9. November 2007:  Laut Meldungen in den Medien unterstützen 57 Prozent
                                  der Bürger in Befragungen die Forderungen der Lokführer!

                                 Aber Herr Struck, Fraktionsführer der SPD im Bundestag,
                                 fordert am 10.11. die Bahn auf, hart zu bleiben gegenüber
                                 den Lokführern, denn die SPD will noch mehr sinken in der
                                 Wählergunst.

11.11.2007            :  Die Bundesminister Glos(CDU) und Tiefensee(SPD) ermahnen
                                 erneut Bahn und Gewerkschaft sich zu einigen, dabei könnten
                                 diese Heuchler ein Machtwort zu dem Bahnchef Mehdorn sprechen,
                                 den Lokführern entgegenzukommen; denn noch gehört die Bahn
                                 dem Bund.

17.11.2007            :  Die Berliner Zeitung titelt auf ihrer 1. Seite: "Bürger halten
                                 zu den Lokführern" - 
87 Prozent der Berliner finden "gut,
                                 dass sich die Bahnangestellten wehren"


                    Gefahr durch unzufriedene Lokführer

Die Lokführer müssen mehr verdienen als 1.500 Euro Einstiegsgehalt.
Einen Zug zu steuern, ist eine sehr verantwortungsvolle Aufgabe und eine
Arbeit, die eine hohe Konzentration erfordert und viel Streß verursacht.
Flugzeugführer verdienen das Fünffache und ein ICE-Lokführer ist bei
einem vollbesetzten ICE für mehr Menschen verantwortlich.
Ich möchte von ausgesuchten und besonders guten Lokführern
im ICE gefahren werden, und gute Leute gewinnt man nur über
gute Gehälter
.

Heute ist es so, wie berichtet wurde, daß manchmal aus Kostenersparnis-
gründen von der Bahn 21-jährige junge Frauen als ICE-Lokführerinnen
eingesetzt werden, die nur kurz angelernt wurden, während ich dann
als ICE-Passagier gefahrvoller fahre.

Der Bahn-Vorstandsvorsitzende Mehdorn will nicht mehr bezahlen, weil
die Bahn noch größere Gewinne machen soll. Damit will er Kapitalisten
anlocken,
welche die Bahn dann über ihre Aktienanteile steuern können und
das werden sie tun, denn Kapitalisten haben nur die Gewinnerhöhung im Sinn.
Die Bahn soll nämlich privatisiert werden, was die Umwandlung in eine
Aktiengesellschaft bedeutet.

Der fanatische Bahnprivatisierer Mehdorn im Verein mit dem SPD-
Bundesverkehrsminister Tiefensee
wollen die Bahn, die jetzt noch dem
Bund gehört und daher unser aller Eigentum ist, also den Kapitalisten
an den Hals werfen.


Der Bund soll nach Mehdorns Willen den Kapitalisten auch das Schienennetz
überlassen und nach Jahren sogar zurückkaufen. Mehdorn will in jeder Hinsicht
den internationalen großen deutschen Zampano spielen, dazu braucht er Geld,
das ihm die Kapitalisten bringen sollen, welche die Bahn-Aktien von ihm kaufen.
Von dem Geld will er ausländische Verkehrsunternehmen, sogar Schiffahrts-
linien und Speditionen kaufen. Natürlich wollen die Kapitalanleger als
Gegenleistung Gewinne
. Und das geht auf unsere Kosten. Denn daß bei
einer Privatisierung der Bahn Strecken und Bahnhöfe stillgelegt werden,
um Kosten zu sparen und die Gewinne zu vergrößern, ist so sicher wie das
Amen in der Kirche. Die Gemeinnützigkeit der Bahn ist damit dahin.

Was ist das überhaupt für ein Bahnpräsident, der 2002 das sehr
große deutsche Speditions
unternehmen Schenker AG * gekauft hat
und seiner Bahn damit auf den Straßen selbst Konkurrenz macht
und unsere Autobahnen mit immer noch mehr LKWs verstopft?!
(siehe auch den folgenden Link: Seite der Schenker AG )

*
lt. Zeitungsbericht in der Berliner Zeitung vom 9.11.2007 ist die
  Schenker AG das weltweit zweitgrößte Logistikunternehmen.

  Da kann man dem Großprotz Mehdorn nur raten:
Schenker verkaufen!
 
Dann ist viel Geld für die Bahn da.

Heute stellt sich der SPD-Vorsitzende Beck ins Fernsehen und kritisiert
die Forderungen der Lokführergewerkschaft GDL, eine populistische
Handlung. Die Lokführer müssen streiken, bis die arroganten Bahnleute
den Forderungen der Lokführer angemessener als bisher entgegenkommen.


In Frankreich wird momentan(Oktober 2007) auch gestreikt bei der Bahn wegen
des unsozialen Verhaltens des Kapitalistenfreunds Staatspräsident Sarkozy.
Dort werden auch die TGVs bestreikt, während in Deutschland ein kapitalisten-
freundliches Gericht in Ostdeutschland die Bestreikung der ICEs verbietet.
(dieses Urteil eines Amtsgerichtes wurde inzwischen, im Nov. 2007, von einem
Berufungsgericht aufgehoben!) Das Grundgesetz wird weder in der Frage der
Bahnprivatisierung noch beim Streikrecht immer geachtet!

Und was macht  in dieser Sache Frau Merkel, die doch Oberherrin der Bahn
immer noch ist? - Garnichts
, sie schmust lieber mit dem Dalai Lama oder Bush
und reist in der Welt umher. Sie ist für die Privatisierung der Bahn, damit der Bund
kein Geld mehr für für die Bahn aus Steuermitteln einsetzen muß. Merkel braucht
das Geld z.B. für die kostspielige Finanzierung des Afghanistankrieges.

Und was unternimmt in dieser Sache der Vizekanzler Müntefering von der SPD ?
Nichts!  Er ist genau so unsozial wie Frau Merkel von der CDU.

                          Alles die gleiche Sorte Brüder!
wie der frühere Bundesminister für Arbeit und Soziales Norbert Blüm(CDU) vor einiger
Zeit in der Fernsehdiskussionsrunde "Menschen bei Maischberger" in Bezug auf die Bundes-
regierung so treffend sagte.

                      Daher gilt: Streik muß leider sein.

Siehe auch Leserbrief vom 24.11.2007 zum Lokführerstreik

Weitere Schwätzereien von Politikern zur Bahn
                                                                        
  Feldmann / 18. Oktober 2007

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