Die Aue(Bückeburger Aue)


I n h a l t

Quelle, Brücken und Verlauf der Aue

Nebenflüsse

Geschichte

Mühlen
     1. Die Rehrener Mühlen
           1.1. Die untere Rehrener Mühle
           1.2. Die obere Rehrener Mühle
      2. Die Poggenhagener Mühle
      3. Die Borsteler Mühle
      4. Die Schwarze Mühle bei Rolfshagen
      5. Die "Arensburger Papiermühle" beim Fahrenplatz
      6. Die Schlingmühle bei Buchholz
      7. Die Ahnser Mühle
      8. Die Vehlener Mühle
      9. Die Meinser Mühle

Die Beseitigung historischer Wehre
      1. Das Schlingmühlenwehr
      2. Das Wehr des ehemaligen Buchholzer Eisenhammers
      3. Das gerettete Vehlener Kaskadenwehr
      4. Das Wehr der Meinser Mühle

Die ehemaligen Eisenhämmer
      1. Der Bernser Eisenhammer
      2. Der Rolfshäger Eisenhammer
      3. Der Buchholzer Eisenhammer

Baden in der Aue

           Quelle, Verlauf und Brücken der Aue

Das Einzugsgebiet der "Bückeburger Aue" ist ungefähr
175 Quadratkilometer groß.

Die Länge der Aue beträgt etwa 45 km, wovon rd. 36 km in Niedersachsen
und 9 km in Nordrhein-Westfalen liegen.

Das Quellgebiet der Aue liegt südwestlich des Dorfes Hattendorf

im oberen Auetal nahe beim Gut Südhagen in einer Höhe von ca. 250 m.

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                               Blick auf das Quellgebiet der Aue                         30.6.07

Für eine Landkarte des Quellgebiets und des Verlaufs der Aue
bitte hier klicken!


Sie folgt zuerst als schmales im obersten Teil nur periodisch
wasserführendes Bächlein dem Wald- und Wiesental nach Westen
(zwischen dem Wald von Gut Südhagen und dem Steilhang des "Horn"):


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                        Beim fast trockenem Ende der Aue      30.6.07

Nach 200 bis 300 m führt das Bachbett an gut einem Dutzend
Fischteichen vorbei, die der jungen Aue im Oberlauf
(s. das folgende Bild!) aus dem südlich gelegenem Quellhang
über metallene Rohrleitungen viel Wasser entführen:

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                           Fischteich am Oberlauf der Aue         30.6.07

Die junge Aue fließt weiter durch das idyllische Wiesen- und
Waldtal "Am Horn" in Richtung des Rehrener Ortsteils "Obersburg":

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                                          Auetal "Am Horn"                                         30.6.07


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               Oberes Auetal "Am Horn", kurz vor der "Obersburg"  30.6.7

Danach ändert am Talausgang bei der "Obersburg" die Aue
ihre Fließrichtung in nördlicher Richtung auf Rehren zu,
wo sie die Autobahn A2 unterquert.

Sie folgt danach dem Verlauf der Autobahn auf deren Nord-
seite und fließt dabei an Poggenhagen und Borstel vorbei:


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                 Zwischen Poggenhagen und Borstel beim verfallenden Wehr für den
                                       Mühlengraben der Borsteler Mühle                            8.7.07


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           Das Borsteler Mühlenwehr(rechts der Schieber für den Mühlengraben!)     8.7.07

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             Einlauf und Schieber für den Borsteler Mühlengraben              8.7.07

Der  Schieber für den Wasserzulauf zur Borsteler Mühle(s.o. Foto)
ist jetzt auf Dauer geschlossen, dafür läßt man unmittelbar jenseits
des obigen Wehrs den von der nicht weit entfernt liegenden
Poggenhäger Mühle kommenden Ölberger Bach(s.o.) in den
Mühlengraben zur Borsteler Mühle fließen:

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       Einlaufender Ölberger Bach in den Borsteler Mühlengraben  8.7.07


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                                          Auebrücke bei Borstel                                24.6.2007

Im Bereich von Borstel gibt es außer der oben abgebildeten Brücke,
die am östlichen Dorfrand liegt, noch eine Straßenbrücke und westlich
von Borstel zwei Fußgängerbrücken, deren westlichste sich beim
ehemaligen Bernser Eisenhammer befindet. Also gibt es im Bereich
Borstel (früher sagte man plattdeutsch "Bossel"!) insgesamt vier
Brücken
.

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            Auebrücke beim ehemaligen Bernser Eisenhammer         15.2.08
                                     Diese Brücke verbindet Bernsen und Rolfshagen

Weiter aueabwärts, gibt es die Rolfshäger Straßenbrücke im "Kühlen
Grund" kurz vor der "Schwarzen Mühle". Zwischen Schwarzer Mühle
und der Buchholzer Schlingmühle gibt es dann zwei Fußgängerbrücken
sowie die alte Brücke auf dem folgenden Photo. Weiterhin die Straßen-
brücke zwischen Steinbergen und Buchholz beim Arensburger Autobahn-
viadukt.

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     Alte Auebrücke bei Buchholz, kurz oberhalb der Schlingmühle 12.4.07

Die meisten Brücken gibt es im Bereich Buchholz und Heeßen bis
nach Bad Eilsen. Außer den oben angegebenen Brücken im Bereich
Buchholz gibt es eine weitere Buchholzer Brücke in der Nähe des
früheren Buchholzer Eisenhammers. Bis Heeßen folgen dann noch
zwei Fußgängerbrücken und eine Straßenbrücke und zwischen Heeßen
und Bad Eilsen drei Fußgängerbrücken und eine Straßenbrücke.

Insgesamt gibt es also von der Schwarzen Mühle bis Bad Eilsen
auf einer Strecke von etwa vier Kilometer dreizehn Brücken,
soviele wie sonst nirgends im Unterlauf der Aue.

           Weiterer Verlauf der Aue hinter Borstel:

Hinter Borstel fließt die Aue also vorbei an Buchholz, immer nördlich
des Wesergebirges und immer parallel dazu, an Heeßen vorbei,
bis sie hinter Heeßen ihre Fließrichtung nach Norden hin ändert.

Hinter Buchholz und Heeßen durchfließt die Aue den Bad Eilser
Kurpark

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           Die Aue im Bad Eilser Kurpark vor der Tuffsteinpassage    12.4.07

Im Kurpark fließt die Aue 50 m unterirdisch durch eine natürliche
Tuffsteinhöhle.


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                             Die Aue im Bad Eilser Kurpark                             12.4.2007

Zwischen Heeßen und Bad Eilsen (bis in den Kurpark hinein)
gibt es Wasseramseln.

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         Auebrücke am nördlichen Ende des Bad Eilsener Kurparks   12.4.07    
                                                             

Nach Bad Eilsen fließt die Aue durch Neumühlen, das ist der östliche
Teil von Ahnsen.

In Vehlen unterquert sie die B65 und fließt dann durch die Dörfer
Achum, Warber und Meinsen. Durch den Warber-Entlastungsgraben
speist sie den Mittellandkanal. In Meinsen fließt sie wieder in Richtung
Westen. Hier, südlich des Schaumburger Waldes, in der Bückeburger
Niederung, zweigt der "Auekanal" ab, den die Aue zwischen Cammer
und Päpinghausen wieder aufnimmt.

In der "Bückeburger Niederung" wurde die Aue in den letzten Jahren
mit Hilfe von Geld der Kurt-Lange-Stiftung in Bielefeld, und öffentlichen
Mitteln des Landes Niedersachsen, des Landkreises Schaumburg und
Fördermitteln der EU auf einer Länge von 1 km renaturiert, d. h. von
ihrer vormaligen Kanalisierung wieder befreit.

Die Aue umrundet den südlichen Zipfel des Schaumburger Waldes:

Sie fließt durch Evesen und auf der Nordseite am Gevattersee vorbei.
Ab dort folgt sie bis Cammer der Landesgrenze Niedersachen/Nordrhein-
Westfalen, fließt also parallel zur Weser, immer nach Norden. Auf der
Höhe von Dankersen hat sie den Mittellandkanal unterquert. Sie fließt
sodann -  zwischen Weser, der B 482 und dem Schaumburger Wald  - 
durch die Dörfer Cammer, Päpinghausen und Frille und mündet
schließlich bei dem nordrheinwestfälischen Dorf Lahde in die Weser,
bei einer Höhe von ca. 39 m über dem Meeresspiegel.


                             Nebenflüsse

Die Aue nimmt das Wasser zahlreicher kleiner Bäche und namenloser
Rinnsale vom Wesergebirge, vom südlichen und nordwestlichem Bücke-
berg, vom Harrl und aus der Bückeburger Niederung auf.

                   Zu erwähnen sind die Zuflüsse:


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                                                             Der Bernser Bach                      24.2.2008
                                                                       (unterhalb des Bernser Friedhofs)
    
                                         

                       

               Geschichte

In früheren Jahrhunderten wurden durch die Aue zahlreiche Eisenhämmer
und Wassermühlen angetrieben.


                               Die
Mühlen der Aue

                      Die Rehrener Mühlen:

In Rehren gab es zwei Aue-Mühlen:

Die obere Mühle oder Stemmenmühle und die untere Mühle,
die mitten im Dorf lag, rechts von der Auebrücke.


          Die Rehrener Stemmenmühle oder Obere Mühle

Die obere Mühle, "Stemmenmühle", beim heutigen Hotel/
Restaurant "Mühlenhof", jenseits,d.h. südlich der Autobahn
(unterhalb, d.h. nördlich des Sportplatzes und des Dorfes Rannenberg):

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                  Der Mühlenhof der oberen Mühle in Rehren                 6.10.2007

Die Rehrener Mühlen haben ihren Betrieb seit langem eingestellt!


                                Die Poggenhagener Mühle

Westlich von Rehren im Dörfchen Poggenhagen liegt die ehemalige
 "Schneide- und Ölmühle" zu Poggenhagen(bis 1962 betrieben).
Genaugenommen liegt sie am Ölberger Bach kurz vor seiner Einmündung
in die Aue. Der Ölberger Bach kommt von Süden, von den Nordhängen
des Wesergebirges:

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                                       Poggenhagener Mühle                                         8.7.07

Die Poggenhagener Mühle liegt von Borstel kommend rechts der
K68 kurz vor dem Ortseingang von Poggenhagen.

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             Wassereinlauf(Ölberger Bach) der Poggenhagener Mühle      8.7.07

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                Poggenhagener Mühle: Eingemauerte Mühlsteine     8.7.07

Die Inschriften auf dem linken Mühlstein:

                           F. Althoff
                              1973

                              1884
                        C. Wehrbein



                             Die Borsteler Mühle:

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                                           Borsteler Mühle                                            24.6.2007

Die Borsteler Mühle wurde ca. 1965 stillgelegt.

Die Wasserturbine(früher Mühlrad) war an der rechten Hausseite
(s. obiges Photo!).

Der Zulauf des Mühlenbachs befand sich hinter dem Mühlengebäude
in Höhe des 1. Stockwerks(s. obiges Photo) und wurde auf den letzten
ca. 40 m zugeschüttet. Weiter nach Osten ist er noch vorhanden und
führt auch noch Wasser aus dem Ölberger Bach, das in einem kleinem
Bächlein steil nach unten zur Dorfstraße abgeführt wird.

Der Ablauf des Mühlenbachs zurück zur Aue, der auf obigem Photo
rechts die Straße unterquerte, wurde zugeschüttet. Daher steht die
Mühle heute relativ auefern und wasserfrei so inmitten des Dorfes,
daß man kaum glauben mag, daß es sich um eine ehemalige Wasser-
mühle handelt.

Die drei Steintafeln an der Frontseite der Borsteler Mühle:
Links oben befindet sich an der Frontseite des Mühlengebäudes eine
Steintafel mit einem Monogramm mit den ineinandergeschlungenen
Buchstaben F und R und der Jahreszahl  1744 in folgender Anordnung:

                                  17  F R 44

In der Mitte befindet sich eine weitere Steinplatte mit der Inschrift:

                                 H. Wilkening
                                     u. d. E.
                                 C. Wilkening

sowie rechts eine dritte Steinplatte mir der Jahreszahl 1909 .



                Die "Schwarze Mühle" bei Rolfshagen
:

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                                      Die Schwarze Mühle                                       12.4.2007

Die Schwarze Mühle hieß ursprünglich "Mühle zum schwarzen Moor".
Unter diesem Namen wurde sie erstmals 1562 in einem Mühlenregister
der Grafschaft Schaumburg erwähnt. Wahrscheinlich gab es die Mühle
schon viel früher, nämlich im Mittelalter(12. oder 13. Jahrhundert).

Die Mühle war zuletzt eine vollwertige leistungsfähige Getreidemühle,
die allerfeinstes Mehl produzieren konnte. Der Besitzer, Herr Uhlen-
brock, hatte keinen männlichen Erben und als er 1988 starb, wurde der
Mühlenbetrieb eingestellt.

Literaturangabe:
Weitere Einzelheiten über die Schwarze Mühle findet man in der sehr
schönen Dorfchronik "Rolfshagen  -  Ein Dorf erinnert sich", 2007,
Seite 57 - 62 (das gebundene Buch, 264 Seiten, mit vielen interessanten
Abbildungen, ist zum  -  bei einem so schönen Buch sagenhaft günstigen  -
Preis von 15 Euro erhältlich im Schreibwarengeschäft "Papier & mehr"
von Frau Angelika Held an der Rolfshagener Str. 33 in Rolfshagen).



                        Die Arensburger (Papier-) Mühle

Die bis in die 1970-er Jahre als Getreidemühle betriebene sog.
Arensburger Papiermühle
, liegt rd. 300 m unterhalb der Schwarzen
Mühle im Steinberger Ortsteil "Fahrenplatz":

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                                         "Arensburger Mühle"                                     12.4.2007


sowie wiederum nur einige 100 m weiter die "Schlingmühle"
(bis ca. 1960 betrieben) zwischen Buchholz und Steinbergen:

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                                           Die Schlingmühle                                         12.4.2007

Die Schlingmühle gehörte einem der Brüder Eggersmann
Der andere Bruder Eggersmann betrieb die Wesermühle in Rinteln,
die abgerissen wurde und an deren Stelle jetzt ein überfrachteter
Gebäudeklotz steht.

Die Vorderseite der Schlingmühle wurde kurioserweise und völlig
unangebracht mit vielen schwarzweißen Rautenmustern versehen,
wahrscheinlich liebte da jemand die Bemalung von Schilderhäuschen.
Man mag kaum hinsehen!

     
         Schlingmühle Vorderseite, mit schilderhausähnlicher Bemalung
                                                                                        19.7.09   



Alle diese Mühlen betrieben nebenbei auch Landwirtschaft.


Auch die Ahnsener Mühle im Ahnser Ortsteil Neumühlen und im
nächsten Dorf, nämlich Vehlen, die Vehlener Mühle, sind zwar noch
vorhanden, haben aber den Betrieb eingestellt.

Somit sind alle Mühlen an der Aue stillgelegt, die meisten schon
seit Jahrzehnten!


Nach der Buchholzer Schlingmühle folgt aueabwärts ca. in vier km
Entfernung und ca. 1 km hinter(nördlich) Bad Eilsen die
Mühle des
Dorfes Ahnsen in Neumühlen:

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Die Ahnser Mühle in Neumühlen                              19.5.07

Unter dem mittleren Fenster im Obergeschoss ist eine Wappentafel
mit Krone und der Jahreszahl 1737 angebracht.

Am Wehr neben dem Mühlengebäude ist ein Steinbalken aus dem
ursprünglichem Mühlengebäude verwendet, der die Jahreszahl 1533 trägt.

Die Mühle war fürstlicher Besitz, woraus sich das Wappen unter dem
oberen mittlerem Fenster erklärt.

Erst 1855 ging die Mühle in private Hände über.

Das ursprüngliche Mühlengebäude brannte Anfang des 20. Jahrhunderts ab.
Das jetzige Gebäude wurde 1910 errichtet. Der Besitzer der Mühle ging später
mit seinem Betrieb in Konkurs.

Später, nämlich 1930, wurde die Mühle dann von der Familie Schönbier
übernommen, die auch in Möllenbeck eine Mühle besaß.

Bis zum Jahre 2001 wurde die Mühle von den zwei Brüdern Schönbier betrieben.
Dann wurde sie stillgelegt, wegen Todesfall des einen und Alter des anderen und
weil sich der Mühlenbetrieb auch nicht mehr lohnte.

So ging es mit allen den vielen früheren Mühlen an der Aue, die Zeit der
kleinen Mühlen war vorbei. Das war vor allem eine Folge der Umstrukturierung
der Landwirtschaft. In Ahnsen z.B. gibt es auch nur noch einen Bauernhof.
Früher gab es viele, die ihr Getreide in den örtlichen Mühlen verschroten liessen.
Auch füttern die kleinen Leute auf dem Lande kaum noch Schweine, für die sie
Schrot vom Müller kaufen. Und auch die private Hühnerhaltung, für die man
früher Hühnerfutter aus der Mühle holte, ist selten geworden.


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                             Die Ahnser Mühle war bis 2001 in Betrieb.                19.5.07


Die technischen Einrichtungen der Mühle, wie Mühlengraben, Turbine
sowie die Mahlwerke, sind alle noch intakt. Die Mühle ist daher ein
Denkmal der früheren ländlichen Mühlenkultur
.

Der Eigentümer, Herr Schönbier, läßt die Mühle vor sich hindämmern.
Ein ihm von vom Mühlenverein zur Verfügung gestelltes Schild
mit historischen Erläuterungen zur Mühle, hat er nicht am Gebäude
angebracht, denn er ist ein alter Mann und kann -  wie er sagt  - nicht
alle naselang für Leute bereit sein, welche die Mühle besichtigen möchten.



In einer Entfernung von ca. drei km folgt aueabwärts
                           die Mühle von Vehlen
:

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                            Die Vehlener Mühle am "Mühlentag", 19.5.07

Das Gebäude stammt von 1890, aber schon 1537 gab es hier eine
Mühle, die als "de Mole to Vehlden" dem Stift in Obernkichen gehörte.
Im 19. Jahrhundert ging die Mühle dann in Privatbesitz über.

1916 wurde das Mühlenrad durch eine moderne Wasser-Turbine ersetzt.

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      Der Einlauf des Mühlenkanals der Aue in die Vehlener Mühle 19.5.07


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                        Inneres der Vehlener Mühle im 1. Stock                     19.5.07

Der Betrieb der Mühle wurde Anfang der 1990-er Jahre eingestellt!

Diese Mühle ist jedoch noch immer bzw. wieder voll funktionsfähig!

Dem Erhalt und der Sanierung der Mühle widmet sich der
Verein "Vehler Mühle e.V.
(Zur Besichtigung der Mühle
kann man den Kontakt herstellen über eine E-Mail an folgende
Internetseite: http://brempel@lavisionbiotec.com
bzw. sich wenden  an: Herrn Winfried Brempel,
Kanalstr. 15, 32423 Minden,  Tel. 0571 - 37917 )


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                                           Ablaufkanal der Vehlener  Mühle       19.5.07



Ca. vier km weiter bachabwärts folgt in Meinsen/Warber
die Meinser Mühle:


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                                              Die ehemalige Mühle in Meinsen                        4.8.07



Die Beseitigung historischer Wehre und Verlegung
             der Aue in den 1990-er Jahren

Die Wehre der Aue wurden gebaut, um Auekanäle für den Betrieb
der Mühlen bzw. Eisenhammer abzuzweigen.


Ende der 1990-er wurde der Lauf der Aue zwischen Arensburger
Papiermühle und Schlingmühle von der südlichen Hangseite nach
Norden verlegt. Dabei wurden das historische Wehr und der
Mühlengraben der Schlingmühle trockengelegt:

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                      Trockengelegtes Wehr der Schlingmühle  12.4.07

Auf dem obigen Bild fließt die verlegte Aue von links nach rechts,
während der alte Lauf der Aue von links über das Wehr war.

In der linken Wehrmauer(von unterhalb des Wehrs gesehen)
befinden sich an der Innenseite die folgenden Inschriften in
den Sandstein gemeißelt:

                                  Anno 1726
                         VFWMB       VFWMB
                           1811              1829

Der Mühlengraben für die Schlingmühle begann auf der rechten =
westlichen Seite des Wehrs mit einem Sperr- und Regulierwerk:

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            Der Anfang des verlandeten ehemaligen Mühlengrabens am Wehr
                                                                                                
12.4.07


Auch das historische Wehr für den Buchholzer Eisenhammer(s.u.)
dicht hinter und nördlich der ehemaligen Steinberger Badeanstalt beim
großen Arensburger Autobahnviadukt wurde trockengelegt durch eine
Verlegung der Aue,
die Staumauer ist zugewachsen, die Seitenmauern
verfallen, wie das folgende Photo zeigt:

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              Trockengelegtes historisches Buchholzer Auewehr(Blick aueaufwärts)     8.7.07

Im Jahre 2000 bot sich das Buchholzer Eisenhammerwehr noch so da:

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                   Dasselbe  Buchholzer Auewehr früher(März 2000)         13.3.2000

Die Zerstörung der historischen Wehre hatten sich die der NABU-Ideologie
des Vorrangs von Lurchen, Krebsen, Gelbbauchunken, Mäusen und anderem
Kleingetier vor jeglichem Anderen(z.B. Landschaftsschutz und Schutz von
Kulturdenkmalen) verhafteten beamteten Yuppies von der Umweltbehörde
bzw. Wasserbaubehörde des Landkreises Schaumburg ausgedacht.
Die Kleintierfans dachten offenbar, die ach so geliebten Flußkrebslein würden
wieder die Bäche hochwandern, was diese aber bislang nicht taten, weil es sie
wahrscheinlich in der verschmutzten und versalzenen Weser garnicht mehr gibt.  

Früher lebten in den Tiefwasserstellen bei den Wehren immerhin Forellen und
Weißfische. Die sind nach der kulturhistorischen Barbarei nun verschwunden.



        Das gerettete historische Kaskadenwehr von Vehlen


Mit Mühe wurde schließlich das Kaskadenwehr von 1714 der Aue
bei Vehlen
, 300 m aueaufwärts von der Mühle in Vehlen vor dem
Zugriff  der öffentlichen Kleintierfans bewahrt:

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                                Das Kaskadenwehr der Aue bei Vehlen                       19.5.07


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                    In den Steinbalken des Kaskadenwehrs ist "Anno 1714" eingemeißelt     19.5.07

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                  Das einstufige Wehr neben dem Kaskadenwehr von Vehlen    19.5.07


                                    Das Mühlenwehr in Warber:

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               Das Mühlenwehr in Warber für die stillgelegte Mühle in Meinsen.

Das Mühlenwehr in Warber/Meinsen ist unzerstört und in gutem Zustand!




                                 Eisenhämmer

Bei den Eisenhämmern am Oberlauf der Aue handelte es sich einmal um den
Bernser Eisenhammer zwischen Bernsen und Rolfshagen (der lange bis in
unsere Tage als idyllische Ausflugsgaststätte "Eisenhammer" diente).
Dort gibt es auch eine kleine Brücke über die Aue(s.o.).

Wenn man von Bernsen den Hang hinunterkommt, erblickt man unten halb
versteckt hinter Fichten den Bernser Eisenhammer:

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                      Blick ins Auetal zum Bernser Eisenhammer(rechts)       15.2.08
                                                                     und nach Rolfshagen

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                              Der ehemalige Bernser Eisenhammer                  15.2.08

Es wäre zu hoffen, daß in diesem so idyllisch und ruhig gelegenem Gebäude,
wo man im Sommer so schön draußen sitzen konnte, irgendwann ein gastro-
nomischer Betrieb wieder eröffnet.

                             

Zum anderen gab es den "Rolfshäger Eisenhammer", Kühler Grund Nr. 8,
der von 1764 bis Mitte der 1960-er Jahre z.B. Spaten, Sensen und Äxte produzierte.


Der bei weitem malerischste Eisenhammer war der sog. Buchholzer Blankhammer,
dicht bei dem Dorfe Buchholz:


                             Der Buchholzer Eisenhammer an der Aue                    
1930-er Jahre
               

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                                       Buchholzer Eisenhammer von Süden gesehen                         ca. 1920


Mit seiner charakteristischen großen schiefstehenden Kiefer daneben und dem Arensburger
Autobahnviadukt im Hintergrund wurde der Eisenhammer öfter von Schaumburger Ölmalern
dargestellt.

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                            Buchholzer Eisenhammer von Norden    1930-er Jahre

Von diesem Eisenhammer sind heute nur noch geringe
Spuren im Gelände vorhanden.

Das ehemalige Wohnhaus des jeweiligen Hammerpächters
jedoch ist erhalten und steht ca. 100 m weiter am westlichen
Dorfrand von Buchholz
:


        
                 Ehemaliges Wohnhaus des Eisenhammer-Pächters        19.7.09 

        Das Haus ist bewohnt aber in sehr schlechtem Zustand.


                                   Baden in der Aue

Früher, in den 1940-er und 1950-er Jahren wurde in der Aue im Sommer
auch gebadet, z.B. taten das die Dorfkinder in Ahnsen und in Vehlen.
In Vehlen im Aue-Stau hinter dem großen Kaskadenwehr haben manche
Kinder Schwimmen gelernt.                                   


                                                                                 F. Eix, 17.2.07
                                                      ergänzt: 25.2. + 1.12. 2008
                                                                                 und 19.7.2009
                                                                                 Copyright 2007 -  2030

                   
                  
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