Der Schaumburger Wald

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Topographie

Gewässer

      Entwässerungsgräben

      Die Gehle

      Die Ils

      Der Wiesenbach

      Die Fuhlriehe

      Der Depenbachsteich
  
      Der große Wietersheimer Teich

      Zwei weitere Teiche im Wald

      Die acht Bombentrichter-Teiche

      Weitere kleinere Waldteiche


Waldwiesen und Schneisen

Straßen, Wege, Alleen

Geschichtliche Besonderheiten

          
Die Landwehr

          
Der sogenannte Zigeunerbrunnen

           Jagdschloß Baum

           Die Grabpyramide der gräflichen Familie

           Das Mausoleum der Gräfin Juliane von Schaumburg-Lippe

           Das Grab ihres heimlichen Geliebten, Oberforstmeister v. Kaas

           Das Julianenbad

           Georgs letzter Hirsch

           Der Gedenkstein für den Forstdirektor Kamlah

           Eine Mordstätte

           Weitere Untaten (Raubmorde, nächtliche Überfälle, Vergewaltigungen usw.)
           im/am Schaumburger Wald 1945 - 1946

           Eine Todesstelle

           Der Jägerstein

           Gedenkstein für den verunglückten Oberforstmeister  K. H. Meyer

           Die Grabstätte der Försterfamilie Schramm im Wald bei Landwehr

           Der Gedenkstein für den verunglückten Waldarbeiter
           Friedrich Wischhöfer bei Mittelbrink

           Weitere historische Stätte

           Wilhelm Busch und der Schaumburger Wald

           Das Schweinehirtenhaus im Bereich Wiedensahl

           Das Pollhäger ehemalige Schweinehirtenhaus         

           Der Kohlenweg

           Die ehemalige Kleinbahn durch den Schaumburger Wald

           Der ehemalige Bahnhof Wiedensahl dicht
           hinter dem Schaumburger Wald

       

Flora und Fauna /Wirtschaftlicher Nutzen des Waldes

           Der Mammutbaum(Sequoia)

           Die Tiere

           Der "Lehmbrink"

Förstereien des Schaumburger Waldes

Die Wildtierstation

Die "Standortschießanlage" der Bundeswehr

Besitzverhältnisse des Schaumburger Waldes





Topographie

Der Schaumburger Wald liegt im Flachland der großen Norddeutschen Tiefebene
auf 55 – 60 m Meereshöhe.

Der höchste Punkt im Wald ist der sog. Hagedorner Brink an der L 371
zwischen Pollhagen und Spießingshol.

Westlich des Schaumburger Waldes fließt in wenigen Kilometern Entfernung die
Weser. Nicht weit entfernt liegt im Westen auch das große Weserdorf Petershagen
und ganz dicht an der Westseite des Schaumburger Waldes befindet sich das
Wilhelm Busch-Dorf Wiedensahl.

Im Süden ist es nicht weit zur Kleinstadt Bückeburg. Im Nordosten ist das Dorf
Pollhagen am Mittellandkanal nahe und die Kreisstadt Stadthagen im Osten nicht fern.

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  Idyllische Wiesenlandschaft vorm Schaumburger Wald nahe Pollhagen
                                                                                            
15.4.07

Der Schaumburger Wald wird fast auf ganzer Länge vom südöstlich
gelegenen Mittellandkanal begleitet:

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     Der Mittellandkanal vorm Schaumburger Wald(bei Pollhagen)
15.4.07

Im Norden reicht der Schaumburger Wald fast bis an die
Rehburger Berge bei Wölpinghausen heran.

Die Länge des Schaumburger Waldes beträgt ca. 19,5 km,
seine Breite ist ein bis vier km.

Das nördliche Ende des Schaumburger Waldes ist bei der
ehemaligen Försterei Spießingshol
an der Straße nach
Münchehagen und der südlichste Punkt liegt bei Nordholz
und Berenbusch
(beide jenseits des Mittellandkanals).



Gewässer
.
Der Schaumburger Wald liegt in der Niederung und ist feucht. Daher wurden in
früherer Zeit viele Entwässerungsgräben angelegt, die den Wald kreuz und quer
durchziehen:

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               Entwässerungsgraben im SchaumburgerWald   
10.4. 07



Nicht weit von Hiddenserborn, das jenseits des Mittellandkanals liegt,
fließt die Gehle, die im Raum Kirchhorsten und Alt-Seggebruch entspringt,
durch den Schaumburger Wald:

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                        Die Gehle im Schaumburger Wald        9.6.08

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                            Die Gehle südlich der Landwehrallee          9.6.08     

Die Gehle hat einen langen Verlauf westlich des Schaumburger Waldes.
Im weiteren Verlauf nimmt sie u.a. die Ils auf und fließt bei Ivese/Heimsen
in die Weser.


Die Ils kommt aus dem Raum Spießingshol - Kreuzhorst - Münchehagen,
ist  - wie gesagt  -  ein Nebenbach der Gehle und mündet bei dem Dorf
Ilse (bei Bierde, westlich von Wiedensahl) in letztere:

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                            Die Ils im Schaumburger Wald                      15.4.2007

Auf dem Foto sieht man den Bahndamm und die alte Eisenbahnbrücke
der ehemaligen Kleinbahn Stadthagen - Leese/Stolzenau(1921-1965) im
Wald südwestl. v. Kreuzhorst und der Straße Münchehagen - Wiedensahl.
Die Eisenbahnbrücke über den Mittellandkanal bei Niederwöhren wurde
1945 gesprengt und nicht wieder aufgebaut, sodaß nach dem Kriege nur
noch der Verkehr zwischen Stadthagen und Niederwöhren möglich war.


Im Bereich zwischen Landwehr und dem Walddorf Mittelbrink bildet
sich der kleine "Wiesenbach" im Schaumburger Wald. Er fließt südlich
von Pollhagen durch die Wiesenlandschaft nach dem Dorf Nienbrügge
am Mittellandkanal. Vorher nimmt er zwischen Pollhagen und Nienbrügge
noch die kleine "Holpe" auf und vereinigt sich hinter Nienbrügge mit
der "Hülse" zur "Sachsenhäger Aue", die als "Westaue" bei Wunstorf
in der Leine endet.


Aus dem Gebiet der Tiefenbruchwiesen im Schaumburger Wald fließt
die Fuhlriehe in östlicher Richtung. Sie unterquert die L 371(die Straße
Pollhagen bzw. Lauenhagen nach Münchehagen/Loccum) am Ortsausgang
von Pollhagen und fließt dann am Waldrand neben dem dortigen breiten
Forstweg einige 100 m weiter nach Nordosten, bis sie sich durch die Wiesen
nach Süden wendet und in der Feldmark von Nienbrügge in die Reeke fließt
(die Reeke kommt aus dem Gebiet zwischen Mittelbrink und Poll
hagen,
also auch von nordwestlich des Mittelland
kanals
). Die Reeke vereinigt sich
vor Nienbrügge mit der Holpe(aus Nordsehl und Stadthagen kommend).
Östlich von Nienbrügge nimmt die Holpe noch die Hülse(aus Hülshagen/
Lauenhagen
kommend) auf und fließt dann in die Sachsenhäger Aue.


Im Schaumburger Wald gibt es rd. elf teilweise verlandende Teiche,
von denen der größte der Depenbachsteich ist, ein Waldsee, der
mitten im Walde liegt:

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                             Der Depenbachsteich von Osten                3.10.2007

Der längliche Depenbachsteich erstreckt sich in ost-westlicher Richtung
auf einer Länge von gut 600 m. Am seinem östlichem Ende(s. obiges Bild)
ist er nur ca. 25 m breit, nach Westen zu wird er breiter und erreicht
eine Breite von vielleicht 250 m. Danach beginnen ab etwa der Hälfte der
Seelänge Schilf- und Binsendickichte bis zum westlichen Ende des Waldsees.

Man kann diesen Waldsee in einer halben Stunde auf einem Erdwall umrunden.
Die Aussicht auf den See ist allerdings meist durch Gebüsch verstellt.

      Für weitere Photos vom Depenbachsteich bitte hier klicken!


Weitere Teiche im Schaumburger Wald:

Der Wietersheimer Teich

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            Der Wietersheimer Teich im Sommer   (Foto Björn Gräfer, Bückeburg)

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                              Der Wietersheimer Teich im Herbst           5.10.2007

Der Wietersheimer Teich liegt im westlichen Teil des Schaumburger Waldes.
Er ist kleiner als der Depenbachsteich.
In seinem unteren = westlichen Teil(s. obiges Photo ist er ca. 120 m breit und 250 m
lang, bei birnenförmiger Gestalt. Auf dem obigen Bild verengt er sich nach dem Wald-
Hintergrund zu. Dort ist er von seinem hinteren nach Osten zu immer stärker verlandeten
Teil durch einen mit Steinplatten belegten begehbaren Damm abgeteilt, der aber den
Wasserdurchfluß ermöglicht.

Für weitere Photos vom Wietersheimer Teich bitte hier klicken:
Sommerliche Impressionen


Ein kleiner Waldteich befindet sich im südwestlichen Teil des Schmb. Waldes:

    
                                          Kleiner Waldteich                               29.11.09

Ein recht stattlicher Teich befindet sich bei Cammer, im Bereich der Straße
"Zur Tonkuhle":

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             Bei Cammer: der aus einer Tonkuhle entstandene Teich  2.12.09


                  Eine kleine "Seenplatte" im Wald

Im südwestlichen Teil des Schaumburger Waldes gibt es weitere Teiche,
die in Bombentrichtern entstanden sind. Es sind dies acht kleine Teiche
mit bis zu ca. 12 m Durchmesser.

Sechs der Teiche liegen in einem Umkreis von nur etwa 100 m beieinander,
zwei weitere sind etwas weiter entfernt:

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                                 Der 1. der Bombentrichter-Teiche                               9.4.2010

Am 26. Oktober 1944 klinkte ein alliierter Bomber, der sein Ziel am Kanal
bei Minden offenbar nicht gefunden hatte, hier Bomben über dem Wald aus.

Dabei wurden zwei Frauen aus Dankersen getötet, die dort gerade beim
Aufsammeln von Bucheckern waren
. Sie waren mit ihren Fahrrädern
zu diesem Waldstück des Schaumburger Waldes gefahren,  wo damals
besonders dicke Buchen standen. 
 

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                   Der 2. Bombentrichter-Teich im Schaumburger Wald   

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                   Der
3. Bombentrichter-Teich im Schaumburger Wald 

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                   Der 4
. Bombentrichter-Teich im Schaumburger Wald

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                   Der
5. Bombentrichter-Teich im Schaumburger Wald 

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Der 6. Bombentrichter-Teich im Schaumburger Wald

Zwei weitere Bombentrichter-Teiche liegen weiter nördlich:

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Der 7. und 8. Bombentrichter-Teich im Schaumburger Wald            9.4.10

Alle abgebildeten Teiche sind typischerweise von einem Erdwall umgeben,
der aus dem durch die Bomben hochgeschleuderten Boden besteht.
Beim 8. Teich hat ein Fuchs seinen Bau in dem Erdwall angelegt.



    Nicht weit von Schloß Baum befindet sich ebenfalls ein Waldteich:

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                               Waldteich bei Schloß Baum                     
29.11.09

Ein weiterer kleiner Waldteich liegt im Bereich der Försterei Rusbend.
Er ist ca. 20 x 30 m groß und seicht, da schön verteilt junge Erlen in ihm
wachsen:

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                                     Waldteich bei Rusbend                         8.3.2011


 Im Forst Rusbend befindet sich noch ein weiterer Teich:

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                               2. Waldteich bei Rusbend                            8.3.2011
 
Ein noch kleinerer stark verlandeter binsenreicher Waldteich liegt im Waldstück
"Siek", südlich des sog. "Kohlenwegs".

Auch im Bereich der Försterei Borstlerbrink, gibt es einen Waldteich.
Er ist von einem bewachsenen Erdwall umgeben.
Dieser Teich ist ca. 40 m lang und ca. 10 bis 15 m breit:

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                  Waldteich im Bereich der Försterei Borstlerbrink      9.6.08


          Im Waldbezirk 134 liegt ein System von fünf kleinen miteinander
          verbundenen Teichen
hintereinander im Wald:

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                                  Fünf kleine Teiche in Reihe                  19.2.2008

         Auf dem Photo sieht man den ersten und größten Teich mit zwei
       Inselchen. Da sich ein kleiner Wall am ersten Teich befindet, kann
       man vermuten, daß diese Teiche in früherer Zeit einmal aus unbekannten
       Gründen angestaut wurden.      

 


      Waldwiesen und Schneisen


       Es gibt viele Waldwiesen im Schaumburger Wald.
      Die Wiesen im Walde wurden von der Forstverwaltung
      an Bauern verpachtet(seinerzeit kostete 1 ar = 100 qm
      1,00 DM Pacht im Jahr). Mittlerweile hat das Interesse an den
      Wiesen sehr abgenommen. Im nördlichen  -   d.h. staatlichen  -
      Teil des Schaumburger Waldes bei Pollhagen, gibt es z.B.
      immer noch im Wald an der sog. Tiefenbruchstraße die
      "Tiefenbruchwiesen". Ein Teil dieser Tiefenbruchwiesen
      wurde von den Pollhägern seinerzeit "Ziegenwiesen" genannt,
      weil Pollhäger dort Parzellen gepachtet hatten, auf denen
      sie ihre Ziegen("Hittchen") weiden liessen; oft mußten Kinder
      auf die Ziegen aufpassen. Manche Familien in Pollhagen
      besassen damals mehr als ein halbes Dutzend Ziegen, denen
      der Schaumburger Wald zunutze war. Das war in den armen
      Zeiten vor und nach den Weltkriegen des 20. Jahrhunderts

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        Die Tiefenbruchwiesen im Schaumburger Wald bei Pollhagen  19.2.08



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                                       Die "Ziegenwiesen" bei Pollhagen im Wald           
19.2.08




   
        Jenseits einer besonders feuchten Stelle im Wald westlich der Gallhöfer
       Allee nördlich der Försterei Natenhöhe liegen die sog. "Püttwiesen".
       Ein "Pütt" bedeutet im Pollhäger Platt eine Pfütze:


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                   Die "Püttwiesen" im Wald jenseits von Pollhagen            19.2.08

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                                       "Pütts" im Wald gegenüber den "Püttwiesen"            19.2.08


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                    Waldwiese im Schaumburger Wald bei Rusbend          10.4.07


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                      Eine große schöne Waldwiese dicht bei der Försterei Borstlerbrink    9. 6. 08

         Im Frühling kann man erkennen, daß es sich bei den Wiesen im Schaum-
     burger Wald teilweise um schöne Mähwiesen mit hervorragendem Gras-
     bewuchs handelt(e).

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            Die "Mühlenwegwiese" im Wald östlich von Pollhagen    24.7.08
                   ( an ihr führt der Waldweg nach Wölpinghausen zur dortigen Windmühle
              vorbei,
wohin die Pollhäger früher ihr Korn zum Mahlen brachten)

Beim Dorf  Mittelbrink, mitten im Wald, befanden sich die sog. "Brandenburger Wiesen",
weil die "Domäne Brandenburg"(gräflich Bückeburger Besitz!) bei Stadthagen, die
Wiesen bewirtschaftete. Diese Wiesen sind jetzt größtenteils aufgeforstet.

Westlich des Hagedorner Brinks, nahe dem östlichen Ende von Pollhagen,
gab es bis nach dem 2. Weltkriege auch noch die sog. "Brennerei-Wiesen",
die zur "Domäne Lauenhagen" gehörten(ebenfalls gräflich Bückeburger Besitz!).
Diese Domäne betrieb auch eine Schnapsbrennerei und produzierte den sog.
"Lauenhäger". Daher der Name "Brennerei-Wiesen"!

Die Wiesen wurde in einzelnen Parzellen an Pollhäger Leute verpachtet.


      Manche früheren Waldwiesen sind inzwischen aufgeforstet
     und das Verschwinden von Waldwiesen wird auch weitergehen.


    Stellenweise findet man auch breite Schneisen im Schaumburger Wald:

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                                  Breite Waldschneise                    10.4.07


Straßen, Wege und Alleen

Der Schaumburger Wald wird von fünf Straßen(Kreis- bzw. Landesstraßen)
durchschnitten:

K 1       von Röcke über Petzen und Nordholz zur K 3 im Schaumburger Wald

K 3       von  der  L 450  hinter Scheie über Warber/Meinsen durch den
            Schaumburger Wald nach Cammer

L 450    von Bückeburg über Scheie, Warber und Rusbend(Mittelandkanal) durch
            den Schaumburger Wald an Schloß Baum vorbei nach Quetzen und Lahde

L 372   von Stadthagen über Niederwöhren durch den Schaumburger Wald
            nach Wiedensahl

L 371    von der L 372  über Nordsehl und Pollhagen durch den Schaumburger Wald
             nach Spießingshol, von dort weiter nach Wölpinghausen oder nach Münche-
             hagen und Loccum

Bei Radfahrern ist der Wald sehr beliebt wegen seiner oft kilometerweit
geraden, breiten und schattigen Waldwege auf ebenem Terrain
:

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                             Weg östlich von Schloß Baum                  
10.4.07


Das gilt auch für die sogenannte Landwehrallee, die zwischen Rusbend
im Südosten und Landwehr (vor Mittelbrink) parallel zum Mittellandkanal
nahe dem östlichen Waldrand verläuft:

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                            Partie der Landwehrallee
    10.4.07
                                                      (Aufnahme von Süden)


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                            Partie der Gallhöfer Allee              5.8.07
                                  (Aufnahme von Süden)

Die Gallhöfer Allee verbindet Mittelbrink mit der Försterei Natenhöhe
und dem nördlichen Teil von Pollhagen.
Die Gallhöfer Allee führt an der Försterei Natenhöhe vorbei weiter durch
den Wald bis nach Spießingshol.

Die Gallhöfer Allee genauso wie die Landwehrallee bestand bis kurz nach
dem 1. Weltkrieg aus zwei parallelen
Fahrwegen. Auf einem davon durfte
nur der "Fürst zu Schaumburg-Lippe" fahren/reiten!
Damals durfte er
noch rechtmäßig! den Titel "
Fürst" führen, der nach 1919 abgeschafft
wurde! Der Herr im Bückeburger Schloß führt ihn also unrechtmäßig
und zu Reklamezwecken; sein richtiger Name lautet heute "Alexander
Prinz zu Schaumburg-Lippe
". Dieser Weg wurde damals "Fürstenweg"
genannt! Der "Fürst" fuhr in seiner Kutsche auf diesem Weg immer
von seinem Schloß in Bückeburg zu seinem Schloß in Hagenburg!

Es gab im Walde eine Eiche, die "Kiek-Eike" genannt wurde
(auf Hochdeutsch "Guckeiche"). Da kletterte man hinauf,
um zu sehen, ob der "Fürst" im Antraben war.


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         Kastanienallee zwischen Försterei Rusbend u. L 450
                                                                           3.10.07


Es gibt auch zwei touristisch aufbereitete Radwanderstrecken
durch den Schaumburger Wald. Thematische Hinweise befinden
sich an der Strecke, ein Routenplan plus eine Routenbeschreibung
sind in den Verkehrsbüros der Städte Bückeburg und Stadthagen
erhältlich.


1. Die Wilhelm Busch-Route und
2. Die "Fürstenroute", die den Schaumburger Wald fast auf ganzer Länge
    von Spießingshol im Norden bis Rusbend im Süden durchquert.

Touristische Einkehrmöglichkeiten sind vorhanden in Hiddenserborn
(am Mittellandkanal gelegen, der den Schaumburger Wald nach Osten hin
abgrenzt),  und in Mittelbrink(dem kleinen Dorf inmitten des Waldes) sowie
im dicht westlich am Wald gelegenen Wiedensahl.       

Geschichtliche Besonderheiten

Der Schaumburger Wald ist der westliche und erhaltene Teil des sogenannten
Dülwalds
aus grauer Vorzeit. Dieser war ein Grenzwald sächsischer Gaue
zwischen Minden und dem Steinhuder Meer.

Dicht am westlichen = Wiedensahler Waldrand verläuft im Wald eine
Landwehr aus grauer Vorzeit. Sie besteht aus einem Wall und einem
Graben davor:

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              Die den westlichen Waldrand begleitende Landwehr 
15.4.07


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         Partie der Landwehr, ca. 100 m westlich von Borstlerbrink   9.6.2008    


Die Landwehr ist eine Verteidigungsanlage gegen feindliche Einfälle. 
Die "Schaumburger Landwehr" im Schaumburger Wald läßt sich vom
nördlichen Ende des Schaumburger Waldes bei Spießingshol bis zum
südlichen Ende bei Nordholz im Wald verfolgen
. Sie verläuft meist am
westlichen Rand oder in der Nähe des westlichen Randes des Schaum-
burger Waldes.



                             Der sog. Zigeunerbrunnen

Wenn man von Pollhagen durch den Wald nach Spießingshol fährt,
befindet sich am Straßenrand ein alter primitiver Brunnen.
Frau Karoline Dettmer in Pollhagen, die als gebürtige Mittelbrinkerin
sozusagen mit dem Schaumburger Wald verwurzelt ist(sie ist eine Tochter
des
1946 im Wald erschossenen Friedrich Hitzemann (s. u.), weiß von ihrem
verstorbenen Pollhäger Mann, daß dieser Brunnen früher "Zigeunerbrunnen"
genannt wurde.
Wahrscheinlich lagerten also dort seinerzeit oft Zigeuner an
der Straße im Wald, um auf ihren Landfahrten Rast zu machen und ihre
Pferde zu tränken.
Es besteht die Vermutung, daß es sich um einen Brunnen aus der Zeit des
Dreißigjährigen Kriegs handelt:

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                 Der Zigeunerbrunnen an der Straße nach Spießingshol    16.1.2008


Nördlich von Bückeburg, nicht weit von der Straße Petershagen – Bückeburg
durch den Wald, liegt (hervorgegangen aus einem herrschaftlichem Jagdhaus
seines Vaters) das Jagdschloss Baum, ein kleiner Sommersitz mit Gartenanlage
des Bückeburger Grafen Wilhelm und seiner Familie, das dieser in der Zeit
1759-1765 im spätbarocken Stil erbauen ließ :

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                                       Schloß Baum, Vorderseite                         
10.4.07

In diesem Schlößchen mußte - besonders sommers -   Johann Gottfried von Herder,
Hofprediger und oberster schaumburg-lippischer Kirchenbeamter, an Sonntagen
aufkreuzen, um der gräflichen Familie zu predigen.  Da er sich mit dem sehr nüchtern
denkendem Grafen Wilhelm zu Schaumburg-Lippe(1724-77) nicht gut verstand,
waren diese Sonntagspredigten eine lästige Qual für den armen Herder(wie er
in einem Brief vom 22.8.1772 an seine Verlobte äußert:  "...jede neue Predigt (ist)
mir schon zum Teil ekel.") Umso besser verstand er sich mit Graf Wilhelms Frau,
der frommen blonden Gräfin Marie Barbara Eleonore, geb. Gräfin zu Lippe-
Biesterfeld, Kreis Detmold, (1744-1776), was für Graf Wilhelm wiederum ein
Anlaß zur Eifersucht war.
Die Gräfin Marie starb am am 16. Juni 1776, ihrem 32. Geburtstag, hier
im Schloß Baum, und zwar in dem rechten Zimmer oben im 1. Stock!

Für Bilder von Gräfin Marie und Graf Wilhelm, bitte hier klicken!

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                                 Barockanlage hinter Schloß Baum         10.4.07           


In einem pyramidenförmigen Mausoleum(von ihm selbst entworfen!)
südlich von Schloß Baum ruhen Graf Wilhelm, seine Frau und deren
kleine Tochter
in drei Särgen aus schwarzem Marmor:

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               Grabpyramide des Grafen Wilhelm und seiner Familie
                                                                                 
10.4.07

Unterhalb der Spitze der Grabpyramide befindet dich eine Steinplatte
mit zwei runden dunklen Metalltafeln
mit dem Wappen des Grafen
(links) und der Gräfin(rechts). Jeweils drumherum in der Steinplatte ihre
Lebensdaten und unten sind waagerecht die Lebensdaten ihres Töchterchens
eingemeißelt:

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                               Wappen und Lebensdaten der Grafenfamilie     29.11.09

  
       Über der mit einem Abwehrgitter von schwarzen Spießen umgebenen
       Tür zur Grabkammer der Pyramide befindet sich auf einer grauen
       ovalen Metallplatte die folgende Inschrift:

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                           Metallplatte über der Tür zur Grabkammer       29.11.09 

Die Inschrift lautet:                 HEILIGE HOFNUNG
                                     AUSFLUS GÖTTLICHER KRAFT
                            QUELLE DES BEGLÜCKENDEN GEDANKEN
                                                         DASS
                            VERBINDUNGEN WELCHE DEN ERKENNTNIS
                               FÄHIGEN   TEIL   UNSERER   WESEN   VEREI
                                NIGEN ALLEN UMBILDUNGEN DES WANDEL
                                       BAREN OHNGEACHTET UNZER
                                               STÖRBAR BESTEHEN
    
                                                                                  
W              
                                               ____________________

                                                                          1776  
                                                    

Das große W läßt erkennen, daß Graf Wilhelm selbst sich diese Inschrift
ausgedacht hat
.  -  Oben über der Inschrift ergreift eine Hand aus den
Wolken
die von unten entgegengestreckte Hand! 

                                           --------------------

Es gibt eine Skizze zum Mausoleum des Grafen Wilhelm zu Schaumburg-Lippe
und seiner Familie:

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                                             Copyright durch Herrn Alexander vom Hofe, Rechtsanwalt in Madrid

Vermutlich wurde obige Skizze("Mausolée im Durchschnitt zum Baum")
von Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe persönlich angefertigt. Die drei
skizzierten Särge entsprechen den drei Personen seiner Familie.

Das gerahmte Photo der Skizze stand immer auf dem Schreibtisch von
Heinrich Prinz zu Schaumburg-Lippe(verstorben 1952) im Bückeburger Schloß.
Dieser gute Prinz Heinrich zu Schaumburg-Lippe war einer der vier Prinzen-Brüder
zu Schaumburg-Lippe
(also auch der Großonkel des heutigen Alexander Prinz zu
Schaumburg-Lippe).

Der rechte Teil des Textes zu der Skizze ist auf der Metallplatte
über dem Eingang zur Grabpyramide(s.o.) verwendet
.
(Verzichtet wurde auf den linken Teil des Textes, der  lautet: "Ewig ist die Fortschreitung
der Vollkommenheit sich zu nähern, ob wohl am Grabe die Spuhr der Bahn vor dem Auge
verschwindet.")

Der Text zu der Skizze entspricht dem Gedankengut der Freimaurer.
Graf Wilhelm zu Schaumburg-Lippe war Freimaurer(desgleichen Heinrich
Prinz zu Schaumburg-Lippe, der das Photo mit der Skizze immer auf
seinem Schreibtisch stehen hatte).

                                     -------------------   

Um die Grabpyramide herum befinden sich die Reste einer ehemaligen
Gartenanlage
mit großen Rhododendronbüschen, sehr alten Eiben und
Lebensbäumen und wenigen mächtigen alten Laubbäumen:

           
    Ernste und einige sehr alte Bäume bei der  Grabpyramide
                                                                 29.11.2009                                                                 

   

Die Beisetzung der verstorbenen Gräfin Marie zu Schaumburg-Lippe
(s.o.) am 7. Sept. 1776 war eine der letzten Amtshandlungen Herders,
bevor er Bückeburg verließ, um nach Weimar überzusiedeln.

Die kleine dreijährige gräfliche Tochter Emilie, das einzige Kind der
Familie, war zum großen Kummer der Eltern schon im Jahre 1774
an Tuberkulose gestorben und ist ebenfalls in der Grabpyramide bestattet.

Der Graf starb gut ein Jahr nach seiner Frau am 10. Sept. 1777
in seinem "Haus Bergleben" auf dem Wölpinghauser Berg über
dem "Steinhuder Meer"(heute steht dort der Wilhelmsturm, das
Fachwerkhaus "Bergleben" wurde abgebaut und dient heute
in Bad Nenndorf als Apotheke).
Im oben abgebildeten Mausoleum, seiner Grabpyramide, wurde
Graf Wilhelm am 2. Oktober 1777 bestattet. Damit war die
kleine Familie innerhalb von nur etwa drei Jahren ausgelöscht!          


Ein weiteres Mausoleum befindet sich südlich von Schloß Baum
mitten im Schaumburger Wald.
Es enthält die Särge der Gründerin von Bad Eilsen(bitte hier klicken!),
Gräfin Juliane von Schaumburg-Lippe (1761-1799), und ihrer
Mutter Ulrike. Juliane war eine gebürtige Prinzessin von Hessen-
Wilhelmsthal. Sie hatte als 19-jährige den 57-jährigen schaumburg-
lippischen Grafen Philipp Ernst, einen Witwer, geheiratet.
Mit diesem Opa bekam sie noch drei Töchter und
einen Sohn(Georg Wilhelm):

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                             Grabstätte der Gräfin Juliane         
10.4.07

Über dem Eingang befindet sich im Giebeldreieck eine
ovale Kupferplatte mit der lateinischen Inschrift:

                             PIIS  MANIBUS
                         JULIAE ET ULRICAE
                                  SACRUM

(= Den frommen Seelen Julia(ne)s und Ulrikes geweiht).

Für Bilder von Gräfin Juliane, bitte hier klicken!
Zu Juliane siehe auch Die Grosse Klus (bitte hier klicken!).


Juliane war früh (1787) Witwe geworden. Das Grabmal
ihres heimlichen Geliebten,
des gräflichen Oberforstmeisters
Clemens August
von Kaas(1760-1832), befindet sich an sehr
versteckter Stelle im Schaumburger Wald, aus Schicklichkeit
natürlich mehrere km entfernt von Julianes Grab (mit von Kaas,
ihrem Angestellten, hatte sie zwei uneheliche Söhne, die heimlich
in Paris geboren wurden; sie fuhr zur Geburt jedesmal angeblich
zur einer Badekur nach Frankreich):

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                       Grabmal des gräflichen Oberforstmeister v. Kaas,
                       Geliebter der Gräfin Juliane v. Schaumburg-Lippe           (
10.4.07)

Die Inschrift auf dem quaderförmigen Grabstein lautet:

                 Clemens August
                     von Kaas,
F(ürstl.)S(chaumb.)L(ippischer) Oberforstmeister,
           geboren zu Herzhaus bey
           Münster den 28. Decb. 1759,
           gestorben den 31 März 1832.


Im mittleren Teil des Schaumburger Wald liegt bei einer aus Sand-
steinblöcken bestehenden Staustufe des Baches "Rothe"
das sog. Julianenbad:

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                      "Julianenbad" im Schaumburger Wald      
4.8.07

         Dort soll die Gräfin Juliane (1761 - 1799)  gerne gebadet haben.

         Die Staumauer des Wehrs ist leider teilweise beschädigt,
         zwei Sandsteinblöcke aus dem Wehr liegen links seitwärts im Wald.


Ebenfalls im mittleren Teil des Schaumburger Waldes steht ein
übermannshoher Findling mit einer Gedenktafel deren Inschrift
besagt, daß hier Georg von Schaumburg-Lippe am 23. September
1910 seinen letzten Hirsch schoß:


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                  Gedenktafel für den letzten Hirsch     4.8.07

       Und in der Tat kann man im Schaumburger Wald
       dann und wann schon einmal ein Rudel von 20 Stück
       oder mehr Rotwild antreffen.


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             Gedenkstein für Forstdirektor Kamlah   9.6.08

       Der Forstdirektor Ulrich Kamlah leitete 35 Jahre lang
       die für die gräflichen Wälder zuständige schaumburg-lippische
       Hofkammer in Bückeburg. Der Gedenkstein befindet
       sich ca. 200 m nordöstlich der Försterei Borstlerbrink
       am Wegesrand.


        
Gedenkkreuz für den Forstarbeiter Friedrich Hitzemann:

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                         Holzkreuz für Friedrich Hitzemann         
5.8.07

           Der arme Herr Friedrich Hitzemann, ein Waldarbeiter und Forst-
           angestellter aus dem kleinen Walddorf Mittelbrink, wurde hier auf
           der Gallhöfer Allee, als er mit dem Fahrrad von Mittelbrink nach
           Pollhagen unterwegs war, am Abend des 15. Oktober 1946 erschossen.
           Es geschah in der Dunkelheit nach 19 Uhr und zwar durch einen
           Bauchschuß, einen nachfolgenden Schuß in den Hinterkopf auf
           den am Boden Liegenden, sowie einen dritten Schuß in die Schulter.
           Die Leiche war danach in den Straßengraben geworfen worden.
           Die Kripo aus Bückeburg vermutete marodierende entlassene
           Zwangsarbeiter aus den sog. Polendörfern Meerbeck, Cammer,
           Lahde und Frille, da die Munition auf Waffen hindeutete, welche
           die Polen in Gebrauch hatten. Das Fahrrad lag entfernt vom Tatort
           am Straßenrand. Es war nichts gestohlen außer dem Personalausweis.
           Also handelte es sich wahrscheinlich nicht um einen Raubmord.
           Es mag sein, daß sich der Mörder mit dem gestohlenen Ausweis
           vor seinen Kumpanen für die Tat brüsten wollte oder ihn auch nur
           als Erinnerungsstück behalten wollte. Da niemand wußte, daß
           Herr Hitzemann an diesem Abend diesen Waldweg benutzen würde,
           scheidet wohl ein Rachemord aus. Das Tatmotiv ist also unbekannt:
           vielleicht hat dem Täter/den Tätern eine Äußerung des Herrn
           Hitzemann nicht gefallen oder sie wollten sich nur einmal allgemein
           an Deutschen rächen. Der Mordfall wurde nie aufgeklärt.    


           Dies war nicht die einzige Greueltat im Schaumburger Wald,
           es gab einige in den ersten zwei Jahren nach dem Ende des Krieges.
           So passierte an der Straße von Pollhagen nach Spießingshol(L 371) am
           sog. Hagedorner Brink am Abend des 20. Juli 1945 folgendes:
           ein 17-jähriger junger Mann, Karl-Heinz Ehlert aus Pollhagen
           (gebürtig aus Köln, der in Pollhagen bei seiner Schwester, Frau Wehmeier,
           auf Besuch war), war auf der Straße unterwegs, weil er zwei junge Frauen
           aus Münchehagen, die allein Angst hatten, von Pollhagen aus durch den
           Wald begleitete. Sie begegneten gegen 18 Uhr einigen freigelassenen Zwangs-
           arbeitern. Diese wollten den jungen Frauen die Fahrräder wegnehmen. Als der
           junge Mann die Frauen verteidigte, wurde er von den Räubern erschossen.
           Zusammen mit seinen Eltern liegt er auf dem Pollhäger Friedhof:

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                                 Tod durch Raubmord am 20.7.1945    4.5.08 


          Schon am 29. Juni 1945 war ebenfalls am Hagedorner Brink ein
          Überfall auf einen Radfahrer geschehen, der zusammen mit
          einer Frau aus Richtung Wölpinghausen nach Pollhagen fuhr.
          Die Räuber hatten am Straßenrand den Radfahrern aufgelauert.
          Bei der Wegnahme des Fahrrades schossen die Räuber dem
          Mann in den Arm.

          In der Nacht vom 8. auf den 9. Dezember 1945 drangen gegen
          23 Uhr mehrere Banditen in das Wohngebäude für Forstbeamte
          der Oberförsterei Spießingshol(heute das Altenheim an der Kurve
          in Richtung Wölpinghausen) ein und bedrohten den Revierförster
          und seine Familie mit Waffen, durchwühlten alles nach Geld,
          Schmuck und anderen Wertgegenständen. Eine anwesende junge
          Frau wurde in einen Nebenraum gedrängt und von acht Polen
          vergewaltigt. 

          Besonders schlimm waren die Drangsalierungen auch im einsam
          gelegenem kleinen Dorf Mittelbrink mitten im Schaumburger Wald.
          Dort wurde z.B. am 15.10.1945 die heute noch betriebene
          Gastwirtschaft in der Dorfmitte in einer größeren nächtlichen Aktion
          mit Waffengewalt überfallen. Die Eindringlinge brüllten: "Der Wirt,
          der Wirt! Wir bringen dich um!" Die Hausbewohner(der Wirt Heinrich
          Abel, seine Frau und seine Tochter) verkrochen sich in Todesangst
          eilig auf dem Heuboden zwischen lagerndem Heu und dem Dach
          und unter einer umgedrehten Zinkwanne in einem Bodenraum des
          ländlichen Anwesens. Die Banditen leuchteten mit Taschenlampen
          alles ab, aber die Versteckten hatten Glück und wurden nicht gefunden.
          Natürlich wurde das Haus ausgeplündert und Verwüstungen angerichtet.

          Öfter wurden auch Schweine, Fahrräder u.a. aus den Häuern gestohlen
          oder auch Schweine den Bauern einfach am Tage abgenommen
          (teilweise auch lächerlicherweise gegen Aushändigung einer formlosen Quittung).
          In Mittelbrink ließ man dann in den Nächten jeweils zwei Männer
          patroullieren, die in ein Horn bliesen, wenn sie nächtliche Räuber
          bemerkten, damit die Dorfbewohner gewarnt waren. Später, als
          es immer schlimmer wurde mit den Überfällen, wurden zwei deutsche
          Polizisten aus Stadhagen in Mittelbrink stationiert.
         

          Am 22. Februar 1946 erfolgte nachts um 1.25 Uhr eine groß-
          angelegte Plünderung von Häusern in Pollhagen durch eine
          größere Zahl von Banditen. Drei Polizisten mit PKW aus Stadthagen,
          einer von ihnen hatte sogar einen Karabiner, machten sich an die
          Verfolgung durch den Schaumburger Wald. Später fuhr auch ein
          leichter Panzerwagen der Briten aus Stadthagen zur Unterstützung
          nach Landwehr bei Wiedensahl. Die drei Polizisten stellten auch die
          Räuber in der Nähe des westlichen Randes des Schaumburger Waldes.
          Die Räuber eröffneten sofort ein heftiges Feuergefecht aus Pistolen.
          Die Polizisten mußten die weitere Verfolgung aufgeben. Die Banditen
          bewegten sich dann in Richtung des berüchtigten Fremdarbeiterlagers
          Raderhorst. Die Briten sprachen dort auch vor, aber der Lagerführer
          half ihnen nicht. Die Briten legten auch keinen besonderen Wert
          auf Nachforschungen bei Missetaten von entlassenen Zwangsarbeitern
          gegen Deutsche.


          Eine 85-jährige Frau(Jahrgang 1923), die mit ihren Eltern damals in Mittelbrink
          im Schaumburger Wald wohnte, erzählte mir folgendes: Am frühen Abend
          des 9. April 1945 war sie zusammen mit ihrem Vater und ihrer jüngeren
          Schwester mit einem Handwagen, in dem ein Sack Zucker transportiert
          wurde, auf der Waldstraße von Niederwöhren nach Mittelbrink unterwegs.
          Plötzlich, als sie nur noch 200 m von ihrem Elternhaus entfernt war, tauchte ein
         
britischer Jeep auf mit einem einzelnen Offzier mit rotem Käppi auf dem Kopf
          (also war er höchstwahrscheinlich ein Captain = Hauptmann).
          Er kontrollierte den Inhalt des Handwagens. Dann befahl er
          der 22-jährigen jungen Frau, neben ihm im Jeep Platz zu nehmen.

          Als ihr Vater, "mit Händen und Füssen redend", wie man so sagt,
          Einwendungen erhob, griff der britische Offizier sofort zu seiner
          Maschinenpistole und richtete sie auf den Vater.

          Der Brite fuhr dann mit der jungen Frau davon in Richtung Gallhöfer Allee
          davon(die Maschinenpistole neben sich) und von dort auf irgendeinen der
          seitlichen Waldwege. Er befahl ihr, sich an die Grabenböschung zu legen
          und riß ihr die Kleider vom Leib. Als er bemerkte daß sie ihre Tage hatte,
          sagte er angeekelt: "Bäh" und ließ von ihr ab. Er zeigte noch auf seine Uhr
          und sagte "Papa, verboten: clock seven!" Er wies damit auf die für Deutsche
          geltende Sperrstunde ab 19 Uhr abends hin, die schon übertreten war, der
          Vater hätte also schon im Hause sein müssen. Auch damals gab es also schon
          die Sommerzeit(wovon sich die Nazis Mehrarbeit versprochen hatten!),
          es war daher um 19 Uhr noch ganz hell gewesen. Der britische Offizier und
          Vergewaltiger fuhr sodann mit seinem Jeep davon und ließ die junge Frau
          einfach stehen. Sie wußte nicht genau, wo sie im Walde war, fand dann aber
          über das Waldstück östlich der Gallhöfer Allee und das südlich der Waldstraße
          von Pollhagen Kirche nach Mittelbrink gelegene Wiesengelände zurück
          nach Mittelbrink. Später wurde erzählt, er sei dann beim Forsthaus Brand am
          Schaumburger Wald(an der sog. "Landwehrallee") vorgefahren, in das Forst-
          haus eingedrungen und hätte zu der jungen Förstersfrau gesagt, er käme später
          zurück. Ob er das dann tat, ist nicht bekannt.


          Nach Kriegsende, in den Jahren 1945 - 1947, gab es dann eine größere Zahl
          von Vergewaltigungen in den Dörfern am Schaumburger Wald durch die
          befreiten Fremdarbeiter aus den sogenannten Polendörfer(Meerbeck, Cammer,
          Lahde und Raderhorst)!

          In einem mir berichteten Fall, mußte der Ehemann bei vorgehaltener Schußwaffe
          stillsitzen, während oben im Haus die enthemmten Fremdarbeiter seine Frau
          vergewaltigten.

          In einem anderen mir berichteten Fall drangen sie in ein Haus in Wiedensahl ein
          und vergewaltigten die dort untergebrachten beiden jungen Nachrichtenhelferinnen
          der besiegten deutschen Wehrmacht.

          Es waren schlimme Jahre für die Menschen am Schaumburger Wald.
         

          Im Bereich von Spießingshol, wenige Schritte von
          der Gallhöfer Allee, gibt es eine weitere Todesstätte:

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                                       Todesstätte im Wald                               19.2.08

           Meine Berichtsperson erzählte mir am 19.2. und 29.2.2008 folgendes:
           Hier verscharrten zwei geflüchtete russische Offiziere im Januar 1945
           den von ihnen getöteten Wachtposten aus dem Schuppen bei der
           Försterei Natenhöhe, in dem man gefangene Franzosen zur Arbeitsleistung
           im Walde und in der Landwirtschaft untergebracht hatte.
           Die Stelle auf dem Foto ist gleich halbrechts hinter dem Tümpel(= eine ehemalige
           Vertiefung für ein Munitiondepot!), auf dem freien Platz zwischen zwei Bäumen.

           Die beiden Russen waren von einem Waldarbeiter(dem Vater meiner
           Berichtsperson) kurz vor Weihnachten 1944 überrascht worden, als er bei
           der sogenannten "Kippe" am Mittellandkanal bei Pollhagen("Kippe" der Abraumerde
           vom Bau des Mittellandkanals!) einen Weihnachtsbaum aus dem Walde holen wollte.
           Sie hatten sich dort ein Erdloch als Unterschlupf geschaffen.

           Sie sagten zu ihm: "Kamerad, du verrätst uns doch nicht!?"
           Der Waldarbeiter sah zu, daß er zu seiner Sicherheit seine Axt vor sich hin hielt
           und versprach es. Später jedoch entschloß er sich leider, den Vorfall zu melden.
          
           Die beiden Russen versteckten sich in der Folge zuerst an verschiedenen
           Stellen im großen Schaumburger Wald. Dabei muß ihnen der Posten
           von Natenhöhe in der Dunkelheit begegnet sein. Dieser war dabei, jemandem
           aus Pollhagen, der nach Natenhöhe unterwegs war, entgegenzugehen, zur
           Sicherheit, da man ja nun wußte, daß sich die Russen im Wald aufhielten.
           Die beiden Russen begegneten also dem Posten, töteten ihn, nahmen ihm
           die Waffe ab und verscharrten ihn, wie gesagt.

           Da der Posten nicht von seinem Waldgang zurückkam, und man jetzt wußte,
           daß zwei aus irgendeinem Gefangenenlager geflohene Russen sich im Wald
           versteckten, gab es Suchaktionen, die erfolglos waren, weil die Russen immer
           wieder ihren Aufenthaltort wechselten. Später  - weil es eine kalte Winterszeit war  - 
           versteckten sie sich auf dem Heuboden eines Bauernhofes im Dorf Nordsehl:

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                 Bauernhof in Nordsehl, in dem die beiden Russen sich versteckten
                                                                                                   4.5.2008

                  Der Hof liegt am Dorfende in Richtung Pollhagen, Landstraße 127,
           Da hinter dem Hof die Felder bis zum Kanal und in Richtung Schaum-
           burger Wald reichen, konnten sich die flüchtigen beiden Russen
           unbemerkt dem Hof nähern.

           Auf dem Heuboden wurden sie von der polnischen Magd(Fremdarbeiterin)
           entdeckt, anfänglich mit Essen versorgt, später aber kam es heraus, daß sie
           zwei Russen versorgt hatte. Diese besaßen die Waffe des von ihnen
           ermordeten Wachtposten, aber die nützte ihnen nichts mehr, sie wurden gefangen.
           Einer war noch von oben heruntergesprungen, um nochmals zu flüchten.
           Sie mußten sodann in erbärmlichem Zustand, geschlagen und blutend,
           den deutschen Verfolgern alle ihre Lagerstätten im Walde zeigen und auch,
           wo der getötete Wachtposten lag, den sie mit bloßen Händen wieder
           ausbuddeln mußten. Tief lag er nicht und war wegen der Kälte noch gut
           erhalten. Die beiden russischen Offiziere wurden danach offenbar in das
           KZ in Lahde gebracht, das sich auf der anderen Straßenseite gegenüber dem
           Kraftwerk befand. Was mit den beiden Russen später geschah, kann
           man sich denken.          


Der "Jägerstein" für die im 1. Weltkrieg gefallenen Förster und Jäger:

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          Der "Jägerstein", ein übermannshoher Findling      
5.8.07


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                          Die Gedenktafel am Jägerstein             5.8.07

Die Gefallenen sind in hierarchischer Rangfolge verzeichnet:
Ganz oben der Oberförster, ganz unten der Jägerbursche!

       Oberförster Walter v. Hugo
       Gef. 26.IX.1914 bei Craonne     
       Forstassessor Walter Lucius
       Gef. 23.VII.1916 an der Somme
       Leibjäger Robert Rabe
       Gef. 18.II.1915 bei Stabinen, Russl.
       Hilfsjäger Kurt Horning
              Gef. 26.XI.1918
       Hilfsjäger  Friedr.  Müller
            Gef. 20.IX.1914  bei Reims
       Jägerbursche  Heinr.  Bokeloh
            Gef. 18.II.1915 bei Givy

Alle waren Angestellte des Fürsten Adolf zu Schaumburg-Lippe
in Bückeburg.


Gedenkstein für den Oberforstmeister Karl Heinz Meyer
links bei der scharfen Kurve der Straße L 371 kurz vor der
ehemaligen Oberförsterei Spießingshol:

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          Gedenkstein für den bei Spießingshol verunglückten Oberforstmeister    16.1.08

         Das Unglück geschah durch Verkehrsunfall, wahrscheinlich wegen
         vereister Straße, am 25. Februar 1956. 

         Die Inschrift auf der Gedenkplatte lautet:

                               Oberforstmeister
                               Karl Heinz Meyer
                                geb. 15.8.1902
                            ist hier am 25.2.1956
                               tödlich verunglückt    

           Die schwer aufzufindende Grabstätte der Försterfamilie Schramm

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Grabstätte der Forstmeister-Familie Schramm im Schaumburger Wald   10.4.10

Das Förstergrab des fürstlichen Forstmeisters Adolf Schramm(+ 1944) und
seiner Frau(+ 1968)
befindet sich versteckt im südwestlichen Teil
des Schaumburger Waldes.

Die mit einem Jägerzaun eingezäunte Grabstätte ist halb zugewachsen mit
Rhododendron, Ilex und einem dunklen Eibenstrauch.

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                     Grabstein des Förster-Ehepaares Schramm 10.4.10

Die Inschriften lauten:      Vale pia anima*           (verdeckt durch den Grabschmuck)
                                      
                                     
                                         Hier ruht                 
(verdeckt durch den Grabschmuck)

                                  Adolf Schramm
                           geb. 17. 7. 1878  gest. 18. 6. 1944
                          Fürstl. Schaumb. Lipp. Forstmeister
                                in Landwehr 1908 - 1944

                                      (Eichenzweig)
                                                                         
                             Die Liebe höret nimmer auf

                                 Erika Schramm
                             geb. von Zadow
                         geb. 25. 2. 1885 ,  gest. 2. 6. 1968
  
* lateinisch:  Lebe wohl fromme Seele

Neben der Grabplatte des Förster-Ehepaares Schramm befindet sich
ein Gedenkstein für deren Sohn:

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                                    Gedenkstein für den Förstersohn                   10.4.10

Die Inschrift auf dem Gedenkstein lautet:

                                     Dem gefallenen Sohne
                                          zum Gedächtnis
                                    Eberhard Schramm
                             Forstassessor u. Oblt. d. Res.             (= Oberleutnant der Reserve)
                            geb. 19. 12. 1911  gest. 25. 12. 1945
                                    in russ. Gefangenschaft

                                   Sei getreu bis an den Tod


______________________________________________________________________

Hinter der Grabstätte der Försterfamilie Schramm befindet sich ein roher
Gedenkstein mit einer eingelassenen kleinen blitzenden Messingplatte:

                                                      SINA
                                                 * 06.11.01
                                                 + 04.06.07

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                                                                                                  10.4.10
                           
                                   

Der unscheinbare Gedenkstein für den verunglückten Forstarbeiter Wischhöfer

Der
Gedenkstein für den dort am 9.12.1924 verunglückten 58jährigen Waldarbeiter
Friedrich Wischhöfer befindet sich
im Raum Mittelbrink des Schaumburger Waldes
und ist schwer zu finden, da er unscheinbar und klein ist, nur ca. 40 cm hoch.
Er ist aus Sandstein und die Art der Schriftgestaltung deutet darauf hin, daß er
laienhaft angefertigt wurde, wahrscheinlich von den anderen Waldarbeitern.

Es stellte sich heraus, daß dieser Gedenkstein selbst Ortsansässigen unbekannt war!


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                Gedenkstein für den Waldarbeiter Friedrich Wischhöfer    10.4.10

        Der ärmliche kleine Gedenkstein ist etwas unvollkommen beschriftet:

                                              F.  W.  P.         (P. für Pollhagen, sein Wohnort)
                                           g b  10.3. 1866
                                         verungl. 9.12.1924

Beim Kappen("Schneiteln") von Hainbuchen war er vom Baum gefallen und
mit dem Kopf so unglücklich auf Holz gefallen, daß er bald darauf starb.

                              Ein weiterer Gedenkstein

Im Wald bei Schloß Baum befindet sich ein Gedenkstein für Kaiser Wilhelm II.,
den schlimmen Mann, der Deutschland in den schrecklichen 1. Weltkrieg stürzte.
Am 16. Januar 1889 hat er dort einen Hirsch geschossen.


Der Schaumburger Wald erlangte kulturgeschichtliche Bedeutung dadurch,
daß Wilhelm Busch an seinen Waldrändern und auf seinen Waldwiesen
oft gemalt und gezeichnet hat, denn sein Geburtsort Wiedensahl,
in dem er sich auch später oft aufhielt, liegt dicht am östlichen Rand
des Schaumburger Waldes:

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              Blick vom Waldrand über die Feldmark nach Wiedensahl 
15.4.07

Wilhelm Buschs Geburtshaus  -   mit dem Wilhelm-Busch-Museum  -
läßt sich von hier aus leicht erreichen:  

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           Das Wilhelm-Busch-Geburtshaus u. -Museum in Wiedensahl  11.4.10

             Auf dem Photo sieht man rechts im Hintergrund
                        den nahen Schaumburger Wald!

         


In der Nähe des Aufnahmestandorts für das vorletzte Photo oben -  mit der
Feldmark-Ansicht  -   steht im Wald das Schweinehirtenhaus, das vorzeiten
von den Hirten benutzt wurde, welche die Schweine im Wald hüteten(Eichelmast);
es ist auch auf Bildern von Wilhelm Busch verewigt:

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                                     Schweinehirtenhaus im Schaumburger Wald                 15.4.07


Es gab ein zweites Schweinehirtenhaus im Schaumburger Wald, das 1921
in das Dorf Pollhagen an die Pollhäger Hauptstraße umgesetzt wurde. Es
stand früher mitten im Wald westlich der Gallhöfer Allee in der Nähe der
sogenannten "Püttwiesen". Ursprünglich war dieses große Schweinehirtenhaus
in Fachwerkbauweise errichtet. Heute ist das Fachwerk verblendet, nur hinten
ist noch ein Wandteil mit Fachwerk zu sehen:

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           Umgesetztes ehemaliges Schweinehirtenhaus aus dem Wald   
19.2.08

Auf dem folgenden Photo sieht man die Stelle, wo das Pollhäger ehemalige
Schweinehirtenhaus einst stand, nicht weit von einer arg zerzausten
500-jährigen Eiche:

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             Früherer Standort des Pollhäger Schweinhirtenhauses

                                                                                                                                      19.2.08
                                      


Hinter dem Schaumburger Wald, d. h. an der Westseite, gibt es immer
noch Idyllen mit Wiesen und Kühen am Waldrand, wie sie Wilhelm
Busch so oft gemalt und gezeichnet hat:
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                          "Vorm Walde" nördlich von Cammer               5.10.2007



Ein historischer Weg ist der sog. "Kohlenweg", auf dem in alter Zeit
Kohle aus dem Kohlerevier Nienstädt-Sülbeck über das Dorf Stemmen
(den Mittellandkanal gab es vor 1910 noch nicht!) durch den
Schaumburger Wald an Schloß Baum vorbei zum Weserhafen
bei Lahde transportiert wurde:

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                          Der sog. Kohlenweg, eine breite Schneise
                                 diagonal durch den Wald
                   (10.4.07)

Der Kohleweg ist ziemlich morastig und heute nicht gut passierbar.


Ein weiterer ehemaliger Verkehrsweg war die Kleinbahnlinie
Stadthagen  -  Niederwöhren  -  Wiedensahl  -  Loccum  - 
nach Leese-Stolzenau/Weser, die am 2. August 1921 eröffnet wurde.
Nach dem Kriege konnte der Verkehr wegen der gesprengten und nicht
wieder aufgebauten Kanalbrücke über den Mittellandkanal nur bis
Niederwöhren betrieben werden! Der Personenverkehr endete am
6. Juni 1961
. Der Güterverkehr auf dem Teilstück Stadthagen -
Niederwöhren wurde bis zum 27. September 1981 betrieben.
Auf dem Streckenteil Loccum  -  Niederwöhren endete der
Güterverkehr schon am 31. Juli 1969 und auf der Teilstrecke
Loccum  -  Leese-Stolzenau endete der Güterverkehr am
30. Mai 1976.

Im nordwestlichen Teil des Waldes ist noch der hochaufgeschüttete
Eisenbahndamm
vorhanden und die folgende Brücke über die Ils:

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            Alte Eisenbahnbrücke im SchaumburgerWald über die Ils  15.4.07

       Der letzte Zug fuhr also(s.o) am 31. Juli 1969 über diese Brücke.

Ca. 2,5 km bachabwärts, am Verbindungsweg zwischen Wiedensahl und
Seelhorst, hat seinerzeit Wilhelm Busch eine "Brücke über die Ils", so der
Titel seines Ölgemäldes, gemalt.


Der Wiedensahler Bahnhof, gleich hinter dem Schaumburger Wald,
dient heute Wohnzwecken:

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                        Aufgegebener Bahnhof Wiedensahl                11.4.2010

Für weitere Photos usw. des alten Wiedensahler Bahnhof(bitte klicken!)        

Es gibt noch einen langen Waldweg von Landwehr nach Münchehagen,
die sog. "Lange Linie", dicht zu der Wiedensahler Seite des Schaumburger
Waldes gelegen.


Flora und Fauna / Wirtschaftlicher Nutzen des Waldes

Der Schaumburger Wald besteht aus Mischwald, meist aus Eichen
und Buchen, stellenweise Ahorn, Eschen(wenige Nadelbäume):

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                                        Eichenmischwald                      
10.4.07

Die Eichen sind oft von besonderer Stärke und Güte:

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                           Eichenstämme, Reichtum des Waldes                
15.4.07


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                 Kleines altes Sägewerk auf einer Lichtung im Schaumburger Wald 
                                                                                                                                                                  15.4.07

                Das Gebäude war früher ein Unterstand für die Rinder auf den
          benachbarten großen Viehweiden ("Wiedensahler Rinderweide").



Im östlichen Teil des Schaumburger Waldes steht ein ein seltener hoher Baum,
nämlich ein Mammutbaum(Sequoia):

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                                    Mammutbaum(Sequoia)           
15.4.07

Der Baum ist ca. 30 m hoch und besitzt einen Stammumfang
von knapp fünf Meter(einen Meter über dem Boden gemessen).


Durch die Forstverwaltung in Spießingshol wurden auch Versuche
mit der Anpflanzung von schnellwachsenden Nadelbäumen gemacht,
die sich aber als wenig erfolgversprechend erwiesen. So gab es ein
großes Waldstück mit Fichten links der Straße L 371, das am
13. November 1972 auf einen Schlag in einem Sturm total zerstört wurde;
später pflanzte man dort Eichen, die zwar langsam wachsen aber durch
ihre tiefen Wurzeln widerstandsfähig gegen Stürme sind.

Auf die Nutzung der vielen Wiesen im Walde (s. Link) wurde oben
schon hingewiesen. 

Hinten am "Lehmbrink" an der Tiefenbruchstraße bei Pollhagen,
holten die Dorfbewohner früher Lehm aus dem Schaumburger Wald,
den sie für den Bau von Fachwerkhäusern verwendeten:

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            "Der Lehmbrink" an der Tiefenbruchstraße bei Pollhagen   19.2.08    
 


Der Wald ist für seine vielen Wildschweine und besonders seine
großen Hirsche
bekannt.

Um 1970 herum beklagten die Förster zunehmende Wilderei
im Schaumburger Wald.

  Der frühere Wildzaun um den "fürstlichen" Teil des Waldes:

Ursprünglich gab es Hirsche nur im fürstlichen Teil des Schaum-
burger Waldes, also südlich der L 372 von Niederwöhren nach
Wiedensahl. Dieser ganze "fürstliche" Teil des Waldes war mit
einem hohen Zaun umgeben. An den Wegen in diesen Wald hinein
waren Tore angebracht. Etwa ab 1930 verrottete dieser Wildzaun,
so daß sich in der Folgezeit auch Hirsche im staatlichen Teil des
Schaumburger Waldes ansiedelten.


Förstereien
 

Aus dem 18. und 19. Jahrhundert gab es viele Förstereien im
Schaumburger Wald, die alle bis in die 1960-er Jahre bestanden.

Zur Oberförsterei Baum-Landwehr gehörten die Förstereien:
(bitte anklicken!)

Baum
Mittelbrink
Brand
Landwehr
Borstlerbrink
Hiddenserborn
Rusbend
Hackshorst
Meinser Kämpen

Zur Oberförsterei Spießingshol gehörten die Förstereien:

Spießingshol
Pollhagen, neue Försterei
Pollhagen, alte Försterei
Natenhöhe
Hagenburg
Berghol
Hohenholz

Die meisten Forsthäuser wurden in den 1960-er und
1970-er Jahren verkauft und dienen heute Wohnzwecken!

Heute gibt es nur noch folgende drei Förstereien im
Schaumburger Wald, die noch in Betrieb sind:

Natenhöhe
Rusbend
Meinser Kämpen


                               Försterei Brand:

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                         Ehemalige Försterei Brand                
5.8.07

      Försterei Brand an der Landwehrallee dient nur noch Wohnzwecken!



                           Försterei Landwehr:

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Die ehemalige Försterei Landwehr           
5.8.07

Försterei Landwehr rechts der Straße von Niederwöhren
nach Wiedensahl dient seit ca. 1976 nur noch Wohnzwecken!


                          Försterei Mittelbrink:

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Die ehemalige Försterei Mittelbrink           5.8.07

Försterei Mittelbrink(Baujahr 1901) dient seit 1981 ebenfalls
nur noch Wohnzwecken!


   Ebenfalls nur Wohnzwecken dient die Försterei "Baum":

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                          Ehemalige Försterei "Baum"             3.10.2007

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                      Die ehemalige Försterei Baum                  
29.11.09
             von der Seite des Schloß Baum aus gesehen                    


     Auch die nahe beim westlichen Waldrand gelegene
    Försterei Borstlerbrink wurde aufgegeben:


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           Ehemalige Försterei Borstlerbrink von Nordosten   9. 6. 08


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       Ehemaliges Forsthaus Borstlerbrink (Ansicht von Westen) 9.6.08


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              Wirtschaftsgebäude der Försterei Borstlerbrink          9. Juni 2008

       Auf dem Schlußstein oberhalb der Tür befindet sich die Jahreszahl
    1840 zusammen mit verschnörkelten, schwer lesbaren Initialen.

       



        Försterei Natenhöhe im nördlichen Teil des Schaumburger Walds
        = Kreisforst Spießingshol:

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Försterei Natenhöhe                    5.8.07

Die Försterei Natenhöhe ist noch immer eine funktionierende Försterei!
Sie liegt mitten im Wald.


Auch die Försterei Rusbend
im mittleren Teil des Schaumburger Walds
ist noch in Betrieb:
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Försterei Rusbend                          
3.10.07

   Auch die Försterei Rusbend liegt mitten im Wald.

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                                   Forsthaus Rusbend                             8.3.2011


                    
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                 Alte trockene Eiche bei Försterei Rusbend    8.3.11

                                                        

  
       Für weitere Photos der Försterei Rusbend bitte hier klicken! 


Eine weitere noch betriebene Försterei ist die Revierförsterei
Meinser Kämpen
im südlichen Teil des Schaumburger Walds:

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                               Försterei Meinser Kämpen                   
5.10.2007

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                                 Försterei Meinser Kämpen                 
5.10.2007

Auf dem großen Findlingsstein in der Einfahrt lautet die Inschrift:
"Fürstl. Revierförsterei Meinser Kämpen"

Die Försterei Meinser Kämpen liegt südlich der L 450 und westlich des
nahen Mittellandkanals am östlichen Waldrand des Schaumburger Waldes.



Die ehemalige staatliche Oberförsterei Spießingshol:
Sie liegt an der L 371, nach Verlassen des Schaumburger Waldes,
gleich nach der Kurve, wenn man von Pollhagen in Richtung Wölping-
hausen bzw. Münchehagen/Loccum fährt.

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    Das Wohngebäude der ehemaligen Oberförsterei Spießingshol 
11.11.2007

In diesem Gebäude befanden sich früher Wohnungen der Forstbeamten.

Heute ist in dem stattlichen Gebäude das Altenheim "Alte Försterei",
zu dem mittlerweile eine ganze Anzahl von Nebengebäuden hinzugekommen
sind.

Dieses Forstgebäude wurde von den Menschen in der Umgebung als
"Millionenhaus" bezeichnet, weil es es in der Inflationszeit von
1920-23 gebaut wurde, als die Preise weit in die Millionen gingen.
1982 wurde es vom Landkreis Schaumburg verkauft und seit 1993
wird es von privater Seite als Altenheim genutzt.


Nur 200 m weiter von der Oberförsterei Spießingshol, unmittelbar vor
der Straßenabzweigung nach Münchehagen/Loccum, liegt an der linken
Straßenseite der L 371 die ehemalige Revierförsterei Spießingshol:

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                   Die ehemalige Revierförsterei Spießingshol           
11.11.07

In diesem Gebäude wohnte der Forstmeister("Forstmeisterhaus").

Das Gebäude dient inzwischen privaten Wohnzwecken.

Genau gegenüber an der rechten Straßenseite der L 372 liegt das ehemalige
geräumige Büro- und Wirtschaftsgebäude der Oberförsterei Spießingshol:

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               Betriebsgebäude der Oberförsterei Spießingshol       11.11.07

Auch dieses Gebäude wird heute privat genutzt.



Ebenfalls in den 1980-ern aufgegeben wurde die Revierförsterei Pollhagen
an der Pollhäger Hauptstraße:

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                   Die ehemalige Försterei Pollhagen von 1919      11.11.07


Bevor das oben abgebildete Forsthaus bezogen wurde befand sich die
alte Pollhäger Försterei weiter südlich an der Dorfstraße "Vor der Reihe":

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                         Die ursprüngliche Pollhäger Försterei             16.1.2008




Die Wildtierstation

Beim Dorf Nienbrügge befindet sich am nordöstlichen Ende des Schaumburger
Waldes die Wildtierstation, eine gemeinnützige staatlich geförderte Einrichtung
zur Aufnahme von gefundenen/kranken/verletzten Wildtieren:

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                              Die Sachsenhäger Wildtierstation                   24.7.08

Die Wildtierstation liegt in einem großen durch einen hohen stachdraht-
bewehrten Natozaun eingezäunten Waldgebiet. Der Zugang zur Station erfolgt
über eine Waldstraße, einer Nebenstraße der Straßenverbindung Pollhagen  - 
Sachsenhagen. Auf dem Gelände war ein großes Munitionslager vorgesehen,
welches durch die Beendigung des Kalten Krieges überflüssig wurde.



Die Standortschießanlage

Zwischen Cammer und Berenbusch, am südwestlichen Ende des Schaumburger
Waldes befindet sich in einem eingezäunten Areal die "Standortschießanlage"
der Bundeswehr in Bückeburg:

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                              Die "Standortschießanlage" der Bundeswehr         27.7.08




Besitzverhältnisse des Schaumburger Waldes

Ursprünglich gehörte der ganze Schaumburger Wald den Grafen zu Schaumburg-
Lippe in Bückeburg.
                                                  

Heute gehört dem Alexander zu Schaumburg-Lippe nur noch der südliche Teil
des Schaumburger Waldes
also links von der L 372, wenn man von Stadthagen über
Niederwöhren nach Wiedensahl fährt. Verwaltet wird dieser Teil des Waldes von der
"Hofkammer"
in Bückeburg, dem Verwaltungsbetrieb dieses reichen Privatmannes
mit Schloß, der sich unrechtmäßig "Fürst" nennt.

Der nördliche Teil  - Mittelbrink bis Spießingshol  - ist seit 1979 Kreisforst
des Landkreises Schaumburg in Stadthagen. Vorher war er seit 1920 preussischer
Staatsforst der Provinz Hannover. Verwaltet wird dieser Teil des Waldes vom
"Kreisforstamt Spießingshol" in der Kreisverwaltung, Jahnstr., Stadthagen.

Es gibt auch noch ein "Staatliches Forstamt Spießingshol" in Hagenburg,
zu dem die Wälder nördlich des Schaumburger Waldes und im Raum Wunstorf
gehören.

                                                                           17.2.07, ergänzt: 29.2.08
                                                            und 10.6.08/25.7.08, geändert 31.8.09,
                                                            ergänzt am 7.10./ 3.-29.11./2.12.2009
                                                            und 9./11.4.-18./28.9./4.11.2010, 8.3.2011,
                                                            5.8.2011, 12.3.2012, 21.9.2013, 21.4.14,
                                                            geändert am 16.10. und 2.11.2014


                                                                                         Copyright beim Verfasser:
                                                                                         Frederik Eix
                                                                                         31737 Rinteln an der Weser                 

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