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  Kunst der italienischen Renaissance


Im Nationalmuseum Bargello in Florenz die wunderbare riesenhafte
weibliche Marmorfigur
"Firenze vittoriosa su Pisa" (Florenz siegreich
über Pisa)
des bedeutenden flämisch-italienischen Renaissance-Bildhauers
Giambologna, die den unter ihr liegenden Mann unterdrückt:

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                            Giambologna: "Firenze vittoriosa su Pisa",* 1565
                                 (Florenz, Museo Nazionale del Bargello)

                               * Übersetzt: "Florenz siegreich über Pisa"


Bemerkenswert ist, daß politische Macht mit Schönheit wirbt,
um mehr Anklang beim Volk zu finden. Von den politischen Zielen
wird durch schöne Bilder abgelenkt. Schön ist gleichzeitig auch gut,
wird den Betrachtern suggeriert !


Das war auch schon früher bei den Mächtigen so. Im Florenz der Renaissance
warben die gewalttätigen Herrscher des Medici-Clans, die sich zu Despoten
der Republik Florenz aufschwangen, auch schon gerne mit ihren Schönheiten
beim Volk:

Der Maler Botticelli malte für sie. In seinen berühmten Bildern für die
Medicis malte er z.B. wahrscheinlich Simonetta Vespucci, die Geliebte
eines der Medici-Herrscher, in der Gestalt der Venus und der Flora:

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    Sandro Botticelli: "La nascita di Venere" (Die Geburt der Venus), 1485
                                       Florenz, Museum Uffizien


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             Sandro Botticelli: "La Primavera" (Der Frühling), 1478
                                            Florenz, Museum Uffizien

Die Wiederholung einer gleichen Frauengestalt, verstärkt den propagandistischen
Eindruck
beim Betrachter(Untertan bzw.Wähler):


                               
     Sandro Botticelli: "Bildnis einer Frau"                     Sandro Botticelli: "Venus", späte 1480er Jahre,
     (Simonetta Vespucci?), späte 1480er Jahre,                     Berlin, Staatliche Gemäldegalerie
     Städelmuseum, Frankfurt am Main