem ein öde wirkendes Polstereibedarfslager.


                              
Fast jedes freie Stückchen im Dorf wurde mit vielfach langweiligen Wohnhäusern
                               zugebaut, um die kahle Rasenflächen herumöden bzw.die ewigen spießigen 0815-Koniferen.

 
                              Das ehemals Löwensteinsche Haus (bitte klicken!), heute Bückeburger Str. 14,
                              ursprünglich das Wohn- und Geschäftshaus der jüdischen Viehhändler- und
                              Schlachter-Familie Löwenstein,  . . .

                                  
                              
Das früher der jüdischen Familie Löwenstein gehörende Haus  28.8.07
                                                 


                               . . . hatte früher hübsches ausgemauertes Fachwerk, heute ist es leider kackbraun-
                               verblendet,  nur die schöne Tür und die Treppe sind noch in ursprünglicher Gestalt. 
                                    .
                               Die Familie Löwenstein, im Dorf einst beliebte Leute, wurde natürlich von
                               Nazihandlangern unter dem heimlichen Geflüster der Dorfleute abgeholt.
                               Ihr großes Eigentum wurde von den Nazis konfisziert und zum Spottpreis an
                               einen Parteigenossen verscherbelt,  der dann dort eine Schlachterei betrieb.
                               Diese Steinberger Schlachterfamilie mußte zwar nach dem Krieg "im Rahmen
                               der Wiedergutmachung nochmals eine Kaufsumme entrichten, dennoch haben
                               sie das Eigentum zum Spottpreis erworben.", wie der Rintelner Historiker
                               Kurt Klaus berichtet. Die insgesamt 3,7 ha jüdischen Wiesen- und Acker-
                               grundstücke in Steinbergen strich die Stadt Rinteln ein. 
                               In aufdringlicher Weise Frömmigkeit zur Schau stellende Inschriften findet man
                               an den benachbarten Hauswänden aber eine Gedenktafel für die Ermordung
                               dieser früheren Steinberger sucht man vergeblich in Steinbergen.

                               Denn mit Schandtaten ist man hier gerne stickum. Genauso sollte auch
                               verschwiegen werden, daß in Nebengebäuden von Schloß Arensburg sich
                               einst ein KZ-Außenlager befand. Von den bedauernswerten Naziopfern wurden
                               manche im düsteren Steinbruchloch am Messingberg (damals wurde der
                              
Steinbruch von der
"Schaumburger Steinbrüche Schmidt", kurz "SSS"
                               betrieben) zu Tode geschunden, von den Felsen gestürzt oder erschossen,
                               um unter den Abraumhalden des Steinbruchs zu verschwinden.                             

                               Eine Gedenktafel  wurde im westlichen Steinbruchteil = sog. Freizeit- und
                               Erlebnispark
Steinzeichen" erst nach jahrelangen Kämpfen widerwillig um
                               das Jahr 2000 herum angebracht.             
                                              

                                Das große ehemalige ("Sand-") Möllersche Pensionshaus "Bremer Berghaus",
                                das zwischenzeitlich als Altersheim gedient hatte, wurde Ende der 1980-er
                                - den Beobachtungen nach offenbar größtenteils in Schwarzarbeit  -
                                für Wohnungen baulich verändert. Der ehedem schöne große Garten
                                wurde 1987 von einem dörflichen Ehepaar aus Gewinnerzielungsgründen
                                mit einem engstehenden Mehrfamilienhausklotz verheert, wohl auch
                                aus ehekittender Motivation. Die Ehe hielt dann aber doch nicht:

                          
                    Das "Bremer Berghaus" vor der Verhunzung von Haus und Garten (Photo von Jan. 82)

                     Die schöne ehemalige "Villa Schütte" an der Rintelner Straße  . . .            

                           
                                                            "Villa Schütte" früher (Photo von Jan. 1982)

Für weitere Bilder der Villa Schütte hier klicken!

                  . . .  schräg gegenüber dem  Berghotel,  wurde vom jetzigen Eigentümer, einem
                  Geldanlagenverwalter, seines schönen Berggartens weitgehend beraubt und mit
                  einem wahrlich scheußlichen in den Hang geklatschen Parkplatz verunziert.

 
                               Der schöne Waldrandweg am Hang oberhalb der Straße "Am Kehlbrink"
                               
(letztere wurde ehedem einmal "Grasweg" genannt), zwischen dem früheren
                               "Haus Erholung" (einstmaliger Hauseigentümer war der Steinberger
                                Dorfschullehrer Spier) und der ehemaligen Pension "Villa Schütte", mit
                                seinen schönen weiten  Ausblicken über das Wesertal bis weit hinter Hameln
                                und zum Taubenberg wurde fast gänzlich zugebaut und erlaubt seitdem
                                nur noch eingeschränkte Fernblicke.
                                Verantwortlich dafür sind der Ortsrat und der Bürgermeister Steinbergens
                                in der Zeit der frühen 1960-er Jahre, die das damals gestatteten.


                                Das schöne zierende altertümliche Birnbaumspalier (hier bitte klicken!)
                                (das einst der selige Maurermeister Nordmeier gepflanzt hatte) am Haus
                                gegenüber von Gemeindebüro und  Dorfschule wurde in banausischer Manier
                                abgeholzt; unter den neueren Steinbergern gibt es eben welche ohne Sinn
                                für Natürlichkeit und Schönheit!


                                Das frühere Pensionshaus "Haus Helga", Straße "An der Hirschkuppe":
                                die immerhin historische auf die bessere Vergangenheit von Steinbergen
                                hinweisende Inschrift "Haus Helga" ließ die Hauserbin Helga Soundso
                                hell-pampig übertünchen, den schönen harmlosen großen Kirschbaum
                                aus ihrer Kinderzeit ließ sie zum Mißfallen von Mietern aus dem Hause
                                erbarmungslos abschlagen und öde sterile Rasenflächen ums Haus anlegen,
                               

                                genauso in derselben Strasse das ehemalige Pensionshaus "Haus Waldwinkel"
                                der harmlose schöne schlanke alte Birnbaum und die blühenden Fliederbüsche an
                                der südlichen Grundstücksecke gnadenlos abgeholzt, die alte Fassadeninschrift
                                "Haus Waldwinkel" natürlich steril übertüncht, eine unmäßig hochgesetzte plumpe
                                graue 3-fach-Garage ans Haus geklatscht. Und natürlich die üblichen glotzigen
                                Fensterhöhlen am Haus, wo früher die harmonischen unterteilten Fensterrahmen waren,

                                in derselben Straße "Unter der Hirschkuppe" wurde oben am Walde rechts das Eckhaus
                                zur Straße "Am Kehlbrink", das ehemalige Pensionshaus "Haus Erholung" des
                                Dorfschulmeisters Spier durch disharmonische seitliche Anbauten usw. beschädigt,
                                s. Abbildung von vor der baulichen Beschädigung.

                                am unteren Ende der Straße "Am Kehlbrink" wurden bei einer Garage die architektonisch
                                interessanten Garagentore im Stil der 1930-er Jahre beseitigt.
                                      

                                Das Feldgelände nördlich der Kirche, zwischen Bahndamm und Lindenstraße,
                                hat leider ein großdimensioniertes neues Feuerwehrhaus verpaßt gekriegt,
                                sodaß diese, eine der letzten freien Feldflächen im Dorf, auf bestem Wege ist,
                                weiterhin zugebaut zu werden.
 
 
                               Früher gab es den gemütlichen dicken  (Fremden-)Verkehrsdirektor Lorenz,
                               einen ehemaligen Dorfschullehrer und Parteigenossen in seinem kleinen
                               Bürokiosk auf dem Bahnhof. Heute gibt es nur noch einen inzwischen
                               ziemlich überflüssig gewordenen "Verkehrs und Verschönerungsverein Steinbergen e.V.",
                              
eigentlich eine lächerlich gewordene Institution für dieses heruntergekommene Dorf,
                               denn Fremdenverkehr gibt es seit Anfang der 1960-er Jahre nicht mehr und was
                               das Verschönern betrifft, gibt es dafür außer einigen Nebensächlichkeiten
                               (z. B. Weihnachtstannenbaumaufstellen) keine Ansatzpunkte mehr.
                               Nichteinmal mehr zum Heckeschneiden und Bänkeaufstellen reicht es bei diesem Verein,
                               man sehe sich z. B. den schönen Waldrandweg am sog. Weinberg an: früher mit
                               schönster Aussicht über Felder, ins Unterdorf und ins Wesertal und mit Bänken,
                              
heute zugewachsen und ohne Bänke!.
  
                           

   

Man kann Steinbergen kaum noch ein Dorf nennen, da es immer mehr
zu einer gesichtslosen Ortschaft der Stadt Rinteln und einem Verkehrsknotenpunkt
verkommen ist.


Fazit: Wenn Sie dieses verschandelte Dorf und ehemaligen Luftkurort
           Steinbergen, nicht besuchen, dann haben Sie nicht viel versäumt.


      Gibt es denn garnichts Gutes an Steinbergen?

                    
Doch: Die Pluspunkte für Steinbergen sind folgende :


                             
Steinbergen  liegt erhöht an einem Waldgebirge über der feuchteren/nebligeren 
                            Weser-Kiesseen-Landschaft. 

 
                             Steinbergen ist verkehrsgünstig gelegen, dicht bei der Autobahnanschlußstelle
                             "Bad Eilsen" der Autobahn A2,


                            Die beiden anderen Hausberge Steinbergens: die "Hirschkuppe" (250 m hoch, auf
                            alten Karten als "Arensberg" bezeichnet) sowie die "Luhdener Klippen" (300 m hoch)
                            mit dem Klippenturm von 1889, einem 20 m hohen bruchsteinernen Aussichtsturm,
                            nebst Gastwirtschaft, mit weiter Aussicht ins Weserbergland, Lipperland und in die
                            Norddeutsche Tiefebene, sind noch unversehrt.
                            Die Luhdener Klippen stehen jedoch auch auf der Abschußliste der Landesregierung
                            in Hannover im Verbund mit der gierigen Steinbruchindustrie.


                            In der Umgebung sind einige alte Badeorte: Bad Eilsen, Bad Nenndorf, Bad Oeynhausen
                            sowie mehrere Kleinstädte: Rinteln, Hesslich-Oldendorf, Bückeburg, Obernkirchen und
                            Stadthagen,
wo meist etwas für die Juckel- und Spaßgesellschaft geboten wird, während
                            andere Zeitgenossen im Landkreis Schaumburg dem Vernehmen nach sich schon Kalender
                            anlegen für die Termine, an denen sie die Städte einmal besuchen können, ohne in den
                            ortsüblichen Rummel zu geraten.


 
                            Die alte "Liegewiese" am Messingberg und die Ackerflächen am
                            "Weinberg/Dröhnensowie  am "Fuchsort" sind noch nicht zugebaut.

  
                            Steinbergen hat noch die schöne alte große Dorflinde
:

                                               
                                                                        Dorflinde                     28.11.2007                                     
                            


                           und es gibt noch einige wenige weitgehend unverfälschte Häuser in Steinbergen
                           (vielleicht zwei Dutzend!).

                           Vorbildlich in dieser Hinsicht sind das große Haus Meierkordt vor den Bahnschienen
                           mit schöner Backsteinfassade und dem dezenten altertümlichen Eisenspieß-Zaun, sowie
                           -  auf derselben Seite (Bergseite) der Hamelner Str.  -  weiter unten zwei kleinere Wohnhäuser,
                           Bückeburger Str. Nr. 9  und Bückeburger Str. Nr. 11.(bitte klicken!)


                                 
                                                            Haus Meierkordt (Sept. 1982)

                                
                                                       Haus Bückeburger Str. 9  (Sept. 1982)

                                
                                                                Haus Bückeburger Str. 11                  8.3.2008
                                (Über dem Doppelfenster, Mitte rechts, eine eingelassene Sandsteintafel
                                         mit den folgenden Daten:      Erbaut
                                                                                      von
                                                                                  W. Miede
                                                                                   No    74            )
  


                            
Im rechten Teil von Nr. 11, praktizierte in den Kriegs- und Nachkriegjahren
                             im Hochparterre der um die Steinberger Zahngesundheit verdiente "Dentist"
                             Adolf Rinne.
Hinter dem Doppelfenster rechts kann man noch sein
                             Behandlungszimmer ahnen, dort lassen jetzt nachts alte Geister heimlich
                             den surrenden Bohrer sausen, im Gedenken an die vielen Steinberger, die hier
                             früher dem Bohren und Zähneziehen ängstlich entgegenharrten!

                               
                                    Bückeburger Str. 11, an der vorderen Ecke war der Warteraum
                                       (Die Eingangstür wurde irgendwann in den 1950-ern zugemauert) 8.3.08 

                          

                                       Auch das ehemalige große Pensionshaus "Haus Waldfrieden" (heute Kinderheim)
                               ist teilweise in seiner früheren Art erhalten:

                               
                                                                                                                           8/2006

                                Für Einzelheiten auch über weitere Steinberger Häuser bitte hier klicken!
  


                                 Das  Kino "Metropol" (bitte klicken!) *

                                                      (ja, tatsächlich ein Kino! einzigartig in einem Dorf).
                                                      Es wäre zu wünschen, daß die Steinberger
                                                      möglichst oft in dieses Kino gehen, damit dieser
                                                      -  einer der wenigen noch verbliebenen Glanzpunkte
                                                      aus Steinbergens besseren Zeiten als Luftkurort  -
                                                      noch möglichst lange erhalten bleibt.
                                                      Man kann den Kinobesuch bequem mit einem
                                                      angenehmen abendlichen Spaziergang verbinden.

                                                                  *seit 1954   /   1989/90 umgebaut


                            Steinbergen hat ein Hallenbädchen, Grundschule mit Turnhalle,
                            Kindergarten, Kioskgeschäft, Backwarenverkaufsstelle, ein drogerieähnliches
                            Lädchen, Volksbankfiliale und Sparkassenfiliale.

                 


                             In der Lindenstr., an der Ecke zur B 83, hinter den früheren Schaufensterscheiben
                             des einstmaligen großen altmodischen Gemischtwarenladen "Kaufmann Möller",
                             der seinerzeit auch Steinberger Kohlenhändler war (mit zusätzlichem Lager auf dem
                             Bahnhofsgelände), hat 2005 wieder einmal ein neues Restaurant eröffnet, das
                             Restaurant "Körner"
, nachdem das früher im Hause befindliche Restaurant "Korfu"
                             aufgegeben hatte. Der Name soll entlegenerweise an den Dichter und preussischen
                             Befreiungskrieger Theodor Körner erinnern (der seine "schwarzen Jäger" besang:
                             "Was glänzt dort vom Walde im Sonnenschein? Hör's näher und näher brausen..."
                             usw.), der allerdings nichts mit den eher furchtsamen unkriegerischen Steinbergern
                             zu tun hat. Was dieser Restaurant-Name soll, bleibt daher rätselhaft. Vielleicht eine
                             Huldigung für den verheerenden preussischen Militarismus? - Wie zu erwarten,
                             gibt es das Restaurant im Dezember 2006 schon nicht mehr, eingezogen ist ein
                             "Ristorante und Pizzeria Celina("Internationale und Deutsche Küche plus
                             Balkanspezialitäten").
- Wenn das man gut geht an der Durchrase-Straße B83!
                             Wie es kommen mußte: Im November 2007 besteht das "Celina" schon nicht
                             mehr; es wird einziehen das "Restaurant Korfu" (griech. Küche), wie gehabt!
                             Schade um all die vergebliche Mühe und das verschleuderte Geld. Es ist schwierig,
                             an dieser unattraktiven Stelle in Steinbergen mit einem Restaurant Erfolg zu haben.
                             Im Sommer 2008 ist schon wieder ein neues Restaurant anstelle des "Korfu"
                             eröffnet, das den eigenartigen Namen "Schnitzel-Ranch" trägt. Mit diesem
                             scheint es ja nun endlich zu klappen, denn Ende 2011 existiert es immer noch!
                             Aber im Frühling 2013 hat sich auch dieses Restaurant ausgeschnitzelt!
                             In den Räumen werkeln nunmehr drei! Zahnärzte. Draußen machen große
                             ungehörige Kunstzähne plastisch auf die Zahnärztepraxis aufmerksam.                     

                            Außerdem  befindet sich in derselben Straße in der einstmaligen "Villa Sophie",
                            im ehemaligen Wieggrebeschen
Kolonialwarenladen, eine kleine Pizzeria.

============================================

                            
                                                                                                                                       3/2006
                                                                                                           (aktualisiert 4.12.2011/1.6.2012/
                                                                                                            17.5.2013, 11/2013, 15.1.2014,
                                                                                                            13.4.2014, 5.3. - 24.9.2015)
                                                                                                            

                            
Zurück zum Anfang und Inhaltsverzeichnis dieser Seite  (
klicken)

                          Zurück zur Übersichtsseite