Die beiden Arten des Springkrauts

             1. Das europäische Springkraut


Europäisches Springkraut                                                                 8.7.07


Das großblütige europäische Springkraut (Impatiens noli-me-tangere),
ein Balsaminengewächs, ist eine einjährige Pflanze mit goldgelben hängenden
Blüten. Größe: ca. 30 - 80 cm  Blütezeit: Juni - September

Der botanische Name bedeutet: Impatiens = ungeduldig  noli-me-tangere =
rühr mich nicht an. Die Planze wird deshalb auch manchmal "Rühr-mich-nicht-an"
genannt. Die länglichen grünen Samenkapseln "explodieren" nämlich bei Berührung,
auf Grund der enthaltenen Gewebespannung, sodaß die enthaltenen Samen
1 bis über 2 m weit fliegen.

Die Pflanze gedeiht  -  manchmal in größeren Beständen  -  in feuchten Laubwäldern,
vor allem in Buchenwälder, an Waldwegen und in Parks auf humösen Böden.

Leider wird diese hübsche Blütenpflanze zunehmend durch das kleinblütige
kaukasische Springkraut verdrängt!



                     2. Das kleinblütige kaukasische Springkraut
               eine wahre Pest unserer Wälder! 


Kleinblütiges kaukasisches Springkraut                                            8.7.07

Das kleinblütige Springkraut (Impatiens parviflora) ist ebenfalls ein
Balsaminengewächs. Parviflora bedeutet kleinblütig: Die Blüten sind klein
und blassgelb. Die Pflanze wird 20 bis 60 cm groß und blüht ebenfalls
von Juni bis September.

Sie ist eine typische Schattenpflanze der Laub- und Nadelwälder.
Der Schleudermechanismus der kleineren Samenkapseln ist nicht ganz
so ausgeprägt wie beim großblütigen europäischen Springkraut.
Neben Insektenbestäubung tritt bei der Pflanze auch Selbstbestäubung auf.

Die Pflanze liebt nährstoffreiche Böden und breitet sich deshalb auch vor allem
in siedlungsnahen durch Gartenabfälle verunkrauteten Laubwäldern aus
.

Diese Pflanze, die sich seit ca. 1960 rasant in deutschen Wäldern
verbreitet hat, stammt urprünglich aus dem asiatischen Raum.
Seit etwa 1837 verwilderte sie aus dem Botanischen Garten Berlin.
und breitete sich seitdem zunehmend in Mitteleuropa aus.

Diese Pflanze ist eine botanische Pest!  Sie verdrängt einheimische
Pflanzen, einfach alles: besonders das schönblühende Europäische
Springkraut
(s.o.), aber auch Gräser usw.

In Steinbergen am Wesergebirge hat sie im Sommer 2011 schon
den Waldrand unterhalb des Berges Hirschkuppe
(< klicken) erreicht,
ist sogar schon in Gärten am Waldrand eingedrungen! Die Pflanze
breitet sich immer mehr aus!

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                                                        F. Eix /  9.7.07 / 11.8.2011/25.6.2014