Die "Bad Eilsener Kleinbahn"

                                         genannt das "Eilser Minchen"
                                        1918 - 1966
       

 Diese Eisenbahnstrecke Bückeburg -  Bad Eilsen wurde am 16. Mai 1918 eröffnet.
 
Erbauen ließ sie der Bückeburger Fürst Adolf zu Schaumburg-Lippe, dessen Familie
 das Kurbad Bad Eilsen damals gehörte. Die Bahn sollte den Kurgästen dienen, von
 der Reichsbahnstrecke in Bückeburg nach Bad Eilsen zu gelangen.
           
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    Das "Eilser Minchen" am Bahnhof "Bückeburg West", Foto: Wolfgang R. Reimann

Der abgebildete Triebwagen war eine Neuanschaffung. Bis in die 1950er Jahre gab es
nur altmodische hochbockige grünliche Triebwagen, mit Abteilen der Holzklasse
.
Der Schaffner mußte außen am Wagen auf Trittbrettern von Abteil zu Abteil turnen!

Die elektrifizierte Bahnstrecke begann auf dem Bahnhofsvorplatz der Reichsbahn in
Bückeburg
und endete beim Bahnhof "Bad Eilsen Nord", wo man auf die Kleinbahn
der Rinteln-Stadthagener Eisenbahn umsteigen konnte.

Die Kleinbahnstrecke des "Eilser Minchen" verlief vom Bahnhof Bückeburg
weiter durch die Gemarkung Jetenburg (dieser Ort ist in der Stadt Bückeburg
aufgegangen) zum Bahnhof Bückeburg Ost,  in dessen Gebäude sich heute
die Gaststätte "Minchen" befindet.

Danach kam ein Halt in Ahnsen:


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                                                     Der Bahnhof Ahnsen                                  Foto: A. Spühr

Der Ahnser Bahnhof war nur eine Bretterbude mit zwei Sitzbänken davor.
  
Nach Ahnsen durchquerte die Eisenbahn einen Tunnel unter der Ahnser Straße und dem
inzwischen abgerissenen Gasthaus Wilhelmshöhe, bei dem sich auf der südlichen Seite
des 115 m langen Tunnels der Haltepunkt Wilhelmshöhe befand. Dann kam der Bahnhof
"Bad Eilsen Kurhaus" und knapp einen Kilometer weiter als Endpunkt "Bad Eilsen Nord":


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Bahnhof  "Bad Eilsen Kurhaus" mit dem "Eilser Minchen", Foto: H. Teuchert ( vor 1965 )
           (Im Hintergrund sieht man den Nordosthang des Harrl in Richtung Ahnsen)

Der oben abgebildete historische Bahnhof "Bad Eilsen Kurhaus" brannte im November
1963 ab
und an seiner Stelle wurde ein ziemlich nüchterner neuer Bahnhof gebaut, der am
22. Januar 1966 eingeweiht wurde. Das Gebäude ist zweckentfremdet heute noch vorhanden.

Der Endbahnhof "Bad Eilsen Nord":


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                             Der Kleinbahnhof "Bad Eilsen Nord" heute                   13.5.07


Am 21. Mai 1966 wurde der Schienenverkehr auf der Strecke Bückeburg–Bad Eilsen
überraschend eingestellt. Für deutschlandweite Schlagzeilen sorgte der Umstand, dass
vier Monate vor Einstellung des Schienenverkehrs noch ein neues Bahnhofsgebäude
in Bad Eilsen Kurhaus eingeweiht
wurde und bei der Eröffnungsansprache die
Schließungspläne für die Strecke bekannt gegeben wurden.

Literaturangabe:  Es gibt eine sehr gute Monographie über diese ehemalige Bahn:
                             Ingrid und Werner Schütte: "Das Eilser Minchen  -
                             die Geschichte
der Bad Eilsener Kleinbahn", Lübbecke, 1981
                             ( das Buch ist sogar in 2007 noch erhältlich über amazon.de!)

                         
                                                                                                  17.9.07/21.9.10

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