im oberen Auetal nahe beim Gut Südhagen in einer Höhe von ca. 250 m.
Blick auf das Quellgebiet der
Aue
30.6.07
Für eine Landkarte des Quellgebiets und
des Verlaufs der Aue
bitte hier klicken!
Sie
folgt zuerst als schmales im obersten Teil nur periodisch
wasserführendes Bächlein dem Wald- und Wiesental nach Westen
(zwischen dem Wald von Gut Südhagen
und dem Steilhang des "Horn"):
Beim fast
trockenem Ende der
Aue 30.6.07
Nach
200 bis 300 m führt das Bachbett an gut einem Dutzend
Fischteichen vorbei, die der jungen Aue im Oberlauf
(s. das folgende Bild!) aus dem südlich gelegenem Quellhang
über metallene Rohrleitungen viel Wasser entführen:
Fischteich
am
Oberlauf der Aue 30.6.07
Die
junge Aue fließt weiter durch das idyllische Wiesen- und
Waldtal "Am Horn" in Richtung
des Rehrener Ortsteils "Obersburg":
Auetal
"Am
Horn"
30.6.07

Oberes Auetal "Am Horn", kurz vor der "Obersburg" 30.6.7
Danach
ändert am Talausgang bei
der "Obersburg" die Aue
ihre Fließrichtung in nördlicher Richtung auf Rehren zu,
wo sie die Autobahn
A2 unterquert.
Sie
folgt danach dem
Verlauf der
Autobahn auf deren
Nordseite und fließt dabei an Poggenhagen und
Borstel vorbei:
Zwischen Poggenhagen und Borstel beim verfallenden Wehr für den
Mühlengraben
der Borsteler
Mühle
8.7.07
Das Borsteler Mühlenwehr(rechts der Schieber für den
Mühlengraben!) 8.7.07
Einlauf und Schieber für den Borsteler Mühlengraben
8.7.07
Der
Schieber für den Wasserzulauf
zur Borsteler Mühle(s.o.
Foto)
ist jetzt auf Dauer geschlossen, dafür läßt man unmittelbar jenseits
des obigen Wehrs den von der nicht weit entfernt liegenden
Poggenhäger Mühle kommenden Ölberger Bach(s.o.) in den
Mühlengraben zur Borsteler Mühle
fließen:
Einlaufender Ölberger Bach
in den Borsteler
Mühlengraben 8.7.07

Auebrücke
bei
Borstel
24.6.2007
Im
Bereich von Borstel gibt es außer der oben abgebildeten Brücke,
die am östlichen
Dorfrand liegt, noch eine Straßenbrücke und westlich
von Borstel zwei Fußgängerbrücken, deren westlichste sich beim
ehemaligen Bernser Eisenhammer befindet. Also gibt es im Bereich
Borstel (früher sagte man plattdeutsch "Bossel"!) insgesamt vier
Brücken.
Auebrücke beim
ehemaligen Bernser Eisenhammer 15.2.08
Diese Brücke verbindet Bernsen
und Rolfshagen
Weiter
aueabwärts, gibt es die Rolfshäger Straßenbrücke im "Kühlen
Grund" kurz vor der "Schwarzen Mühle". Zwischen Schwarzer Mühle
und der Buchholzer Schlingmühle gibt es dann zwei Fußgängerbrücken
sowie die alte Brücke auf dem folgenden Photo. Weiterhin die Straßen-
brücke zwischen Steinbergen und Buchholz beim Arensburger Autobahn-
viadukt.
Die
meisten Brücken gibt es im
Bereich Buchholz und Heeßen bis
nach Bad Eilsen. Außer den
oben angegebenen Brücken im Bereich
Buchholz gibt es eine weitere Buchholzer Brücke in der Nähe des
früheren Buchholzer Eisenhammers. Bis Heeßen folgen dann noch
zwei Fußgängerbrücken und eine
Straßenbrücke und zwischen Heeßen
und Bad Eilsen drei Fußgängerbrücken und
eine Straßenbrücke.
Insgesamt
gibt es also von der Schwarzen Mühle bis Bad Eilsen
auf einer Strecke von etwa vier Kilometer dreizehn Brücken,
soviele wie sonst nirgends im Unterlauf der Aue.
Weiterer Verlauf der Aue hinter Borstel:
Hinter
Buchholz und Heeßen durchfließt die Aue den Bad Eilser
Kurpark:

Zwischen
Heeßen und Bad Eilsen (bis in den Kurpark hinein)
gibt es Wasseramseln.
Auebrücke am nördlichen Ende des Bad Eilsener Kurparks 12.4.07
Nach
Bad Eilsen fließt die Aue durch Neumühlen, das ist der östliche
Teil von Ahnsen.
In
Vehlen unterquert sie die B65 und fließt dann durch die Dörfer
Achum, Warber
und Meinsen. Durch den Warber-Entlastungsgraben
speist sie den
Mittellandkanal.
In Meinsen fließt sie wieder in Richtung
Westen. Hier, südlich des Schaumburger
Waldes, in der Bückeburger
Niederung, zweigt der
"Auekanal"
ab,
den die Aue zwischen Cammer
und Päpinghausen wieder aufnimmt.
In
der "Bückeburger Niederung"
wurde die Aue in den letzten Jahren
mit Hilfe von Geld der Kurt-Lange-Stiftung in Bielefeld, und
öffentlichen
Mitteln des Landes Niedersachsen, des Landkreises Schaumburg und
Fördermitteln der EU auf einer Länge
von 1 km renaturiert, d. h. von
ihrer vormaligen Kanalisierung wieder befreit.
Die
Aue umrundet den südlichen Zipfel des Schaumburger Waldes:
Sie
fließt durch Evesen und auf der Nordseite am Gevattersee
vorbei.
Ab dort folgt sie bis Cammer der Landesgrenze Niedersachen/Nordrhein-
Westfalen,
fließt also parallel zur Weser, immer nach Norden. Auf der
Höhe von Dankersen hat sie den Mittellandkanal
unterquert. Sie fließt
sodann - zwischen Weser, der B 482 und dem Schaumburger
Wald
-
durch die Dörfer Cammer, Päpinghausen und Frille und mündet
schließlich bei dem nordrheinwestfälischen Dorf Lahde in die Weser,
bei einer Höhe von ca.
39 m über dem Meeresspiegel.
Die
Aue nimmt das Wasser zahlreicher kleiner
Bäche und namenloser
Rinnsale vom Wesergebirge, vom südlichen und nordwestlichem Bücke-
berg, vom Harrl
und aus der Bückeburger Niederung auf.
Zu
erwähnen sind die Zuflüsse:

In
früheren Jahrhunderten wurden durch die Aue
zahlreiche Eisenhämmer
und Wassermühlen angetrieben.
Die
Mühlen der Aue
In
Rehren gab es zwei Aue-Mühlen:
Die
obere Mühle oder Stemmenmühle und die
untere Mühle,
die mitten im Dorf lag, rechts von
der Auebrücke.
Die
obere Mühle, "Stemmenmühle", beim heutigen
Hotel/
Restaurant "Mühlenhof", jenseits,d.h. südlich der Autobahn
(unterhalb, d.h. nördlich des Sportplatzes und des Dorfes Rannenberg):
Der Mühlenhof der oberen Mühle in
Rehren
6.10.2007
Die Rehrener Mühlen haben
ihren Betrieb seit langem eingestellt!
Westlich
von Rehren im Dörfchen Poggenhagen liegt die ehemalige
"Schneide- und Ölmühle" zu Poggenhagen(bis
1962 betrieben).
Genaugenommen liegt sie am Ölberger Bach kurz vor seiner
Einmündung
in die Aue. Der Ölberger Bach kommt von Süden, von den Nordhängen
des Wesergebirges:
Poggenhagener
Mühle
8.7.07
Die
Poggenhagener Mühle liegt von Borstel kommend rechts der
K68 kurz vor dem Ortseingang von Poggenhagen.
Wassereinlauf(Ölberger Bach) der
Poggenhagener
Mühle 8.7.07
Poggenhagener Mühle: Eingemauerte Mühlsteine
8.7.07
Die
Inschriften auf dem linken Mühlstein:
F. Althoff
1973
1884
C. Wehrbein
Borsteler
Mühle
24.6.2007
Die
Borsteler Mühle wurde ca. 1965 stillgelegt.
Die
Wasserturbine(früher Mühlrad) war an der rechten Hausseite
(s. obiges Photo!).
Der
Zulauf des Mühlenbachs befand sich hinter dem Mühlengebäude
in Höhe des 1. Stockwerks(s. obiges Photo) und wurde auf den letzten
ca. 40 m zugeschüttet. Weiter nach Osten ist er noch vorhanden und
führt auch noch Wasser aus dem Ölberger Bach, das in einem kleinem
Bächlein steil nach unten zur Dorfstraße abgeführt wird.
Der
Ablauf des Mühlenbachs zurück zur Aue, der auf obigem Photo
rechts die Straße unterquerte, wurde zugeschüttet. Daher steht die
Mühle heute relativ auefern und wasserfrei so inmitten des Dorfes,
daß man kaum glauben mag, daß es sich um eine ehemalige Wasser-
mühle handelt.
Die
drei Steintafeln an der Frontseite der Borsteler Mühle:
Links oben befindet sich an der Frontseite des Mühlengebäudes eine
Steintafel mit einem Monogramm mit den ineinandergeschlungenen
Buchstaben F und R und der Jahreszahl 1744 in folgender Anordnung:
17 F R 44
In der Mitte befindet sich eine weitere Steinplatte mit der Inschrift:
H. Wilkening
u. d. E.
C. Wilkening
sowie
rechts eine dritte Steinplatte mir der Jahreszahl 1909 .
Die "Schwarze Mühle" bei Rolfshagen:
Die Schwarze
Mühle
12.4.2007
Die
Schwarze Mühle hieß ursprünglich "Mühle
zum schwarzen Moor".
Unter diesem Namen wurde sie erstmals 1562 in einem Mühlenregister
der Grafschaft Schaumburg erwähnt. Wahrscheinlich gab es die Mühle
schon viel früher, nämlich im Mittelalter(12. oder 13. Jahrhundert).
Die
Mühle war zuletzt eine vollwertige leistungsfähige Getreidemühle,
die allerfeinstes Mehl produzieren konnte. Der Besitzer, Herr Uhlen-
brock, hatte keinen männlichen Erben und als er 1988 starb, wurde der
Mühlenbetrieb eingestellt.
Literaturangabe:
Weitere Einzelheiten über die Schwarze Mühle findet man in der sehr
schönen Dorfchronik "Rolfshagen - Ein Dorf
erinnert sich", 2007,
Seite 57 - 62 (das gebundene Buch, 264 Seiten, mit vielen interessanten
Abbildungen, ist zum - bei einem so schönen Buch sagenhaft
günstigen -
Preis von 15 Euro erhältlich im Schreibwarengeschäft "Papier & mehr"
von Frau Angelika Held an der Rolfshagener
Str. 33 in Rolfshagen).
Die Arensburger (Papier-) Mühle
Die
bis
in die 1970-er Jahre als Getreidemühle betriebene sog.
Arensburger Papiermühle,
liegt rd. 300 m unterhalb der Schwarzen
Mühle im Steinberger Ortsteil "Fahrenplatz":

"Arensburger
Mühle"
12.4.2007
sowie
wiederum
nur einige 100 m weiter die "Schlingmühle"
(bis ca. 1960
betrieben) zwischen Buchholz und Steinbergen:

Die
Schlingmühle
12.4.2007
Die
Schlingmühle gehörte einem der Brüder Eggersmann.
Der andere Bruder Eggersmann betrieb die Wesermühle
in Rinteln,
die abgerissen wurde und an deren Stelle jetzt ein überfrachteter
Gebäudeklotz steht.
Die
Vorderseite der Schlingmühle wurde kurioserweise und völlig
unangebracht mit vielen schwarzweißen Rautenmustern versehen,
wahrscheinlich liebte da jemand die Bemalung von Schilderhäuschen.
Man mag kaum hinsehen!
Schlingmühle Vorderseite, mit
schilderhausähnlicher Bemalung
19.7.09
Alle diese Mühlen betrieben nebenbei auch Landwirtschaft.
Auch die Ahnsener Mühle im Ahnser
Ortsteil
Neumühlen und im
nächsten Dorf, nämlich
Vehlen, die Vehlener Mühle, sind zwar noch
vorhanden, haben aber den Betrieb eingestellt.
Somit sind alle Mühlen an der Aue
stillgelegt, die meisten schon
seit Jahrzehnten!
Nach der Buchholzer Schlingmühle folgt aueabwärts ca. in vier km
Entfernung und ca. 1 km hinter(nördlich) Bad Eilsen die Mühle
des
Dorfes Ahnsen in Neumühlen:

Die Ahnser Mühle in
Neumühlen
19.5.07
Unter
dem mittleren Fenster im Obergeschoss ist eine Wappentafel
mit Krone und der Jahreszahl 1737 angebracht.
Am
Wehr neben dem Mühlengebäude ist ein Steinbalken aus dem
ursprünglichem Mühlengebäude verwendet, der die Jahreszahl 1533
trägt.
Die
Mühle war fürstlicher Besitz, woraus sich das Wappen unter dem
oberen mittlerem Fenster erklärt.
Erst
1855 ging die Mühle in
private Hände über.
Das
ursprüngliche Mühlengebäude brannte Anfang des 20. Jahrhunderts ab.
Das jetzige Gebäude wurde 1910 errichtet. Der Besitzer der Mühle ging
später
mit seinem Betrieb in Konkurs.
Später,
nämlich 1930, wurde die Mühle dann von der Familie
Schönbier
übernommen, die auch in Möllenbeck eine Mühle besaß.
Bis
zum Jahre 2001 wurde die Mühle von den zwei Brüdern Schönbier
betrieben.
Dann wurde sie stillgelegt, wegen Todesfall des einen und Alter des
anderen und
weil sich der
Mühlenbetrieb auch nicht mehr lohnte.
So
ging es mit allen den vielen früheren Mühlen an der Aue, die Zeit
der
kleinen Mühlen war vorbei. Das war vor allem eine Folge der
Umstrukturierung
der Landwirtschaft. In Ahnsen z.B. gibt es auch nur noch einen
Bauernhof.
Früher gab es viele, die ihr Getreide in den örtlichen Mühlen
verschroten liessen.
Auch füttern die kleinen Leute auf dem Lande kaum noch Schweine, für
die sie
Schrot vom Müller kaufen. Und auch die private Hühnerhaltung, für die
man
früher Hühnerfutter aus der Mühle holte, ist selten geworden.

Die Ahnser
Mühle war bis 2001 in
Betrieb.
19.5.07
Die technischen Einrichtungen der Mühle, wie Mühlengraben,
Turbine
sowie die Mahlwerke, sind alle noch intakt. Die Mühle ist daher ein
Denkmal der früheren ländlichen Mühlenkultur.
Der
Eigentümer, Herr Schönbier, läßt die Mühle vor sich hindämmern.
Ein ihm von vom Mühlenverein zur Verfügung gestelltes Schild
mit historischen Erläuterungen zur Mühle, hat er nicht am Gebäude
angebracht, denn er ist ein alter Mann und kann - wie er
sagt - nicht
alle naselang für Leute bereit sein, welche die Mühle besichtigen
möchten.
In einer Entfernung von ca. drei km folgt aueabwärts
die Mühle von Vehlen:

Die Vehlener Mühle am "Mühlentag", 19.5.07
Das
Gebäude stammt von 1890, aber schon 1537 gab es hier eine
Mühle, die als "de Mole to Vehlden" dem Stift in Obernkichen gehörte.
Im 19. Jahrhundert ging die Mühle dann in Privatbesitz über.
1916
wurde das Mühlenrad durch eine moderne Wasser-Turbine ersetzt.

Der
Einlauf des Mühlenkanals der Aue in die Vehlener
Mühle 19.5.07

Inneres
der Vehlener Mühle im 1.
Stock
19.5.07
Der Betrieb der Mühle wurde Anfang der 1990-er Jahre eingestellt!
Diese Mühle ist jedoch noch immer bzw. wieder voll funktionsfähig!

Ablaufkanal
der Vehlener Mühle
19.5.07
Ca. vier km weiter bachabwärts folgt in Meinsen/Warber
die Meinser Mühle:
Die ehemalige Mühle in Meinsen
4.8.07
Die Beseitigung historischer Wehre und Verlegung
der Aue in den 1990-er
Jahren
Die
Wehre der Aue wurden gebaut, um Auekanäle für den Betrieb
der Mühlen bzw. Eisenhammer abzuzweigen.
Ende der 1990-er wurde der Lauf der Aue zwischen Arensburger
Papiermühle und Schlingmühle von der südlichen Hangseite nach
Norden verlegt. Dabei wurden das historische Wehr und der
Mühlengraben der Schlingmühle trockengelegt:
Trockengelegtes Wehr der
Schlingmühle 12.4.07
Auf
dem obigen Bild fließt die verlegte Aue von links nach rechts,
während der alte Lauf der Aue von links über das Wehr war.
In
der linken Wehrmauer(von unterhalb des Wehrs gesehen)
befinden sich an der Innenseite die folgenden Inschriften in
den Sandstein gemeißelt:
Anno 1726
VFWMB VFWMB
1811
1829
Der
Mühlengraben für die Schlingmühle begann auf der rechten =
westlichen Seite des Wehrs mit einem Sperr- und Regulierwerk:

Der
Anfang des verlandeten ehemaligen Mühlengrabens am
Wehr
12.4.07
Auch das historische Wehr für den Buchholzer Eisenhammer(s.u.)
dicht hinter und nördlich der ehemaligen
Steinberger Badeanstalt beim
großen Arensburger Autobahnviadukt wurde trockengelegt durch eine
Verlegung der Aue, die Staumauer ist zugewachsen, die
Seitenmauern
verfallen, wie das folgende Photo zeigt:
Trockengelegtes historisches Buchholzer Auewehr(Blick
aueaufwärts) 8.7.07
Im
Jahre 2000 bot sich das Buchholzer Eisenhammerwehr noch so da:

Dasselbe Buchholzer Auewehr früher(März 2000)
13.3.2000
Die
Zerstörung der historischen Wehre hatten sich die der NABU-Ideologie
des Vorrangs von Lurchen, Krebsen, Gelbbauchunken, Mäusen und anderem
Kleingetier vor jeglichem Anderen(z.B. Landschaftsschutz und Schutz von
Kulturdenkmalen) verhafteten beamteten Yuppies von der Umweltbehörde
bzw. Wasserbaubehörde des Landkreises Schaumburg ausgedacht.
Die Kleintierfans dachten offenbar, die ach so geliebten Flußkrebslein
würden
wieder die Bäche hochwandern, was diese aber bislang nicht taten, weil
es sie
wahrscheinlich in der verschmutzten und versalzenen Weser garnicht mehr
gibt.
Früher
lebten in den Tiefwasserstellen bei den Wehren immerhin Forellen und
Weißfische. Die sind nach der kulturhistorischen Barbarei nun
verschwunden.
Das gerettete historische
Kaskadenwehr von Vehlen
Mit Mühe wurde schließlich das Kaskadenwehr von 1714 der Aue
bei Vehlen, 300 m aueaufwärts von der Mühle in Vehlen vor dem
Zugriff der öffentlichen Kleintierfans bewahrt:

Das
Kaskadenwehr der Aue bei
Vehlen
19.5.07

In den Steinbalken des Kaskadenwehrs ist "Anno 1714"
eingemeißelt (19.5.07)

Das
einstufige Wehr neben dem Kaskadenwehr von Vehlen
19.5.07

Das
Mühlenwehr
in Warber für die stillgelegte Mühle in Meinsen.
Das
Mühlenwehr in Warber/Meinsen ist unzerstört und in gutem Zustand!
Bei
den Eisenhämmern am Oberlauf der Aue handelte
es sich einmal um den
Bernser Eisenhammer
zwischen Bernsen und Rolfshagen (der lange bis
in
unsere Tage als
idyllische Ausflugsgaststätte "Eisenhammer" diente).
Dort gibt es auch eine kleine
Brücke über die Aue(s.o.).
Wenn
man von Bernsen den Hang hinunterkommt, erblickt man unten halb
versteckt hinter Fichten den Bernser Eisenhammer:

Blick ins Auetal zum Bernser
Eisenhammer(rechts) 15.2.08
und
nach Rolfshagen
Der ehemalige Bernser Eisenhammer
15.2.08
Es
wäre zu hoffen, daß in diesem so idyllisch und ruhig gelegenem Gebäude,
wo man im Sommer so schön draußen sitzen konnte, irgendwann ein gastro-
nomischer Betrieb wieder eröffnet.
Zum
anderen gab es den "Rolfshäger Eisenhammer",
Kühler Grund Nr. 8,
der von 1764 bis Mitte der 1960-er Jahre z.B. Spaten, Sensen und Äxte
produzierte.
Der
bei
weitem malerischste Eisenhammer war der sog. Buchholzer
Blankhammer,
dicht bei dem Dorfe Buchholz,
Buchholzer
Eisenhammer von Süden gesehen
1930-er
Jahre
Mit
seinen charakteristischen großen schiefstehenden Kiefern
daneben und
dem Arensburger
Autobahnviadukt im Hintergrund wurde der Eisenhammer öfter von
Schaumburger Ölmalern
dargestellt.
Buchholzer
Eisenhammer von
Norden 1930-er
Von
diesem Eisenhammer
sind
heute nur noch geringe
Spuren im Gelände vorhanden.
Das
ehemalige
Wohnhaus des
jeweiligen Hammerpächters
jedoch ist erhalten und steht ca. 100 m
weiter am westlichen
Dorfrand von Buchholz:
Ehemaliges Wohnhaus des Eisenhammer-Pächters 19.7.09
Das Haus ist bewohnt aber in sehr schlechtem Zustand.
Früher,
in den 1940-er und 1950-er Jahren wurde in der Aue im Sommer
auch gebadet, z.B. taten das die Dorfkinder in Ahnsen und in Vehlen.
In Vehlen im Aue-Stau hinter dem großen Kaskadenwehr
haben manche
Kinder Schwimmen gelernt.
F. Eix, 17.2.07
ergänzt: 25.2. +
1.12. 2008
und 19.7.2009