Der Arensburger Park einst und jetzt

Nach § 23 des Niedersächsischen Waldgesetzes (vom 21.März 2002 (Nds.GVBl. Nr.11/2002 S.112)
,
hat jedermann das Recht zum Betreten von Wäldern und freier Landschaft.
Freie Landschaft bedeutet auch Privatwälder(sowie Felder und Wiesen,
die letzteren beiden natürlich außerhalb der Vegetationsperiode).
Das soll wohl für den Wald bei der Arensburg nicht mehr gelten!
Jahrzehntelang konnte man den Wald bei der Arensburg ungehindert durch-
queren und mit Fahrrädern durchfahren. Der Arensburger Park galt
als Wald
(abgesehen vom Burgberg!).

Seit Mai 2010 hat "oa zugroaster" österreichischer Menschenverächter
als neuer Besitzer von Burg und Park unfreundliche Schilder
an den Zugangswegen zum Arensburger Wald und Park aufgestellt.
Im Winter/Frühjahr 2010/2011 wurden nunmehr vom Besitzer
weiträumig Metallzäune aufgestellt, so daß man an Burgberg
und die Arensburger Teiche nicht mehr herankommt und der Wald
bei der Arensburg hin zum Autobahnviadukt und zur ehemaligen
Steinberger Badeanstalt nurmehr mit großen Schwierigkeiten
durchquert werden kann, indem man außen an den Zäunen entlanggeht!
Widerrechtlich offenbar ist auch der Wald teilweise eingezäunt!

Auf den Wiesen an den Teichen und teilweise im angrenzenden Wald
trampelt jetzt eine Herde schottischer Hochlandrinder herum,

was bei einem Kultur- und Naturdenkmal wie der Arensburg

kaum einer denkmalsrechtlichen Prüfung standhalten dürfte.
Vermutlich handelt es sich um Alibi-Vieh für die Absperrung!
Aber die zuständigen Stellen(s.u.) kümmern sich nicht darum!

                 1. Sperre am Waldfahrweg, von der Landstraße nach Obernkirchen:
       Bitte etwas Geduld, Ihr Browser lädt das Foto
                                                                                              
23.8.2010

      
                                                                                                                                                23.8.2010
                                     Lebensgefahr besteht natürlich nicht,
                    es sei denn, es werden gerade Bäume gefällt!

                                                                                                                             
       2. Sperre am Waldfußweg, von der Landstraße nach Obernkirchen(die Sperre behindert
           gleichzeitig die seit Alters bestehende Zuwegung an der Ecke des Pflegeheims,
           die heute zu einem Waldpfad geworden ist:
      
                                                                                                                                                  23.8.10
          Die obige Sperre behindert den Verkehr von Fußgängern, Kinderwagen und
        Fahrrädern.

     
    3. Das gilt auch für die folgende Sperre, die sich am Waldweg zum Autobahn-
        viadukt befindet, der oft benutzt wird von Wanderern und Fahradfahrern
        von und nach Bad Eilsen auf dem Aue-Radweg:

       Bitte etwas Geduld
                                                                                                                                    23.8.10


Bedacht werden muß, daß der Besuch und die Durchquerung
des Arensburger Parks seit Urzeiten der Bevölkerung ohne
Behinderung möglich war!


Da erhebt sich doch wohl die dringende Frage, ob in diesem Fall nicht
die Kreisverwaltung des Landkreises Schaumburg, der SPD-Bürgermeister
der Stadt Rinteln
, der SPD-Ortsbürgermeister von Steinbergen sowie
das Niedersächsische Landesamt für Denkmalpflege, Hannover allesamt
politisch und juristisch versagt haben.


Es wird empfohlen, sich über die Absperrungen bei der Arensburg
bei den folgenden Stellen
zu beschweren                                                                     

1.) Untere Waldbehörde beim Naturschutzamt(Amt 44)
      
des Landkreises Schaumburg: Telefon 05721-703-531
       Email:  unb.44@landkreis-schaumburg.de

 2.) Bürgermeister der Stadt Rinteln, Karl-Heinz Buchholz:
      Tel. 05751 - 403 111   Email: info@rinteln.de

 3.) Ortsbürgermeister von Steinbergen, Heiner Bartling:
      Tel.
0 57 51 -  77 69    Email: Heiner.Bartling@t-online.de

 4.) Niedersächsisches Landesamt für Denkmalpflege:
      Tel: 05 11 / 9 25 - 50   Email: denkmalpflege@nld.niedersachsen.de


    Die irreführenden Schilder mit ihrem kindischen Text befinden
     sich auch an zwei Stellen der Zufahrt zur Arensburg:


       

       
                                                                                                                                    23.8.10
 
 Die altehrwürdige Arensburg und ihr Park sind also ganz
 offensichtlich in die Hände eines sehr menschenverachtenden
 unfreundlichen Besitzers geraten! 

 Offenbar aus Wut über die abgesperrten Wege bei der Arensburg
 wurde schon eins der lächerlichen Schilder des menschenunfreundlichen
 Besitzers der Arensburg zerstört:

   
                                 Zerstörtes Abschreckungsschild beim Autobahnviadukt                17.4.2011

                                     

        Bitte etwas Geduld, Ihr Browser lädt das Bild.
                                   Auf einer Ansichtskarte von Anfang der 1930-er Jahre


         
                                      Überblick über die Arensburg und ihren Park                           1950-er Jahre

        Man sieht die Rasenflächen und Wege in halber Höhe des Burgbergs. Oberhalb der
       mittleren Wiese ist oben ein romantisches Steinrondell mit damals schöner Aussicht
       in den Park hinunter.
      
       Vor den umfangreichen Rodungsmaßnahmen des neuen Besitzers der Arensburg
       im Jahre 2010 war der Park herrlich? unberührt und verwildert.        

        Das folgende  Photo zeigt die Blickrichtung von jenseits des großen Teichs
        (vorletzter Teich vor dem Autobahnviadukt) den Burgberg hinauf in Richtung des
        erwähnten Aussichtsrondells oben auf dem Berg:


          
                             Teich mit Blick auf den völlig zugewachsenen Burgberg                           6.9.2007
                                         (seit dem Jahre 2010 ist der Bewuchs gelichtet!)



         Von den vier mächtigen Tannen hinter einer ovalen Rasenanlage -  mit zwei Sitzbänken
        bis in die 1960-er Jahre  -  (s. auf dem folgenden Bild, unterer Bildteil) jenseits des obigen
       Teichs am Fuße des Burgbergs steht nur noch eine:

                                 
                                  Im oberen rechten Teil des Bildes das oben erwähnte
                                   Steinrondell(Aussichtsplattform) aus Tuffstein, um 1930
.


         Das folgende Bild von Anfang der 1930-er Jahre zeigt den 2. Teich rechts,
       wenn man von Steinbergen kommt:

        
                               Quelle: Heinz-Erich Fauth: Steinbergen in alten Ansichten, Band II, 2000

          Auf der Nordseite(= Blickrichtung des Bildes) standen zwei große Sumpfzypressen,
         die im Laufe der letzten vier Jahrzehnte in den Teich gestürzt sind.


                                Heute sieht der Teich so aus:
                   (Blickrichtung ist dieselbe wie auf obigem alten Bild!)

                
                                                       Blick zur Nordseite                          6.9.2006
                              (im Jahre 2010 wurde der Bewuchs weitgehend abgeholzt!)

                                      Derselbe Teich mit Blick zur Nord-Ostseite:
    
                                              Blick zur Nord-Ostseite des Teichs                             6.9.2007
                                (im Jahr 2010 wurde der starke Bewuchs beseitigt!)

Das folgende aktuelle Photo zeigt den alten Tuffstein-Torbogen an der linken nord-
westlichen Ecke des obigen Teichs. Wie man sieht, ist der Durchgang, wenn man den
Weg vom Burgberg herunterkommt, stark zugewachsen:


         
                                            Alter Tuffstein-Torbogen am Teich                               6.9.2007


Das folgende Bild aus den 1930-er Jahren zeigt den Blick vom Südhang des Burg-
bergs hinunter in Richtung Teich mit den beiden oben erwähnten Sumpfzypressen
davor; der Weg führt zu dem oben gezeigten Torbogen hin:






          Heute sieht die Hangwiese an der Südseite des Arensburger Burgbergs so aus:
         
          Seit Frühling/Sommer 2010 ist die Wiese allerdings gemäht!                                      6.9.2007
         


        An der Hangwiese stehen immer noch einige schöne alte Bäume:
                        
                                   Platane am Fuß der Hangwiese nordöstlich des Teichs    6.9.2007


Im Arensburger Park gibt es insgesamt sechs Teiche, davon vier am Fuße des
Südhang des Burgbergs(also auf der Steinberger Seite); alle diese vier sind mehr
oder weniger verlandet!


An der Westseite des Burgbergs befinden sich dagegen zwei größere Teiche, die nicht
verlandet sind und der Fischzucht dienen
, jedoch sich in natürlichem Zustand befinden:

     
      Dies ist der letzte westliche Teich vor dem Autobahnviadukt(Blick nach Süden) 6.9.2007


      Der zweitletzte westliche Teich(Blick nach Norden zum dahinterliegenden letzten
     Teich und Autobahn, beide hier nicht sichtbar):


      
                                              Der vorletzte Teich auf der Westseite des Burgbergs          6.9.2007

Derselbe Teich von einem etwas anderem Aufnahmestandpunkt, so daß man das
Autobahnviadukt sieht:

                
                       Teich und Autobahnbrücke mit Laster im Stau 6.9.2007

Im Park ist es durch den gewaltigen rauschenden Verkehr auf der
unmittelbar nördlich gelegenen Autobahn A2 sehr laut geworden.

Heutiger Blick in den Arensburger Park von der Landstraße nach Obernkirchen aus:


                                     Blick in den Park bei der Arensburg                       17.4.2011


Der folgende Vorschlag blieb ein frommer Wunsch:
Die Stadt Rinteln, die für alles sonst viel Geld hat, sollte sich einmal
dazu durchringen, etwas für das vielfältig geschundene und verheerte
Steinbergen zu tun und den Park in Ordnung bringen und auf der
Talbrücke der Autobahn Lärmschutzwände anbringen lassen.
Dann könnte der schöne Park im Verein mit der Burg wieder eine
touristische Attraktion werden. 
Der Eigentümer der Arensburg hatte
sich nämlich schon vor Jahren damit einverstanden erklärt, daß die Stadt
Rinteln den Park übernimmt.
(Die Arensburg wurde seit 2005 zum Verkauf angeboten für 3.930.000 ¤
+ Vermittlungsgebühr von 3,48 %)
. (< klicken!)
Dieses Verkaufsangebot steht auch Ende Juni 2011 immer noch so im Internet.
Will der neue österreichische Besitzer Gruber die Arensburg weiterverkaufen
oder ist er bloß Pächter auf Zeit, fragt man sich da.

Früher gab es auch eine schöne Restaurationsterrasse an der Ostseite der Arensburg:


Kaffeeterrasse an der Ostseite der Arensburg, Blick zur Nordwestseite d. Messingbergs  (ca. 1926)

                                                                                                                            8.9.2007,
                                                                                                                            ergänzt 24.8.2010,
                                                                                                                            17.4.2011 ....

                                              Link zur Arensburg
                                                                                                                                    
                                  Zurück zur Seite über Steinbergen

                              Zurück zur Übersichtsseite(Homepage)