Die Schaumburg am Wesergebirge

Der Nesselberg mit der Schaumburg
Postkartenphoto von ca. 1955
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Die Schaumburg im Wesertal
- Die Schaumburg schaut von ihrem Hügel, dem Nesselberg,
in das
Wesertal hinunter,
- man nimmt an, daß der Name von "Schauenburg"
abgeleitet
wurde
- Geographische Breite: 52°, 16"
- Geographische Länge: 9°, 5"
- Topographische Lage: Auf einem Vorberg,
dem 225 m
hohen Nesselberg ...

Die Schaumburg auf dem Nesselberg(darüber die Gaststätte "Paschenburg")
17.2.08

Die Schaumburg auf dem
Nesselberg( vom Möncheberger Pass aus) 30.7.2007
- Kommunale Zugehörigkeit: Die Schaumburg liegt neben
dem
idyllischen Dorf Rosenthal,
-
das im Verwaltungsdeutsch
auch "Schaumburg" heißt(s. Photo),
-
und
heute ein
Ortsteil des Kleinstädtchens Rinteln a. d. Weser
ist.
-
Der
zugehörige Landkreis heißt ebenfalls
Schaumburg,
-
Niedersachsen(Kreissitz: Stadthagen), und
führt das Nesselblatt im Wappen
- Verkehrslage: im Tal
unterhalb der
Schaumburg verlaufen die Bundesstraße 83 (Höxter - Hameln
-
-
Minden- Osnabrück),
sowie die Bahnlinie der Weserbahn(Bünde - Löhne -
-
Bad
Oeynhausen - Vlotho - Rinteln -
Hameln
- Elze - Hildesheim - Bodenburg)
-
und dicht nördlich hinter dem
Wesergebirge die Autobahn A2 (Dortmund - Hannover - Berlin)
-
mit den
Anschlußstellen: Rehren und Bad
Eilsen
- Ausstattung der Burg: Im Palas(Hauptgebäude)
befindet sich eine Gaststätte, in der alte
-
Ritterrüstungen usw.
herumstehen.

Schaumburg: Auf der Restaurationsterrasse
2.10.2011
-
Ein hoher bruchsteinerner besteigbarer Burgturm überragt den
Burghof .
-
Auf dem Platz vor dem Burgtor steht eine auf 600 Jahre geschätzte
-
Gerichtslinde; die Schaumburg
war nämlich jahrhundertelang Verwaltungs-
-
und Gerichtssitz des "Amtes
Schaumburg" der Grafen von Schaumburg-Lippe.

Burgturm
der Schaumburg
2.10.2011

Schaumburg: Die Kapelle im Burghof
2.10.2011
- Probleme: ein
Investor
aus Schleswig-Holstein hat im Mai 2008 ein
Urteil des
-
Oberverwaltungsgerichts Lüneburg erstritten, daß er unterhalb
der
Schaumburg
-
zwei
bis zu 130 m hohe Windräder
aufstellen darf, die den schönen Aus- und
-
Anblick der Schaumburg
erheblich beeinträchtigen würden.
-
Dieses Urteil ist erlassen gegen den Widerstand der Bevölkerung des
Wesertals sowie
-
der Stadt Rinteln,
die gegen den Investor geklagt hatte. Also darf ein Herr Mathias
Lietzau
-
aus Hechthausen, "Händler, Makler
und Betreiber von Windenergieanlagen",
-
mit den hohen Subventionen
aus unseren Steuern uns das Wesertal
und die Ansicht
-
der Schaumburg verschandeln. So ist das in Deutschland
seit der seinerzeit von der damaligen
-
Grünen-und SPD-Regierung geschaffenen Gesetzeslage. Die Rintelner
Grünen-Landtags-
-
abgeordnete Helmhold ist entschieden für die hohen Windräder unterhalb
der Schaumburg.
-
Rigide Grüne wollen nämlich überall Windkraft um jeden Preis und
auf Teufel komm heraus.
-
Die Weserberge sind ein beliebtes
Zerstörungsziel der raffgierigen Steinbruchindustrie,
-
selbst der Möncheberg
hinter = oberhalb der Schaumburg ist Ziel ihrer Begehrlichkeiten;
-
sechs der
Weserberge sind schon stark zerstört.
In dem Gebäude auf der Bergseite vor dem Torhaus der Burganlage
hat sich in den
letzten Jahren eine Gastwirtschaft entwickelt,
mit allerlei Firlefanz drumherum und
rummeligen
sog. Ritterspielen, immer gegen Ende des Sommers.
Bis
in die 1990-er
hinein befand sich in dem Gebäude der stilvolle "Gasthof
Scheffler",
der aus Alters- und Krankheitsgründen von Herrn Scheffler
aufgegeben wurde.
- Historie: Erbaut von den Grafen
von Schaumburg fiel die Schaumburg nach dem Aussterben
-
der
Grafenfamilie 1646 an die Kurfürsten von Hessen-Kassel (daher
heißt die 5 km
-
entfernte Kleinstadt im Wesertal auch Hesslich-Oldendorf).
Nach 1866 kam die Burg
-
in preussischen Besitz, weil das
Kurfürstentum Hessen,
zu dessen Territorium die
-
Grafschaft Schaumburg gehörte, sich
dämlicherweise an die Seite des blinden Königs
-
des Kurfürstentums Hannover gestellt und mit diesem einen Krieg gegen
Preußen geführt
-
hatte. In der Schlacht von Langensalza im
Thüringischen(1866) unterlagen Hannover
-
und Hessen und beide Länder wurden von Bismarck
zur Strafe einkassiert, hörten auf
-
zu existieren und wurden bis 1945
preussische Provinzen.
-
Daher
konnte im Jahre
1907 schließlich der unheilvolle preussische (1.
Weltkriegstreiber:
-
"Auf zu den Waffen!")
Kaiser
Wilhelm II die Burg dem Grafen zu Schaumburg-Lippe
-
(der damals vor 1919 noch "Fürst zu Schaumburg-Lippe" genannt werden
durfte, seitdem
-
wird letztere Bezeichnung unrechtmäßig benutzt!) zur
Silberhochzeit schenken.
-
Dessen Duodezländchen
"Schaumburg-Lippe"grenzte nämlich an den preussischen
-
Landkreis
"Grafschaft Schaumburg".
-
Heute gehört die Schaumburg dem Alexander Prinz
zu Schaumburg-Lippe in Bückeburg.
-

Die Schaumburg mit dem Dorf Rosenthal über dem
Wesertal (1980-er Jahre)
Feldmann/März 2006
ergänzt 14.5.08/15.8.09,
geändert 31.8.09,
ergänzt 12.10.2011
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