Herr Erdogan ....
.
....  ist ja nicht auf ganzer Linie schlecht.
Daß er den Juli-Aufstand 2016 niedergeschlagen hat,
das musste wohl aus seiner Sicht so sein, sonst hätte
er alle Macht verloren, die er ja für seinen Weg
der Zukunft der Türkei vorgesehen hat.

Er hatte vor Augen, wie die Dinge in den letzten
Jahren gelaufen waren: Die westlichen Imperialisten:
USA, Grossbritannien, Frankreich und die Nato
hatten im Mittelmeer-Raum und Nahost so gut wie
alles durcheinander und unter ihre Fuchtel gebracht:

Sie hatten Gadaffi ermordet, der viel für sein libysches
Volk getan hatte, in dessen Regierungszeit es Libyen
gut ging
. Die Folge der Machenschaften obengenannter
Imperialisten und ihrer gekauften Helfershelfer ist ein
bis heute andauerndes Chaos in Libyen.
In eine solche Lage sollte die Türkei nicht kommen!

Diesen Fall hatte Herr Erdogan vor Augen,
denn die Aufrührer vom Juli 2016, die von ihm
entmachtete türkische Offiziersclique, teilte
schon immer, seit Atatürk, mit den westlichen
Imperialisten ähnliche Bestrebungen und Ziele.

Herr Erdogan wollte nicht Diener der Amerikaner
werden
, er wollte auch nicht den amerikanisierten
Lebensstil für sein Land, sondern zog mit sehr
vielen seiner Landsleute einen islamisch geprägten
Lebensstil
vor.

Die abschreckenden politischen Beispiele der
imperialistischen Missetaten lagen sozusagen
im Mittelmeer-Raum
vor seiner türkischen
Haustür.

Es gab ja nicht nur das in totale Unordnung
und Verderben gebrachte Libyen, sondern auch
andere Beispiele verderblicher westlicher Politik:
Marokko, total eingeschüchtert, verhielt sich völlig
angepasst, aber Tunesien und Ägypten waren ganz
unter die Knute des Westens gekommen.
In Tunesien hatte es die vom Westen gesteuerte
Revolution gegeben, in Ägypten wurde der demokratisch
gewählte Staatspräsident Mursi im Juli 2013 zugunsten
einer von den USA und Israel abhängigen Militärregierung
abgesetzt und die Partei der Muslimbrüderschaft wurde
total unterdrückt. Das daraus dann ein Reservoir von
Terroristen ensteht, dürfte klar sein, wird aber von den
Imperialisten in Kauf genommen!
Der Westen züchtet sich seine Terroristen!

Das kommt von der moralischen Schlechtigkeit und
Verlogenheit des Westens.


Man kann auch verstehen, dass Herr Erdogan
misstrauisch ist gegen aus Deutschland eingereiste
Journalisten und umtriebige Amnesty-Leute, denn
natürlich können diese ja aufrührerische Abgesandte
der Imperialisten sein
. Man braucht sich daher nicht
zu wundern, wenn diese Leute festgesetzt werden.
.
Das wütende Gequake deutscher Politiker
(Gabriel und Steinmeier zum Beispiel)
und der empört schäumenden politisch
auf Linie gebrachten deutschen Medien-Meute
kann die türkische Regierung vergessen.

Deutsche Politiker usw. sollten aufhören, sich in die
inneren Angelegenheiten friedfertiger! Staaten
einzumischen
(z. B. Türkei, Polen, Ungarn, Russland,
China) und immer so zu tun, als seien die Deutschen
die grossen Moralisten vom Dienst
.

Möge sich mit Präsident Erdogan alles in der
Türkei zum Guten wenden. Lang lebe die Türkei!

                                                                   Juli 2017